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Mehr Sicherheit nach Fast-Gau von "Three Mile Island"
"Die Mitarbeiter werden heute besser vorbereitet", so Atomlobbyist Tom Kauffman
Der Unfall auf Three Miles Island hatte weitreichende Folgen für die US-Atomindustrie. Sie hat vor allem neue Sicherheitsstandards aufgestellt, wie die Untersuchungskommission es gefordert hatte. Das wirkte sich sowohl auf die Qualität der Kontroll- und Meßinstrumente als auch auf die Ausbildung des Personals aus. Die Empfehlung, Atomkraftwerke nur in menschenleeren Gebieten zu bauen, wurde nicht umgesetzt, denn seit dem Unglück ist in den USA kein Atomkraftwerk mehr gebaut worden.

Harrisburg: schwerster Atomunfall in der Geschichte der USA
Nach dem Fast-Gau wurde Sicherheit wichtig
Alles lief normal, als die Nachtschicht im Kernkraftwerk Three Mile Island am späten Abend des 27. März 1979 ihren Dienst antrat. Nur wenige Stunden später heulten im 800-Megawatt-Meiler nahe Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania die Arlarmsirenen. Um vier Uhr Ortszeit versagte eine Pumpe im Kühlsystem des Reaktorblocks 2, ein Druckventil fiel aus, und radioaktiver Dampf entwich. An diesem frühen Mittwochmorgen begann, was später als der schwerste nukleare Zwischenfall in die Geschichte der Vereinigten Staaten einging. Fast hätte es ein amerikanisches Tschernobyl gegeben. Dem offiziellen Untersuchungsbericht zufolge war der Reaktor nur eine gute halbe Stunde vom größten anzunehmenden Unfall (Gau) entfernt - der Kernschmelze, die 1986 zur verheerenden Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl geführt hat.






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