Cannabis: eine illegale Droge auf dem Weg zur Arznei
Cannabis sativa var. indica wird schon seit 5000 Jahren kultiviert
Cannabis sativa gehört zur Gattung der Hanfgewächse. Es wird unterschieden zwischen dem gewöhnlichen Hanf (Cannabis sativa) und dem indischen Hanf (Cannabis sativa var. indica). Das Rauschmittel wird vor allem in Indien, im Iran und Afghanistan angebaut. Die Drüsen der Blätter und Zweigspitzen der weiblichen Pflanzen liefern ein Harz, das Haschisch. Die harzverklebten getrockneten Pflanzenteile ergeben das Marihuana. Die ältesten Angaben über den Anbau stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus.
Neue Therapien für cannabisabhängige Jugendliche
"Wir sind in der Suchthilfe den 40 Jahre alten Alkoholiker sowie den 30 Jahre alten Opiatkonsumenten gewohnt, doch plötzlich stellen viele junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren mit einer Cannbisabhängikeit Hilfegesuche an das Suchthilfesystem", sagt Rainer Thomasius vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugenalters in Hamburg. "Die Jugendhilfe setzt einen Fokus auf Jugendliche sowie junge Erwachsene und muss jugendspezifische Therapieangebote anbieten."
Cannabis-Anbau in Deutschland "drastisch" gestiegen
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Der illegale Cannabis-Anbau in professionell ausgerüsteten Glashäusern hat in Deutschland drastisch zugenommen, sagt Carola Lander, Mitglied im Internationalen Suchtstoffkontrollrat, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2007. Cannabis sei die am häufigsten konsumierte illegalen Droge in Deutschland. Der Internationale Suchtstoffkontrollrat stellt jährlich seine Analyse des Weltdrogenkonsums vor. Die Berichte beruhen auf Informationen von Regierungen und offiziellen Organen.
Cannabis-Inhaltstoff hemmt die Ausbreitung von Krebs
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Der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) hemmt einer Laborstudie der Universität Rostock zufolge die Ausbreitung von Krebs. Wie die Hochschule mitteilte, wiesen die Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz in Zellkulturen nach, dass der THC die Auswanderung von Tumorzellen in umliegendes Gewebe bremst. Im Körper können durch diese Auswanderung Metastasen entstehen. Ermöglicht wird die Wanderung durch gewebezersetzende Enzyme, die von den Krebszellen produziert werden.
Cannabis-Konsum kann auch zu Lungenschäden führen
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Langjähriger Cannabis-Konsum kann zu schweren Lungenschäden führen, ergab eine Studie der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie am Inselspital Bern. Unter den Patienten, die dort in den letzten Jahren wegen Lungenkollaps und Lungenemphysem operiert wurden, befanden sich etliche junge Menschen mit fortgeschrittener Zerstörung des Lungengewebes, sagte der Klinikdirektor Ralph Schmid. Die Lunge bildet bei diesen Erkrankungen erst große Blasen, dann platzt eine der Blasen und die Lunge kollabiert.
Joints für die Lunge mitunter schädlicher als Zigaretten
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Der Rauch eines Joints ist für die Lunge in mancher Hinsicht bis zu fünf Mal schädlicher als der einer Zigarette. Das berichtet eine Gruppe um Richard Beasley vom Neuseeländischen Medizin-Forschungsinstitut in Wellington. Der Rauch aus getrockneten Cannabis-Blättern (Marihuana) verringert demnach die Zahl feiner Verästelungen in der Lunge, die für den Sauerstofftransport ins Blut und dem Abtransport von Schadstoffen zuständig sind. Cannabis-Raucher haben zudem häufig keuchende Atemgeräusche.
Haschisch erhöht Risiko für Psychosen bis zu 40 Prozent
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Der Konsum von Haschisch oder Marihuana erhöht das Risiko für psychische Krankheiten im späteren Leben um bis zu 41 Prozent, berichtet eine Gruppe um Stanley Zammit von der Universität Cardiff (Großbritannien). Sie hatten 35 andere Studien zu Cannabis analysiert. "Wir haben haben nun genug Beweise, um junge Menschen zu warnen, dass der Gebrauch von Cannabis ihr Risiko erhöht, in späteren Jahren eine Psychose zu bekommen", schreiben die Mediziner.
Konsum und Anbau von Drogen stagnieren weltweit
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2006 haben sich erstmals Konsum und Anbau von Drogen weltweit nicht ausgeweitet. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass der Drogenmissbrauch rückläufig sei, sagte Antonio Maria Costa, Direktor des UN-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Bei den meisten Drogen (Kokain, Heroin, Cannabis und Amphetaminen) seien Produktion, Handel und Konsum im Jahr 2006 stabil geblieben. Hingegen bleibe die Opiumproduktion in Afghanistan weiterhin eines der gravierendsten Probleme.
