"Die Ausweitung der Produktion von Palmöl ist einer der Hauptgründe der Regenwaldzerstörung in Südostasien. Es ist eines der umweltzerstörendsten Produkte dieses Planeten", sagt Simon Counsell, Direktor der britischen Regenwaldstiftung. Der tropische Regenwald auf Borneo, Heimat der Orang-Utans, und der Amazonas-Wald in Brasilien würden abgeholzt, um auf den Flächen Palmöl oder Soja-Öl zu produzieren, berichtet das Magazin "New Scientist". Allein im kleinen malaysischen Bundesstaat Sabah hat sich in den vergangenen 30 Jahren die Plantagenfläche nach offiziellen Statistiken verzwanzigfacht, in ganz Malaysia immerhin wuchs sie um den Faktor sechs. Das südostasiatische Land ist der weltweit größte Produzent und Exporteur des Rohstoffs, der sich in Lippenstiften, Speiseeis und unzähligen anderen Produkten findet. 2003 führte Malaysia mehr als 13 Millionen Tonnen Palmöl aus, im Wert von umgerechnet 4,1 Milliarden Euro. 3,9 Millionen Hektar umfassen die Plantagen - fast die Fläche der Schweiz.