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Die neokortikale Säule ist Grundlage des Rechenmodells
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Jede Nervenzelle ist mit zahlreichen anderen verknüpft
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Supercomputer sind nach Ansicht des Physikers Felix Schürmann ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Nervenleiden wie Epilepsie und Autismus. Von simulierten Hirnfunktionen erhoffen sich die Forscher langfristig neue Einsichten in solche Krankheiten. "Wir entwickeln ein Modell der neokortikalen Säule", erläutert Schürmann. Die neokortikale Säule gilt als kleinste funktionelle Einheit im Hirn und unterscheidet Säugetiere von den Reptilien. Schürmanns Team vom Polytechnikum Lausanne bildet im Computer zunächst die nur wenige Millimeter große neokortikale Säule junger Ratten nach. Dafür müssen 10.000 Neuronen mittels 50 Millionen Synapsen miteinander verknüpft werden, erläuterte der Teamchef des "Blue Brain"-Projekts.
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10.000 von 60.000 Nervenzellen "denken" im Computer
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Geballte Rechenleistung ahmt das Gehirn nach
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Als Grundlage beobachten die Forscher in Lausanne das Gehirn während der Arbeit. Feine Glaselektroden greifen die Signale von Rattenhirnen vor. Die neokortikale Säule des Menschen enthält etwa 60.000 Neuronen. "Der Großrechner ermöglicht uns, korrekte Modelle für 10.000 Nervenzellen zu erstellen", sagt Schürmann. Damit könne die komplizierte Interaktion im Hirn veranschaulicht werden. Die Schweizer Forscher haben nach eigenen Angaben ausreichend Daten für eine nahezu vollständige digitale Beschreibung von Struktur und Funktion der neokortikalen Säule gesammelt. Das sei im Gehirn ja auch nicht anders: "Jedes einzelne Neuron in meinem Gehirn unterscheidet sich von allen Neuronen jedes anderen Lebewesens auf der Welt", meint Markram. "Es ist wie im Wald, wo kein Baum dem anderen gleicht."
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