Spanische Biologen wollen den Belugagesang verstehen
Sie haben zehn der 69 Äußerungen der weißen Wale Verhaltensweisen zugeordnet
Biologen um Manolo Morales von Aquarium in Valencia haben zehn der 69 verschiedenen Laute der Belugawale entschlüsselt und sie bestimmten Verhaltensweisen wie Ärger, Freude oder Partnersuche zugeordnet. "Mit Hilfe unserer Ergebnisse können wir Ingenieuren verständlich machen, welche Geräusche und Frequenzen die Kommunikation der Belugas am stärksten beeinflussen", so Morales. "Vielleicht hilft das, Motoren so zu verbessern, dass sie für die Tiere weniger problematisch sind."
Meeressäuger verwenden zur Orientierung und Kommunikation akustische Signale. Die Forscher belauschen die Tiere mit zwei Unterwasser-Mikroskopen auf dem Kopf, was en Meeressäugern keine Schmerzen bereitet. Belugawale haben unter allen Walen das größte Lautrepertoire. Die Äußerungen reichen von Brummen über Quieken bis hin zu Zischlauten.
Sonarwellen und der Lärm von Riesentankern und Bohrinseln erzeugen einen so großen Lärm, dass die Tiere Gefahr vermuten und panikartig auftauchen. Die inneren Organe werden so durch die fehlende Anpassung geschädigt. Der Unterwasserlärm führt dazu, dass die Wale orientierungslos sind und nicht mehr miteinander kommunizieren können. Wenn Lärm die Signale übertönt, können die Wale nicht mehr kommunizieren, sich nicht mehr vor Feinden warnen, keine Nahrung mehr suchen und navigieren.
So zeigen die Untersuchungen der Kadaver immer wieder schwere Blutungen der inneren Organe und zerstörtes Gewebe. Als Folge von Schalldruck ist das Innenohr zerstört, denn die panische Flucht vor dem ausufernden Lärm im Meer lässt die Tiere oft zu schnell auftauchen, so dass sie an der Taucherkrankheit sterben.

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08.01.2008 / mp
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