Schwerpunkt
Forschung mit Biss: Wandel beim Zahnarzt
Angst vor dem Bohrer kann Forschung kaum lindern
Die Forschung kann martialisch anmutenden Werkzeuge optimieren - und filigran werden lassen. So kommen Laser beim Zahnarzt immer mehr in Mode, und neue Materialien sollen den Therapieerfolg erhöhen.
Nicht gleich bohren
Kaltes Plasma könnte Patienten in Zukunft eine schonende Behandlung bei Zahnkaries ermöglichen. Diese wäre weniger schmerzhaft als Bohrer.
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Bei Mäusen erstmals nachwachsende Zähne
Einen verlorenen Zahn direkt im Kiefer nachwachsen lassen - das ist japanischen Forschern bei Mäusen gelungen. Die neuen Beißerchen seien ebenso hart wie natürliche Zähne, berichten die Wissenschaftler.
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Zähneputzen schützt vor Herzinfarkt
Wer sich im Alter vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen will, sollte vor allem das Zähneputzen nicht vergessen. US-Forscher haben erstmals eine direkte Verbindung zwischen entzündetem Zahnfleisch und einer krankhaften Verdickung der Halsschlagadern hergestellt. Plaques an den inneren Gefäßwänden gelten seit geraumer Zeit als Warnhinweis auf einen drohenden Infarkt oder Schlaganfall. Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Untersuchung auf 11 von mehr als 600 bekannte Bakterien im Mund.
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Körper speichert Epoxide aus Kunststofffüllungen
Forscher der Uni München haben herausgefunden, dass aus Kunststofffüllungen für die Zähne krebserregende Epoxide entweichen und sich im Körper ansammeln können; unklar ist bisher, ob die Mengen, die aus den Kunststoffen entweichen, dem Menschen auch tatsächlich schaden. Bislang weisen alle epidemiologischen Daten nicht auf ein höheres Risiko bei Menschen mit Kunststofffüllungen hin. Die Forscher am Walter-Straub-Institut haben herausgefunden, dass die Monomere die Probleme machen.
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Forscher züchten und implantieren Mäusezähne
Japanische Forscher haben künstliche Mäusezähne geschaffen und lebenden Tieren erfolgreich eingepflanzt. Die Gruppe um Takashi Tsuji von der Tokio-Universität kultivierte für ihre Experimente zunächst getrennt voneinander zwei verschiedene Zellsorten aus Mäusen, die für die Entwicklung von Zähnen verantwortlich sind. Diese Zellen spritzten sie später in kleine Formen aus dem Protein Kollagen, das unter anderem dem Bindegewebe Stabilität verleiht und die Zellen zusammenhält.
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Zahn-Fehlstellung kann Rückenschmerzen auslösen
Rund zwei Millionen Bundesbürger leiden nach Ansicht von Fachleuten ständig unter Schmerzen, die durch Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers verursacht werden. "Probleme mit dem Rücken oder den Gelenken können mit den Zähnen und falscher Kieferstellung zusammenhängen. Die Betroffenen wissen davon aber meist nichts", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Prof. Wolfgang Freesmeyer.
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Zahnarzt-Röntgenbilder zeigen Knochenschwund
Der gefürchtete Knochenschwund (Osteoporose) bei älteren Frauen lässt sich mit einem neuen Verfahren bereits auf Routine-Röntgenbildern beim Zahnarzt erkennen. Die Wissenschaftler haben ein Computerprogramm entwickelt, das die Dichte des Kieferknochens auf normalen Röntgenbildern analysiert und den Zahnarzt bei bedenklichen Werten informiert. Das Verfahren könnte nach Meinung der Forscher einen Schritt zur billigen Routineuntersuchung von Frauen auf Osteoporose bedeuten.
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Stammzellen aus Weisheitszähnen für Zahnwurzel
Gezogene Weisheitszähne können helfen, zerstörte Zahnwurzeln zu regenerieren, denn an ihrer äußersten Spitze hat ein internationales Forscherteam adulte Stammzellen gefunden. Diese können isoliert werden und Grundlage für neue Knochensubstanz und Wurzelhaut sein. So bilden die Zellen nach dem Einpflanzen in den Kiefer mit Hilfe eines entsprechend geformten Implantats eine neue Zahnwurzel. Die neue Technik testeten die Forscher bisher allerdings nur im Tierversuch an Hausschweinen.
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Forscher wollen Zahnbelags-Bakterien entschärfen
Forscher um den Mikrobiologen Wolf-Rainer Abraham vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entschlüsseln die Gene der Zahnbelags-Mikroben, um diese zu bekämpfen. Obwohl die Suche bisher noch keinen Erfolg gezeigt hat, ist die Strategie klar: Die Signale zwischen den Arten müssen unterdrückt werden, denn erst deren gemeinsamer Angriff auf unsere Zähne macht die Bakterien so gefährlich. Jedes einzelne Bakterium für sich ist relativ ungefährlich.
