Verkehrsrowdys verursachen wesentlich mehr Unfälle
Viermalige Eintragung in Flensburg bedeutet sechsfaches Unfallrisiko
Von 6000 Verkehrstoten jährlich werden 2000 Tote durch Verkehrsrowdies verursacht. Eine aktuelle Studie des Kraftfahrt-Bundesamtes bestätigt zum ersten Mal, dass es tatsächlich Verkehrsrowdies gibt, die innerhalb eines Jahres nachweisbar häufiger einen Unfall schuldhaft verursachen als "normale" Verkehrsteilnehmer. Dabei handelt es sich statistisch betrachtet um den Typus des 18-25jährigen männlichen Wiederholungstäters. Diese sollen demnächst verstärkt zu Schulungsmaßnahmen geschickt werden.
Ob jemand ein gefährlicher Unfallverursacher ist, entscheidet nicht nur die Anzahl der Punkte, sondern auch die Zahl der Registrierungen in Flensburg. Lebensgefährliche Extremfahrer sind laut einer Untersuchung des Kraftfahrtbundesamtes nur die Spitze des Eisbergs. Was zählt ist die Häufigkeit der Verstöße. So hat man herausgefunden, dass eine viermalige Eintragung in Flensburg ein sechsfaches Unfallrisiko bedeutet. Für den Psychologen Peter Glanzmann stellt das Ergebnis der Studie keine Überraschung dar, weil es sich dabei um einen Menschentypus handelt, der geltende Regeln bewusst ignoriert.
Wie die neue Verkehrsstudie zeigt, sind extreme Wiederholungstäter kaum zu belehren. Dabei handelt es sich meistens um Leute, die das Gefühl haben, nicht genug geschätzt und anerkannt zu werden. Sie versuchen sich durch das Autofahren ihren Wert in der Gesellschaft gewaltsam zu erkämpfen. Neben verschärften Kontrollen helfen nur automatische Abstandskontrollen und Tempodrosselung, die die gefährlichen Drängler und Raser zur Vernunft bringen sollen. Um sicheres Autofahren zu gewährleisten, wird der Bürger durch die Technik immer weiter entmündigt.
In der Schweiz ist man in Sachen Verkehrssicherheit schon weiter als in Deutschland. Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 40 Kilometern pro Stunde wird man in Deutschland mit 100 Euro zur Kasse gebeten. Bei den Eidgenossen kostet dieses Vergehen 20 Prozent eines Monatseinkommens und mindestens 1000 Sfr. Man kann auch drei Tage Freiheitsentzug wählen. Durch diese drastischen Mittel ist die Zahl der Unfälle seit Einführung der Regelung stark zurückgegangen.
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07.12.2005 / mm
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