Der Bergkiefernkäfer frisst sich durch Kanadas Wälder
Ökosystem und Holzwirtschaft British Columbias durch "Pine Beetle" gefährdet
Der reiskornkleine Schädling Dendroctonus ponderosae, der Bergkiefernkäfer, richtet in den kanadischen Wäldern großen Schaden an. Denn dort öffnen die immer milderen Winter den Käfern neue Lebensräume, wo sie zuvor erfroren sind. Die Unterdrückung von Waldbränden durch den Menschen begünstigt ihre Vermehrung zusätzlich. Die Tiere nisten sich unter der Borke ein, legen ihre Eier ab und verschließen mit dem eingeschleppten Bläuelpilz die Nährstoffversorgung der Bäume.
Inzwischen hat sich der Käfer auf einer Fläche ausgebreitet, die weit größer ist als Bayern. Die Waldbesitzer British Columbias stehen dem zunehmenden Waldsterben machtlos gegenüber. Die Borkenkäfer-Art ist für das Ökosystem des Waldes eigentlich nützlich, da sie normalerweise nur absterbende Bäume befällt. So schaffen die Tiere auf natürlichem Weg Platz für neue Bäume. Doch nun sind auch jüngere, gesunde Bäume betroffen.
Die Holzindustrie rodet inzwischen meist längst ausgetrocknete und häufig splitternde Stämme. Schon 1000 Käfer können einen Baum innerhalb von rund zwei Wochen irreparabel zu schädigen. Bei diesem Tempo können die Waldbesitzer mit ihrer Aufforstung nicht mithalten: Ein Kiefernwald braucht in dieser Gegend etwa siebzig Jahre, um wieder "ausgewachsen" und reif zum Fällen zu sein.
"Kampf zwischen Käfer und Baum" vom Deutschlandfunk

Neue Strategien gegen den Borkenkäfer
Neue Pilzgattung in Borkenkäfer-Röhren
Größter Urwald Europas durch Bewirtschaftung bedroht

20.11.2007 / inkr / mp
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