Shai Agassi will Elektroautos mit Ladestationen überall
Alternativ können die Autofahrer auch rascher die komplette Batterie austauschen
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"Wir haben nach einem Modell gesucht, mit dem ein Land komplett ohne Benzin fahren kann", schildert Shai Agassi sein Geschäftsmodell "Better Place". "Wir ziehen ein gigantisches Verlängerungskabel durch das ganze Land." Ladestationen sollen seine Elektroautos aufladen. Den Kunden will er das mehrstündige Auflagen der Batterien ersparen, in dem man sie unterwegs an der Tankstelle gegen volle austauscht. Der automatische Batteriewechsel würde etwa so lange dauern wie ein heutiger Tankvorgang.
"Sie können wieder bis zu 200 Kilometer fahren", warb Agassi. "Die Batterien bleiben in unserem Besitz, die Autos gehören den Nutzern", sagt Agassi. "Nur die gefahrenen Kilometer werden dem Energie- oder Infrastrukturunternehmen bezahlt. Es könnte Prepaid-Modelle geben oder Langzeitveträge, bei denen das Autos subventioniert wird."
Ein Elektroauto könnte es "wie bei einem Handyvertrag" geschenkt geben, wenn der Kunde einen langfristigen Stromvertrag unterschreibt. "Wenn Sie mir für dieselbe Fahrstrecke, für die Sie heute einen Liter Benzin brauchen, ebenfalls 1,50 Euro geben und einen Vierjahresvertrag mit uns unterschreiben, dann schenken wir Ihnen das Elektroauto dazu", so Agassi.
Für Autofahrer werde ein Elektroauto deutlich günstiger zu betreiben sein, als Hybrid-Fahrzeuge oder Modelle mit Diesel- und Benzin-Motoren, verspricht Agassi. Die jetzige Autoflotte in Deutschland könne mit sechs Prozent des deutschen Stromverbrauchs betrieben werden. "Wenn wir über zehn Jahre hinweg jeweils ein halbes Prozent pro Jahr aus Windenergie zum heutigen Energiemix dazugeben würden, könnten fast alle Elektroautos in Deutschland mit nachhaltig produziertem Strom und somit ohne Emissionen fahren."
Hersteller setzen auf "grünen Pavillon" des Autosalons Genf
Das ökologisch korrekte Vorzeigeprojekt des Genfer Autosalons 2009 Jahr nennt sich "grüner Pavillon". Dort zeigen zehn Aussteller, wie sie sich die saubere Zukunft des Autos vorstellen, angefangen vom Batterieflitzer-Hersteller Tesla bis hin zum spanischen Anbieter Comarth. Fast alle Hersteller basteln derzeit fieberhaft an Elektroautos und schmieden Kooperationen zur Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. So suchte Daimler vor Weihnachten den Schulterschluss mit Evonik, Volkswagen holte sich Toshiba ins Boot. Eine Vorstufe zum reinen Elektroantrieb ist der Opel Ampera, das Schwestermodell des Chevrolet Volt. Das mit einem Elektro- und Verbrennungsmotor zum Aufladen der Batterie ausgestattete Fahrzeug soll ab 2011 auf den Straßen rollen.


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05.03.2009 / mp mit Material von dpa
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