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Karies dank intensiver Vorbeugung auf dem Rückzug
Karies ist nach einer bundesweiten Studie dank intensiver Vorbeugung in Deutschland auf dem Rückzug. Zwölfjährige haben heute im Durchschnitt nur noch 0,7 durch Karies beschädigte oder fehlende Zähne, 1997 sind es noch 1,7 gewesen, teilte die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in Berlin mit, wo die vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie vorgestellt wurde. Deutschland hat damit einen internationalen Spitzenplatz bei der Zahngesundheit von Kindern erobert.
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Forschen an Biofeedback gegen Zähneknirschen
Stephan Döring von der Poliklinik Münster rückt chronischen Zähneknirschern mit Biofeedback auf den Leib. Die Patienten bekommen zunächst computerüberwachte Elektroden ins Gesicht geklebt. Durch das Biofeedback sollen die Menschen ein Gefühl dafür bekommen, wann ihre Muskulatur angespannt und wann entspannt ist. Der Bildschirm zeigt den Patienten direkt, wann, wie und ob ihre Muskeln angespannt sind. So sollen sie ein Gefühl für ihre Mundmuskulatur bekommen und Entspannung lernen.
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Ein Apfel nach dem Essen reinigt Zähne nur wenig
Ein Apfel nach dem Essen kann zwar oberflächliche Beläge von den Zähnen holen, aber das Zähneputzen ersetzt er nicht: Zahnfleischsaum und Zahnzwischenräume erreicht er nicht. Das Beste ist damit das Zähneputzen. Allerdings sollte man nicht unmittelbar nach dem Essen damit beginnen, sonst wird der aufgeweichte Zahnschmelz abgerieben, der sich nicht wieder nachbildet - am besten wartet man eine Stunde. Selbst ein Kaugummi ist besser.
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Ärzte sollten Einsatz von Fluorid bei Kindern regeln
Nehmen Kleinkinder über Jahre hinweg zu viel Fluorid ein, können sich später auf ihren bleibenden Zähnen weiße bis bräunliche Flecken bilden, wie die "Neue Apotheken Illustrierte" berichtet. Mediziner sprechen von einer Dentalfluorose, unter der die Zahnsubstanz leidet und die außerdem ein kosmetisches Problem darstellt. Fluorid härtet den Zahnschmelz und gilt damit als unersetzlich für die gesunde Entwicklung der Zähne.
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Korrektur gegen Paradontitis bei Zahnfehlstellung
ährend eine Kieferverkürzung früher ein langwieriges und qualvolles Procedere darstellte, können die zurechtgeschnittenen Knochen heute so verschraubt werden, dass der Patient bereits am nächsten Tag wieder sanft beißen kann. Mit einer modernen Software können die behandelnden Chirurgen die Operation präzise vorbereiten und den Patienten ihr neues Profil sogar schon vorab demonstrieren. Zur Vorbereitung tragen sie bis zu über einem Jahr vor der Operation fest sitzende Zahnspangen.
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Rotwein-Polyphenole bei Zahnfleisch-Entzündung
Die in Rotwein enthaltenen Polyphenole können offenbar vor Zahnfleischentzündungen schützen. Wissenschaftler der kanadischen Universität von Quebec isolierten Fresszellen des Immunsystems aus Mäusen, die Eindringlinge und beschädigte Zellen zersetzen.
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Biomineralien-Beschichtung schützt vor Hitze
Nun gibt es ein neues, naturähnliches Zahnbeschichtungs-Material, das vom Zahn selbst nicht mehr zu unterscheiden ist. Es kann Zähne schützen, ohne dass sie für Hitze und Kälte empfindlich werden. Durch die Behandlung mit der Nano-Substanz entsteht eine Schicht aus zahnähnlichem Material mit etwa ein bis zwei Mikrometer Stärke. Diese Schicht ist eng mit dem Zahn verbunden. Dabei deckt sie jene offen liegenden Kanälchen am Zahnhals ab, die den Temperaturreiz direkt an den Nerv weiterleiten.
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Dämmerschlaf gegen krankhafte Angst vor Zahnarzt
Gegen krankhafte Angst vorm Zahnarzt hilft ein kleiner Dämmerschlaf des Patienten, der es dem Zahnarzt ermöglicht, schmerzfrei und umfangreich zu behandeln. Auch Zahnarztphobie lässt sich durch Desensibilisierung wegtrainieren. Der Dämmerschlaf gegen die Zahnarztphobie lässt sich nur in Praxen durchführen, die für ambulante chirurgische Eingriffe mit geschulten Anästhesisten gerüstet sind. Die Sedoanalgese ist ein leichter Dämmerschlaf, bei dem die Patienten ansprechbar sind.
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Jeder zehnte Deutsche putzt morgens nicht Zähne
Jeder zehnte Deutsche verzichtet morgens darauf, seine Zähne zu putzen. Weitere 63 Prozent nehmen sich nach einer Umfrage höchstens eine Minute Zeit dafür. Lediglich 28 Prozent der Befragten putzen zwei bis fünf Minuten und folgen damit dem Rat der Zahnärzte. Bei den Männern verzichtet jeder Achte auf die Zahnreinigung am Morgen, bei den Frauen dagegen nur jede Zwölfte.
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