Muskulöser Oberkörper Video
Der Eiweißstoff Raptor ist bei der Energiegewinnung von Muskelfasern beteiligt
Mentales Doping möglich
Mehrere Proteine machen Muskelfasern dicker
Ein Gewichtheber in Trance könnte maximal 630 Kilogramm heben, denn dadurch wird der Zugriff auf sonst ungenutzte Muskelfasern möglich.
So würde der Sportler bis zu 90 Prozent seiner Muskeln einsetzen, anstatt der 50 Prozent, die ohne mentales Training arbeiten. So mancher Sportler kann dies ausnutzen und versetzt sich vor Wettkämpfen selbst in eine Art Trance.

Doch ganz so einfach scheint es nicht zu sein, denn der aktuelle Weltrekord im Stoßen liegt bei 265 Kilogramm, im Kniebeugen bei 460 Kilogramm. Beim Stoßen wird die Hantel über der Brust gehalten und dann über den Kopf gestoßen. Wenn ein Sportler Kniebeugen macht, ruht die Hantel auf seinen Schultern.

Letztendlich sind die Muskeln der begrenzende Faktor. Die Muskeln werden durch intensives Training zwar dicker, aber nicht mehr. Starkes Training zerstört Zellen in den Muskelfasern und andere Zellen wollen diese reparieren. So entstehen die Proteine Actin und Myosin in den Muskelfasern, die dadurch dicker werden und auch den Arm dicker aussehen lassen. Für Menschen, die Muskeln aufbauen wollen, sind daher Proteine und Kohlenhydrate wichtig.


Ein spezielles Protein kontrolliert die Muskelbildung
Proteine unterstützen den Muskelaufbau
Ein bestimmtes Protein ist entscheidend an der Muskelbildung beteiligt. Der Eiweißstoff Raptor spielt eine maßgebliche Rolle bei der Energiegewinnung von Muskelfasern, wie Forscher der Universität Basel nachwiesen. Die Entdeckung könnte zu neuen Medikamenten gegen Stoffwechselveränderungen der Muskulatur führen. Die Muskulatur stellt zwischen 20 und 40 Prozent der Körpermasse eines Menschen und verbraucht einen großen Teil des Energiebedarfs. Dabei lassen sich die Muskelfasern des Menschen in zwei Gruppen einteilen: Langsam kontrahierende Fasern für Ausdaueraktivitäten und schnell kontrahierende Fasern für kurzzeitige Höchstleistungen.

Während die langsam kontrahierenden Muskelfasern ihre Energie hauptsächlich mit Mitochondrien gewinnen, benötigen schnell kontrahierende Muskelfasern große Mengen Zucker. Die Schweizer Forscher zeigten nach Angaben der Universität, dass das Eiweiß Raptor die Bildung der Mitochondrien steuert und so die Kontraktion von langsam kontrahierenden Muskelfasern beeinflusst. Zudem kontrolliert das Protein aber auch den Nährstoffgehalt von schnell kontrahierenden Fasern. Entfernt man das Eiweiß aus dem Muskel, so gerät der Stoffwechsel der Fasern so stark durcheinander, dass die Zellen teilweise zerstört werden.

Schon mit wenig Training verbessert man seine Kraft
Video
Für den Kraftaufbau muss man nicht ins Fitnessstudio
"Das Fitnessstudio ist für alle interessant, die mit anderen zusammen Sport treiben wollen. Wer die Disziplin aufbringt, es auch alleine zu tun, der kann zu Hause die gleichen Erfolge erzielen mit viel weniger Aufwand", sagt Wend-Uwe Boeckh-Behrens. Einmal in der Woche ein Durchgang von sieben Übungen, ausgeführt im Wohnzimmer oder Büro, ist ausreichend, um Kraft aufzubauen. Aber: ohne Regelmäßigkeit geht nichts. Wochenlange Trainingspausen lassen Muskeln so schnell schmelzen, wie sie gewachsen sind.



Schwerstarbeit für das Gehirn, Muskeln zu steuern
Der Skelettmuskel ist eine Herausforderung fürs Gehirn
"Der Skelettmuskel ist - abgesehen von Haut und Knochen - das größte menschliche Organ: Es nimmt bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen 20 bis 30 Kilo ein", weiß der Anatom Prof. Dieter Blottner von der Berliner Charité. Die gestreifte Muskulatur besteht aus Muskelfasern und die aus tausenden Muskelzellen. Eiweißmoleküle verkürzen biochemisch die Muskelzelle. Sobald die Eiweißmoleküle das Signal zum Loslassen erhalten, entspannt sich das Ganze wieder, doch die Rückstellung übernehmen die Sehnen. Der Muskel setzt nur ein Viertel der ihm zugeführten Energie in mechanische Arbeit um. Immerhin 75 Prozent gehen als Wärme verloren - darum zittern wir auch, wenn wir der Kälte entgegenwirken wollen.


Menschenmöglich
nano erforscht Grenzen
nano erkundet, wie viel der menschliche Körper aushalten kann. Wie kalt darf es werden, wie lange halten wir still und wie gut hören wir?
Info
Biologen und Mediziner unterscheiden drei verschiedene Typen von Muskelfasern: Die gestreiften Muskeln leisten die Bewegungsarbeit, die glatte Muskulatur zieht Blutgefäße zusammen. Als dritter Typ kommen die Herzmuskelzellen hinzu, die wiederum einen eigenen Aufbau aufweisen.
mehr zum Thema
"Trimmy" kommt wieder Muskelaktivität steuert Auf- und Abbau der Knochen Lust auf Sport durch Hanteltraining Auch Vibrationstrainer sind keine Wunderwaffe Krafttraining gegen den Muskelverlust bei Krebs
27.01.2009, zuletzt aktualisiert am 24.03.2010 / jus, jst mit Material von ap