Extremnahrung steht einem normalem Essen nichts nach
Die Zutaten werden gefriergetrocknet, damit die Zellen und Vitamine erhalten bleiben
Extremnahrung aus der Tüte für Extremsportler wie Bergsteiger steht einer normalen Mahlzeit fast in nichts nach. "Das gefriergetrocknete Produkt ist ähnlich wie ein frisches Erzeugnis, weil es eben sehr schonend zubereitet wurde", sagt der Lebensmitteltechniker Dr. Gerhard Scheller. "Es ist also reich an Nährstoffen und auch an Vitaminen." Das Essen wird von einer Spezialfirma relativ naturbelassen hergestellt. Die Zutaten werden sofort nach der Ernte oder dem Vorkochen eingefroren.
Dadurch bleiben ihre jeweilige Zellstruktur erhalten. Es wird ein Vakuum erzeugt, das so kalt ist, dass die winzigen Eiskristalle in den Zellen sofort zu Dampf werden. Dadurch werden die Lebensmittel getrocknet und die Vitamine bleiben erhalten.
Eine Mahlzeit wiegt 180 Gramm, ein Teller Spagetti wiegt im Vergleich dazu gut 700 Gramm. Eine gute Ernährung ist wichtig für die Extremsportler, doch in großen Höhen nimmt der Appetit ab. Daher ist es wichtig, dass die Mahlzeiten auch schmecken, denn die Sportler benötigen die Energie. Die Zutaten werden auf ein zehntel Gramm abgemessen, das Rezept muss später auf das Pfefferkorn genau nachgekocht werden können, wenn es in die Massenproduktion geht.
Nach maximal für Minuten Quellzeit muss das Essen fertig sein, und es benötigt exakt 350 Milliliter heißes Wasser. Der Food-Designer Jochen Reichert erklärt: "Wichtig bei der Entwicklung dieser Produkte sind die guten Rohstoffe, die einen guten Eigengeschmack haben, um hier nicht über künstliche Aromen einen einheitlichen Geschmacksbrei zu erreichen." Für den täglichen Bedarf eignet sich die Nahrung allerdings nicht, da die Produktion recht teuer ist.

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30.08.2007 / db
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