Schmutzige Schneebälle reisen durch kosmische Tiefen
Kometen bestehen aus einer Mischung von gefrorenen Gasen und festem Material
© ap
Kometen bestehen aus einer Mischung aus gefrorenen Gasen und festen Materialien, weshalb sie gern mit "schmutzigen Schneebällen" verglichen werden. Kometen bewegen sich in einer lang gestreckten elliptischen Bahn um die Sonne. In deren Nähe sorgt dann die Wärme dafür, dass Gase und Staubpartikel frei werden - so entwickelt sich der Schweif, In Anlehnung an einen Haarschweif nannte die Griechen diese Himmelserscheinung die "Haartragenden" (kome: griechisch für Haar).
Der giftgrüne Komet Lulin wird an der Erde vorbeifliegen
© dpa
Deutsche Sternengucker können den giftgrünen Kometen Lulin nur mit viel Glück mit bloßem Auge erkennen, wenn er am 24. Februar 2009 an der Erde vorbeifliegt. Lulin sei "schlicht und einfach nicht hell genug", sagte Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Man brauche deshalb einen dunklen Himmel und keine störenden Lichtquellen, um den Kometen zu sehen. Außerdem dürfe es weder Dunstfelder noch Wolken geben. In den kommenden Nächten sei dies aber nicht zu erwarten.
Gigantisch-kometenähnlicher Schweif bei Stern
© ap graphicsbank
Der Stern Mira im Sternbild Walfisch überrascht Astronomen mit einem gigantischen kometenähnlichen Schweif. Die Gasfahne des roten Riesensterns zieht sich dreizehn Lichtjahre weit durch den Kosmos. Das ist mehrere tausend Mal so lang wie der Durchmesser unseres Sonnensystems, wie die Carnegie Institution (CIW) in Washington mitteilte. Nichts Derartiges sei jemals bei einem Stern beobachtet worden.
Kometen enthalten mehr Staub als angenommen
© ap
Kometen sind staubiger als bisher angenommen. Das hätten Auswertungen der Bilder von der inszenierten Kometenkollision "Deep Impact" ergeben, sagte der Wissenschaftler Michael Küppers vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau (Kreis Northeim). "Jetzt haben wir beim Kometen Tempel 1 gesehen, dass mehr Staub als Eis da ist." Seit den 1950er Jahren gehe die Wissenschaft davon aus, dass Kometen eher "schmutzige Schneebälle" sind.
Kollisionskrater auf "Tempel 1" ist fast 250 Meter breit
© reuters
Der Krater, den das Projektil bei dem Zusammenstoß mit dem Kometen Tempel 1 schlug, sei wahrscheinlich nahezu 250 Meter breit, teilte der wissenschaftliche Direktor des Projekts, Michael A'Hearn, in Pasadena (Kalifornien) mit. Das läge am oberen Ende der Erwartungen. Das ergab die erste Auswertung der rund 4500 Aufnahmen. "Die größte Überraschung war die Trübung der Wolke, die das Projektil erzeugte, und das Licht, das davon zurückstrahlte", sagte A'Hearn.
Hubble bringt neue Erkenntnisse aus dem Kometenkern
© reuters
Das Weltraumteleskop Hubble hat beeindruckende Bilder vom inszenierten Einschlag des Projektils der US-Sonde "Deep Impact" in den Kometen Tempel 1 aufgenommen. Die Hubble-Daten geben erste Hinweise auf die Stoffe, die bei der Kollision aus dem Himmelskörper geschleudert wurden. "Die Wolke besteht aus einer Mischung von Wassereis und Kohlendioxideis sowie aus Substanzen, die wir noch nicht identifizieren konnten", sagte Rudolf Albrecht von der Koordinationsstelle.
"Deep Impact"-Projektil auf "Tempel 1" eingeschlagen
© reuters
Ein am Sonntag, 3. Juli 2005 von der US-Raumsonde "Deep Impact" abgeschossenes Kupferprojektil ist am Montag wie geplant auf dem Kometen Tempel 1 eingeschlagen. Am US-Nationalfeiertag traf das mit einer Geschwindigkeit von 37.000 Kilometern pro Stunde durchs All rasende Geschoss namens "Impactor" gegen 8.00 Uhr MESZ auf der Kometenoberfläche auf, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena erklärte.
Wega, ICE, Susei und Sagigake flogen hautnah vorbei
Neben "Deep Impact" sind bereits mehrere Raumsonden zu Kometen gestartet. Der erste "hautnahe" Vorbeiflug gelang 1985 der sieben Jahre zuvor gestarteten Nasa-Sonde "ICE" am Kometen Giacobini- Zinner. Anschließend wandte sich "ICE" dem berühmten Halleyschen Kometen zu, der 1986 das Ziel einer ganzen Armada war: Dazu gehörte außer den russischen "Wega"-Sonden und den beiden japanischen Sonden "Susei" und "Sagigake" auch die europäische Sonde "Giotto".
Raumsonde liefert erstes Foto von Komet "Tempel 1"
© ap
Die US-Raumsonde "Deep Impact" hat erstmals den Kometen "Tempel 1" fotografiert. Die Aufnahme entstand bereits am 25. April 2005 aus einer Entfernung von 63,9 Millionen Kilometern und wurde jetzt vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) veröffentlicht, das die Mission leitet. Von Montag, 2. Mai an wird "Deep Impact" den Kometen täglich beobachten. Am 4. Juli, dem US-amerikanischen Nationalfeiertag, soll die am 12. Januar gestartet Sonde auf "Tempel 1" einschlagen und dessen Kern untersuchen.

Sehen Sie den Beitrag "Der giftgrüne Komet Lulin wird an der Erde vorbeifliegen" in unserer Mediathek



Möglicher Asteroiden-Einschlag: Es bleibt nur ein Krater



Komet unter Beschuss - Deep Impact"-Projektil auf "Tempel 1" eingeschlagen

Nasa will den Kometen "Tempel 1" bombardieren
Rendezvous tief im Sonnensystem
Mission "Deep Impact"
Sternenstaub war Voraussetzung für das Leben
Mit Harpune auf Kometenjagd
Besuch auf einem Kometen
Rendezvous mit Churuyumow-Gerasimenko
Zweiter Startversuch für Kometensonde "Rosetta" verschoben
Sternschnuppen außer Rand und Band
Nasa-Sonde beobachtet Komet
Erster Komet des neuen Jahrhunderts
Gefahr durch Kometen?
Rosetta erfolgreich gestartet
Ein Einschlag soll das Geheimnis von Kometen lüften
Wo sie ist, geht's nach oben
Morgendämmerung für Europas Sterne
Rosetta muss sich umorientieren
Rosetta-Mission verschoben
"Last minute" für Rosetta
Projekt Spacewatch
Der Schweif des Kometen
Kometen und Asteroiden

12.10.2005 / mp
zurück Seitenanfang Druckversion Artikel versenden 3sat / nano [E-Mail]