US-Amerikaner setzen auf Hirntraining
Wie hilfreich Gedächtnistainings-Programme wie "Gehirnjogging" tatsächlich sind, ist wissenschaftlich umstritten. "Die Hinweise darauf, dass Sudoku-Spielen ganz allgemein das Arbeitsgedächtnis oder die Wahrnehmungsgeschwindigkeit verbessert, sind bislang noch nicht vorhanden", sagt Ulman Lindenberger, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. "Das Sudokuspielen führt nur dazu, dass man im Sudokuspielen besser wird." Die Wissenschaft habe festgestellt, dass sich das Gehirn genauso trainieren lasse wie der Körper, erläutert der Washingtoner Altersforscher Andrew Carle. So könnten neue Nervenzellen sprießen und neue Verschaltungen entstehen - sogar verloren Funktionen könnten wiedererlangt werden. Auch der US-amerikanische Neuro-Forscher Shawn Green von der Uni Rochester schreibt den Programmen eine gewisse positive Wirkung zu. So hätten seine Studien ergeben, dass Videospieler ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen hätten - was ihnen womöglich Vorteile etwa beim Autofahren verschaffe.