Mindestens jeder vierte junge Mensch suchtgefährdet
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Mindestens jeder vierte junge Mensch in Deutschland ist nach Einschätzung von Experten suchtgefährdet. Bis zu fünf Millionen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 25 Jahren konsumierten zu früh zu viel Alkohol und Drogen, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Drogen und Rauschmittel (fdr), Jost Leune. "Das Einstiegsalter für Tabakkonsum liegt bei 11,6 Jahren, für Alkohol bei 12,1 und für Cannabis bei 14,6 Jahren." Sie trügen ein hohes Risiko, alkohol- oder drogenabhängig zu werden.
"Nur jeder zehnte Schmerzpatient wird optimal versorgt"
"Es ist einfach irrational, dass eine Wirkstoffgruppe von der Medizin und Pharmazie ignoriert wird und deshalb höchstens zehn Prozent aller Schmerzpatienten optimal versorgt werden", sagt der Arzt und Apotheker Christian Steup, der das Dronabinol entwickelt hat - synthetisch gewonnener Cannabiswirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC). "Und das nur, weil Opiate in den 1960er und 70er Jahren verpönt waren." Deshalb setzt er sich dafür ein, dass die Wirkstoffgruppe nun doch zur Anwendung kommt.
Stärkerer THC-Gehalt im Cannabis führt zu Psychosen
Bei Cannabisprodukten - dem Haschisch genannten Harz und dem aus Blüten und Blättern gewonnenen Marihuana der Hanfpflanze - zeichnet sich laut der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) ein Trend zu einem höheren Gehalt des berauschenden Wirkstoffs THC ab. Laut EBDD-Direktor Wolfgang Götz liegt dies vor allem an Pflanzen "aus dem heimischen Gewächshaus", die durch spezielles Saatgut und gute Wachstumsbedingungen einen immer höheren THC-Anteil hätten.
Cannabis-Wirkstoff macht Gehirn anfälliger für Drogen
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Besonders bei Jugendlichen verändert Cannabis das körpereigene Belohnungssystem, so dass sie später anfälliger für harte Drogen wie etwa Heroin sind. Das berichten Forscher vom Karolinska-Institut im schwedischen Stockholm.
Tetrahydrocannabinol wirkt gegen Leukämie
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Der Cannabis-Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (THC) kann Leukämie-Krebszellen zerstören. Englische Forscher fanden in den THC-behandelten Zellen mehr als 18.000 veränderte Gene. Der Wirkstoff könnte sich besonders für die Behandlung von Leukämiezellen eignen, die sich im Knochenmark ausbreiten.
Cannabis-Mäuse sind im Alter deutlich fitter beim Lernen
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Mäuse, die gegen die Wirkung von Haschisch genetisch resistent gemacht worden sind, lernen im Alter wesentlich langsamer als ihre für Rauschgifte empfänglichen Artgenossen. Auch altert ihr Gehirn schneller, wie Wissenschaftler der Universität Bonn herausgefunden haben. Der Konsum von Haschisch gilt darum eigentlich als echter "Lernkiller": Viele Studien haben gezeigt, dass Cannabinoide die Gedächtnisfunktion negativ beeinflussen können. Aber wehe, wenn die "Streber" älter werden.
Cannabiskonsum und Psychosen hängen zusammen
Mit genetischen Analysen haben Forscher einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und der späteren Entwicklung psychotischer Störungen aufgedeckt. Ein Gen bedeutet in einem bestimmten Allel für seine Träger eine fast elffach erhöhte Wahrscheinlichkeit, an einer Psychose zu erkranken, wenn sie in ihrer Jugend Cannabis konsumiert haben. Die Wissenschaftler nutzten Daten aus einer neuseeländischen Langzeitstudie, bei der 1000 junge Menschen beobachtet wurden.
Zahl der Drogentoten auf niedrigstem Stand seit 1989
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Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1989 gesunken. Das ist das Ergebnis des aktuellen Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung. Auch die Erhöhung der Tabaksteuer und die Sondersteuer auf Alcopops zeigen offenbar Wirkung: Die Quote der Jugendlichen Raucher ist erstmals rückläufig und auch der Konsum von Alcopops ist bei den Jugendlichen erstmals zurückgegangen. Zugenommen hat dagegen der Konsum von Cannabis: In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen hat jeder fünfte schon einmal Cannabis geraucht. Die Effizienz von Therapieangeboten in diesem Bereich soll daher überprüft werden.
Internet hilft Cannabis-Konsumenten beim Ausstieg
Schweizer Jugendliche kiffen in Europa am meisten
Noch nie war Cannabis so stark und verbreitet wie heute
Cannabismissbrauch kann Schizophrenie vorzeitig auslösen
Cannabis in Deutschland Droge Nummer Eins
Marihuana schädigt Sperma
Marihuana auf Rezept
Fingerabdruck des Hanfes
Cannabis als Medikament
Cannabis als Schmerzmittel keine Alternative
Cannabis schädigt Gedächtnis von Jugendlichen
Cannabis-Konsum schädigt das Hirn nicht dauerhaft

20.09.2004, zuletzt aktualisiert am 05.03.2008 / mp
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