Schwerpunkt
Universitäten 2000+: Hochschulen der Zukunft
Proteste gegen neue Studienbedingungen
2008 meldeten sich so viele Studienanfänger wie noch nie an den deutschen Hochschulen: Insgesamt 386.500 nahmen ein Studium auf. Damit wurde die Höchstmarke aus 2003 um 9000 überstiegen.
Proteste fordern Bildung für alle - kostenfrei
Viele Studenten aus ganz Deutschland haben am 24. November 2009 für bessere Studienbedingungen demonstriert. Anlass der Proteste in Leipzig war die dortige Tagung der Hochschulrektorenkonferenz.
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Unis in Ostdeutschland werben um Studenten
"Studieren in Fernost" - unter diesem Motto wollen die ostdeutschen Bundesländer Studierende nicht nach Asien, sondern an ihre Hochschulen locken. Seit April 2009 werben sie mit der Internet-Werbekampagne.
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Bachelor-Studis brauchen oft psychologische Hilfe
Der neue Leistungsdruck beim Bachelor-Abschluss löst bei Studenten immer häufiger seelische Probleme aus. "Die Erstsemester wissen, dass die ersten Prüfungsleistungen in ihre Endnote eingehen und fühlen sich von daher von Anbeginn an unter Druck", sagt Wilfried Schumann von der psychosozialen Beratungsstelle von Uni und Studentenwerk Oldenburg. "Das führt dazu, dass wir in der Beratung tatsächlich mehr Anfragen wegen Prüfungsängsten haben."
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Deutschland bildet weniger Hochqualifizierte aus
Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) läuft Deutschland Gefahr, bei der Ausbildung von Hochqualifizierten international abgehängt zu werden. "Im internationalen Vergleich kann die Entwicklung in Deutschland nicht befriedigen", sagte die für Bildung zuständige OECD-Direktorin Barbara Ischinger. Demnach gab es in den meisten OECD-Ländern in den vergangen Jahren mehr Studienanfänger und Absolventen eines Jahrgangs als in Deutschland.
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"Es hat die Gewichte bei uns ein wenig verschoben"
"Es verschiebt ein wenig die Gewichte", sagt Werner Müller-Esterl, Vizepräsident Uni Frankfurt über den Exzellenzcluster seiner Universität. "Wir haben jetzt Schwerpunkte. Wir freuen uns, dass wir in den einzelnen Bereichen wirkliche Spitzen haben identifizieren können, in die investieren. Wir werden deswegen die anderen Bereiche nicht vernachlässigen." Der Antrag der Frankfurter Uni auf ein Spitzenforschungszentrum (Exzellenzcluster) für makromolekulare Komplexe in der Biologie wurde im Oktober 2006 genehmigt.
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"Unis müssen sehen, wo sie gut sind und wo nicht"
"Es ist viel Bewegung in die deutsche Forschungslandschaft gekommen", wertet Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft die Exzellenzinitiative des Bundes für die Wissenschaften. Dies nicht nur für die Universitäten, die Graduiertenschulen, Exzellenzcluster oder Elite-Universität geworden sind. "Alle sind in Bewegung, weil viel Geld neu in das System geflossen ist", behauptet Meyer-Guckel.
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Elite-Uni darf die Forschung fördern, nicht die Lehre
"Die Förderung ist eine große Hilfe, um sich für den zukünftigen Wettbewerb um die besten Köpfe aufzustellen", sagt Prof. Horst Hippler, dessen Karlsruher Universität 2006 zur Elite-Universität auserkoren wurde. "Man kann sich mit diesem Geld aufstellen, dass man ein wirklich gutes Profil schaffen kann." Mit dem Geld wird jedoch nur die Forschung gefördert, nicht die Lehre. "Es mangelt an der Betreuungsrelation", so Prof. Hippler. "Das Verhältnis von Studierenden zu Lehrenden ist im internationalen Vergleich einfach zu schlecht."
