Handykamera Video
Wo man geht und steht: Daten fallen an und können missbraucht werden
Alles hinterlässt Spuren
Telefonieren, surfen und einkaufen sind sichtbar
Ob am PC oder am Handy, beim Einkauf mit der Kreditkarte oder der Fahrt in der S-Bahn: Prinzipiell lassen sich die Daten stets verfolgen.
Daten aus dem Müll Daten aus dem Müll
Ein Auge zu viel Ein Auge zu viel
Spione in den Höhen Spione in den Höhen

Die Telekommunikationsanbieter in Handy und Festnetz benötigen Daten zu Gesprächen und verschickten SMS, um die monatliche Abrechnung zu gestalten. Es sei denn, man hat einen Pauschaltarif. Gleiches gilt für Internetverbindungen, allerdings gehen immer mehr Nutzer mit einer Flatrate online - und auch hier sind die Verbindungsdaten gespeichert. Telekom, Vodafone und andere dürfen diese bis zu sechs Monate aufbewahren. In dieser Zeit können Polizei und Justiz bei einem Verdacht auf "Straftaten erheblicher Bedeutung" Einblick verlangen.

Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt vielfältige digitale Spuren. Die großen Suchmaschinen Google und Bing speichern etwa Suchbegriffe und IP-Adresse. Wer nicht regelmäßig seinen Internet-Browser reinigt und beispielsweise Cookies löscht, lässt sich ein Profil anwachsen, das viel über das Surfverhalten und damit über die Person verrät.

Viele Menschen geben allerdings auch freiwillig etwas von sich preis - etwa wenn sie Kundenkarten nutzen. Die Unternehmen verteilen Bonuspunkte und sammeln dafür detaillierte Informationen über die Konsumgewohnheiten der Käufer. So lässt sich das Einkommen schätzen und gezielt Werbung an den Mann oder die Frau bringen. Auch in Online-Netzwerken wie "StudiVZ" und "Facebook" gibt sich mancher Nutzer erstaunlich offenherzig.

Auch auf der Straße oder in der S-Bahn hinterlassen Bürger Spuren - etwa weil sie ins Visier von Überwachungskameras geraten. Wie viele genau im Land installiert sind, weiß niemand. Die Erkennung von Gesichtern, vor der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) warnte, ist nach jetzigem Stand der Technik aber nur unter Laborbedingungen möglich. Doch die Industrie arbeitet daran, die Technik auch für Überwachungskameras zu nutzen.

Datenschutz im Fokus
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Wir alle sollen Freiheiten aufgeben, damit der Staat genau diese schützen kann. Datenschützer sehen die Datensammelwut mit Sorge.
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