Schwerpunkt Riechen
Der Geruchssinn
Anfangs waren Wirbeltiere auch eher Nasentiere
Die verschiedenen Moleküle, aus denen sich ein Duft zusammen setzt, unterscheiden Rezeptoren: Die richtige atomare Oberfläche sorgt für eine biochemische Reaktion, und damit schließlich für den Reiz.
Auszeichnung - Preis an Duftforscher
Prof. Hanns Hatt erhält den mit 50.000 Euro dotierten Communicator-Preis für die herausragende Vermittlung von Forschungsergebnissen.
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Die Sprache der Düfte
Außerirdische in John Scalzis Roman "Agent der Sterne" können sich mittels einer ausgeklügelten Geruchssprache verständigen.
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Gerüche sollen Kunden zum Kauf verleiten
Man kann nicht sagen, dass wir einen höheren Umsatz haben, weil wir eine Verkaufsraum-Beduftung einsetzen", sagt Marktleiter Markus Jablonski. "Aber Kunden sagen, dass sie sich wohler fühlen als vorher."
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Wir können die Angst der Anderen riechen
Menschen können nach einer Studie Düsseldorfer Psychologen die Angst anderer unbewusst über die Nase wahrnehmen. Damit sei der Nachweis gelungen, dass auch beim Menschen Gefühle chemisch übertragen werden.
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Geruch entscheidet über Sympathie oder Antipathie
Die Entscheidung, ob wir einen Menschen sympathisch finden oder nicht, trifft unsere Nase. US-amerikanische Psychologen hatten Probanden an angenehmen und unangenehmen Flüssigkeiten schnuppern lassen. Teilweise waren die Düfte jedoch stark verdünnt, so dass sie von den Versuchspersonen nicht wahrgenommen werden konnten.
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Die besondere Chemie von menschlichem Schweiß
In der bislang größten und intensivsten Untersuchung zum Thema Schweiß wurde der Achselschweiß von fast 200 Angehörigen von 16 Großfamilien aus einem Kärntner Dorf analysiert. Dabei kam heraus, dass der menschliche Schweiß aus fast 5.000 einzelnen Substanzen besteht, von denen etwa 400 Kombinationen immer vorkommen. Ähnlich wie bei einem Fingerabdruck gibt es auch das individuelle Schweißprofil.
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Sternmull und Wasserspitzmaus riechen unter Wasser
Sternmull und die Wasserspitzmaus können unter Wasser ihre Beute erschnüffeln, weil sie kleine Luftblasen ausstoßen und direkt wieder einatmen. Dabei nimmt die Luft einige Duftmoleküle aus der Umgebung auf - und lenkt die Tiere zum Ziel. Im Fall der fünf untersuchten Sternmulle (Condylura cristata) hatten die Tiere in durchschnittlich 85 Prozent der Versuche Erfolg und spürten die Duftspur eines Wurmes auf.
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Menschen können Duftspuren in der Natur verfolgen
Menschen können Duftspuren in der freien Natur verfolgen und diese Fähigkeit mit Erfolg trainieren. Der menschliche Geruchssinn sei damit deutlich besser als gemeinhin angenommen, berichtet eine Gruppe um Jess Porter von der Universität Berkeley in Kalifornien. Mit überraschendem Erfolg hätten die Versuchspersonen in Feldversuchen einer Spur von Schokoladenessenz nachgespürt. Die Probanden sollten eine zehn Meter lange Duftspur über eine Rasenfläche verfolgen.
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Geruch des Menschen ist fast wie ein Fingerabdruck
Der Körpergeruch eines Menschen ist möglicherweise genau so typisch wie sein Fingerabdruck. Diese Vermutung bestätigen Forscher um Dustin Penn vom Wiener Konrad-Lorenz-Institut für vergleichende Verhaltensforschung. Die Biologen, Chemiker und Statistiker untersuchten über mehrere Wochen die Achselschweißproben von 200 Bewohnern eines österreichischen Alpendorfs, "um kulturelle oder ernährungsbedingte Einflüsse auf die Körperausdünstung möglichst gering zu halten".
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Hinweise auf Wirkung von Pheromonen bei Menschen
Sechs von zehn untersuchten Dresdnern haben in der unteren Nasescheidenwand das Vomeronasalen Organs (VNO), das bei Tieren stärker ausgeprägt ist und für die Wahrnehmung von Pheromonen zuständig ist. Das haben Untersuchungen der Technischen Universität Dresden ergeben. Bei Menschen ist es so klein, dass es schon bei der kleinsten Schleimhautschwellung nicht mehr zu erkennen ist. Auch zahlreiche Tests konnten das Riechorgan nicht aktivieren.
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Tiere wie Hunde und Mücken sind beste Schnüffler
Zehn Millionen Riechsinneszellen in der Menschennase verblassen gegenüber einer Hundenase, die es auf 200 Millionen bringt. Auch können die Vierbeiner Gerüche wesentlich intensiver und in viel mehr Nuancen wahrnehmen. Weil Hunde beispielsweise ihre potenzielle Beute aus über drei Kilometern Entfernung wahrnehmen können, werden sie als Jagd- oder Spürhunde eingesetzt. Stechmücken orientieren sich am Geruch und können deshalb ihre Opfer auch bei schlechter Sicht ansteuern.
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Gemische regen mehr Neuronen an als Einzelaromen
Eine Kombination verschiedener Duftstoffe wirkt anders als die Summe ihrer Teile: Duft-Gemische aktiveren mehr Gehirnzellen als Einzelnoten, selbst wenn man diese zusammen zählt. US-Wissenschaftler um Nobelpreisträgerin Lina Buck stießen im Tierversuch mit Mäusen auf Neuronen, die auf Duft-Mixe reagieren, nicht aber auf deren Einzelkomponenten. Aus diesem Grund unterscheiden sich Geruchseindrücke von gemischte Duftstoffe sehr häufig von denen einzelner Substanzen.
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Duftmarketing soll Verkaufszahlen hoch treiben
Trotz gesundheitlicher Bedenken von Allergikern werden in der Werbung gezielt Düfte eingesetzt, um das Kaufverhalten zu beeinflussen: In einigen Supermarktabteilungen riecht es nach frischer Pizza oder gemahlenem Kaffee, während die Regale in der Drogerie nach verschiedenen Parfümsorten duften. Über den Duft lässt sich die emotionalste Wirkung erzielen und angeblich der Umsatz steigern. Deshalb werden Düfte entwickelt, die in der Lage sind, authentisch und steuerbar Aromen freizusetzen.
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Medikamente und Training für die Riechzellen
Einige der führenden Experten für die Behandlung des Geruchssinns in Dresden empfehlen ein Medikament, von dem sie glauben, dass es bei Riechstörungen hilft. Das Medikament hat die Wirkungen, Nervenzellen und somit auch Riechzellen zu schützen. Außerdem führt es zur Freisetzung von Nervenwachstumsfaktoren. Beim speziellen Training für die Riechzellen müssen Betroffene konsequent morgens und abends ein Glas nach dem anderen nehmen und kurz daran schnüffeln.
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