System Travolution passt sich ständig an den Verkehr an
Um den Verkehrsfluss zu optimieren, kommunizieren die Autos mit den Ampeln
Das von Prof. Fritz Busch von der Technischen Universität München entwickelte System "Travolution" passt die Ampelschaltung an die aktuelle Situation an. Es verändert alle paar Minuten die Ampelschaltung, prüft, ob sie sich verbessert hat, verwirft sie oder entwickelt sie weiter. Die Forscher wollen das Ganze so weit treiben, dass die Ampeln ihre jeweils optimalen Schaltungen sogar direkt dem Auto mitteilen. Autos mit Empfangsgeräten wüssten dann, in wie viel Sekunden die rote Ampel auf Grün schaltet.
Sie könnten ihre Geschwindigkeit der Information anpassen. Der Name von "Travolution" ist Programm: Es testet evolutionär, wie der Verkehr - "Traffic" am besten gesteuert wird. Im Feldversuch berechnen 47 zentral gesteuerte Ampeln selbst, welche Schaltung für sie im nächsten Augenblick die beste ist.
Bei zu hohem Verkehrsaufkommen funktioniert die grüne Welle nicht mehr. Dann ist man auch in der Verkehrsleitzentrale machtlos, denn eine spontane Änderung der Ampelschaltungen ist nicht möglich. Die Schaltprogramme der Ampeln sind entweder auf Morgen- oder Abend-Verkehr eingestellt. Verkehrsstörungen werden zwar registriert, haben aber nur langfristig Einfluss auf die Schaltprogramme der Ampeln. Nur bei häufigen Störungen wird die Schaltung synchronisiert.

Forschung gegen den Stau: Prognosen und Leitsysteme

Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TU München

22.01.2007 / mm
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