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Sechs weitere Hochschulen als Elite-Unis anerkannt
Im Rahmen der zweiten Runde der Exzellenzinitiative sind sechs weitere Hochschulen als Elite-Universitäten ausgewählt worden. Der Bewilligungsausschuss aus Wissenschaftlern und Politikern entschied sich am Freitag, den 19. Oktober 2007 in Bonn für eine millionenschwere Förderung der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), der Freie Universität Berlin sowie der Universitäten von Heidelberg, Konstanz, Göttingen und Freiburg.
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"Den Elite-Universitäten wird die Zukunft gehören"
Den Elite-Universitäten gehört die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Experten des Hochschul-Delphi erwarten, dass diese ausgesuchten Hochschulen auch 2030 noch die absolute Spitze bilden werden.
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Entscheidung für "exzellente" Universitäten
Am 13. Oktober 2006 wird darüber entschieden, welche deutschen Universitäten sich in Zukunft "Elite-Uni" nennen dürfen und auch dementsprechend gefördert werden. Schon im Vorfeld wurde an den deutschen Hochschulen verstärkt daran gearbeitet, sich als leistungsorientierte Hochschule zu präsentieren. Überall wurden Task-Force und extra Arbeitsgruppen eingeführt, die die Unis so fit machen sollten, dass sie vor den kritischen Blicken der Gutachter Bestand haben konnten.
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DFG will Wissenschaftsnachwuchs im Land halten
Wer in der Wissenschaft Spitze ist und seine Habilitation in der Tasche hat, muss sich entscheiden: Macht er mit beim meist zähen und aussichtslosen Bewerbungsmarathon, über den die deutschen Unis ihre Professorenstellen vergeben, oder wandert er ab in die USA oder Großbritannien. Dort nämlich werden junge Spitzenwissenschaftler mit einer Professorenstelle geradezu hofiert. Um dem entgegenzuwirken, will die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) mit der Heisenberg-Professur den wissenschaftlichen Nachwuchs verstärkt im Land halten.
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Miteinander der Disziplinen statt sinnlose Konkurrenz
Der Wissenschaftsstandort Europa leidet unter einem Wettbewerb, der nicht etwa der Güte seiner Forschung durch die Konkurrenz nutzt, sondern eigentlich überflüssig ist: Dem Streit zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Dabei sagen Experten, dass gerade die Breite der Forschung und die Verknüpfung der Disziplinen zukunftsträchtig wäre. Die Natur- und Ingenieurswissenschaften haben den Vorteil, dass ihre Erkenntnisse häufig direkt zu Anwendungen führen.
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Rekordhoch bei Uniabschlüssen in Deutschland
In Deutschland haben im Jahr 2005 mehr junge Menschen erfolgreich ein Universitätsstudium abgeschlossen als je zuvor. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag, den 29. August 20026 mitteilte, stieg die Zahl der Hochschulabsolventen im Vergleich zum Jahr 2004 um neun Prozent oder 21.500 auf die Rekordmarke von 252.500. Einen neuen Höchststand gab es auch im Fach Informatik mit 13.600 Studienabschlüssen. Das waren 26 Prozent oder 2.800 mehr als 2004.
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Bund kann jetzt an Hochschulen Stellen finanzieren
Nun kann sich auch der Bund an den Hochschulen beteiligen, die bisher - Bildung ist Ländersache - ausschließlich von den deutschen Bundesländern betrieben und bezahlt worden sind. Nach der Neuformulierung des Grundgesetzartikels 91 b können Bund und Länder künftig auch "Vorhaben der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen" gemeinsam fördern - sofern alle Länder dem zustimmen. Letzteres galt nach der Kommentierung schon immer, wird nun aber auch im Grundgesetz selbst herausgestellt.
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Wissenschaft und den Forschern geht das Geld aus
"Wenn ich mit solchen Begriffen wie Exzellenzinitiative, Innovationsfond und dergleichen beglückt werde, dann fallen mir alle möglichen hässlichen Bemerkungen ein - auch solche, die man besser nicht äußern sollte", sagt Prof. Jens-Uwe Hartmann, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München. Den Wissenschaftlern geht das Geld aus. Jedes Jahr wächst die Zahl der Habilitierten um 70 Prozent; die Zahl der Studenten soll in fünf Jahren um 60.000 steigen.
