Eine Roboterkakerlake lockt "Artgenossen" ans Licht
Hauptschwierigkeit war, so viel Technik in einem so kleinen Element zu integrieren
Ein Ingenieursteam der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich hat einen Mini-Roboter konstruiert, den Kakerlaken als Artgenossen akzeptieren - so kann der Roboter die Kakerlaken aus ihren Verstecken ans Licht locken. Da Kakerlaken schlecht sehen, ist das Äußere des Roboters unwichtig. Nur die Größe musste ungefähr der einer Kakerlake entsprechen. "Die Hauptschwierigkeit war, so viel Technik in einem so kleinen Element zu integrieren", so Projektleiter Roland Siegwart.
"Sensoren erkennen Kakerlaken und Schatten und Motoren lösen Bewegungen aus." Es handele sich um spezielle Motoren der Uhrenindustrie, die selbst in so kompakter Form den Vortrieb gewährleisten." Kakerlaken leben in Gruppen ohne Hierarchie. Keine ist der Chef. Verharrt jedoch eines der Tiere für längere Zeit an einem Ort, kommen andere dazu, denn es könnte sich dabei um einen Futter- oder Schattenplatz handeln.
Laut Roland Siegwart war das Experiment ein doppelter Erfolg auf zwei Seiten: Die Kakerlaken akzeptieren den Roboter als ihresgleichen akzeptierten und die Forscher konnten den kollektiven Entscheidungsprozess in der Gruppe durch den Roboter beeinflussen. Laut der Forscher könnten solche Systeme Anwendung in sehr breiten Bereichen finden wie bei Inspektionen sehr enger Räume oder von Energieanlagen, wo sich sehr viele Roboter untereinander koordinieren und versuchen, möglichst parallel sehr viele Messungen aufzunehmen.

Künstliche Menschen:
zu Lande
zu Wasser
in der Luft
im Weltraum
beim Fußball
am Bau und in der Fabrik

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21.02.2007 / db
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