"Kinder lernen nicht besonders gut vom Fernsehen"
Mit höherem Alter werden sie etwas besser, aber nie so gut bei einer echten Lektion
"Kinder lernen nicht gut vom Fernsehen", sagt sagt die Psychologin Jane Herbert von der Universität Sheffield. "Mindestens bis zum achten Lebensjahr können wir beobachten, dass sie nicht so gut vom Video lernen wie von einer Live-Demonstration." Kinder lernen umso schlechter durchs Fernsehen, je jünger sie sind. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder aus Videos lernen, zu, allerdings bleibt das Gelernte nicht so lange im Gedächtnis.
Auch verinnerlichen sie den Stoff nicht so gut wie bei einer "echten" Lektion. "Wenn ich einem Kind erkläre, wie ein Spielzeug funktioniert, dann kann es sich noch bis zu zwei Wochen daran erinnern", so Herbert. "Nach einem Monat hat es die Lektion zwar vergessen, aber das ist schon eine ziemlich lange Zeit für ein Kind. Wenn wir dasselbe auf dem Fernseher zeigen, können die Kinder es zwar oft unmittelbar danach reproduzieren, aber schon nach 24 Stunden können sie sich nicht mehr daran erinnern."
Wissensvermittlung im Fernsehen hat sich in den Kinderprogrammen etabliert. Selbst für ganz kleine Kinder gibt es Sendungen, die lehrreich sein und den Kindern etwas beibringen wollen.

Zum Thema sprachen wir mit Stefan Aufenanger vom Institut für Pädagogik der Uni Mainz

Die Ergebnisse bei der Universität Sheffield (engl.)

16.01.2008 / mm
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