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Bildung ist Streitthema bei der Föderalismusreform
Die Bildung bleibt bei der Föderalismusreform Streitthema. Hochschulrektoren, Lehrer, Juristen, der Wissenschafts- und auch der Bundeselternrat forderten bei einer Anhörung in Berlin deutliche Korrekturen an den geplanten Grundgesetzänderungen. Im Kreuzfeuer der Kritik: Das geplante Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildung, das Sonderprogramme und Finanzhilfen des Bundes, etwa zum Ausbau der Ganztags-Schulen, nahezu unmöglich machen würde.
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Schweiz und Ostdeutschland im Ranking top
Bildungseinrichtungen in der Schweiz und in Ostdeutschland sind die Gewinner im neuen Hochschul-Ranking der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung. Lob von den Studenten gab es für die medizinischen Fakultäten in Greifswald, Halle, Magdeburg und Jena für die Betreuung durch Professoren. Gut ist das Zahlenverhältnis von Betreuern und angehenden Medizinern auch an der privaten Hochschule Witten-Herdecke sowie an den Schweizer Universitäten Genf, Bern, Lausanne, Basel und Zürich.
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"Neue Länder bei der Exzellenzinitiative im Nachteil"
Nach dem enttäuschenden Abschneiden ostdeutscher Universitäten bei der Vorauswahl der Elite-Unis hat sich der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Karl Max Einhäupl, besorgt über das Qualitätsgefälle von West nach Ost geäußert. "Das deutliche Nord-Süd-Gefälle und ein noch deutlicheres West-Ost-Gefälle haben mich in dieser Dimension schon überrascht", sagte Einhäupl der "Sächsischen Zeitung".
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Wer die Universitäten verändern will, beißt auf Granit
Bis die Struktur deutscher Universitäten verändert ist, vergehen viele Jahre - verlorene Jahre im Vergleich zu den Ideenschmieden aus dem Ausland. Dabei wissen Universitäten um ihre Schwachstellen: zu lange Studienzeiten, mangelhafte Ausrüstung, überfüllte Seminarräume und eine nicht existente Elitenförderung. Die Lösung soll lauten: "mehr Geld". Dabei sind die Budgets sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Studiengebühren spülen noch einmal frisches Geld in die Kassen.
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Deutschsprachige Unis schneiden schlecht ab
Die zehn besten Universitäten sind samt und sonders in den USA und Großbritannien - wenn man dem Akademischen Ranking der Jiao-Tong-Universität von Shanghai glauben will. Harvard landet auf Platz 1, gefolgt von Stanford. Von den weltweit besten 50 Unis kommen allein 39 aus den USA. Die beste Universität im deutschsprachigen Raum ist die Eidgenössisch-Technische Hochschule Zürich auf Rang 27, was im Vergleich nur für Europa Platz 5 bedeutet.
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Ministerpräsidenten beschließen Elite-Universitäten
Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Donnerstag, 23. Juni 2005 einstimmig das Bund-Länder-Programm zur Förderung der Spitzenforschung gebilligt. Dafür sollen 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Bund und Länder hatten sich nach einem eineinhalbjährigen Tauziehen darauf verständigt. CDU und CSU hatten lange Bedenken gegen die Förderung von Spitzen-Universitäten. Das Sonderprogramm bis 2011 soll zu 75 Prozent vom Bund finanziert werden.
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Zum Thema Bachelor- und Masterstudiengänge sprechen wir am 16. Juni 2009 mit Prof. Ulrich Teichler von der Uni Kassel, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums für Berufs- und Hochschulforschung
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Wir sprachen mit Dr. Michael Hartmer, Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbands, über die hohen Abbruchquoten im Bachelor-Studium
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Zwei Dritteln der Studienanfänger fehlt Orientierung
25.03.2004, zuletzt aktualisiert am 16.06.2009 / mp, jus