Doping im Fokus
Dopingmittel müssen bekannt sein, bevor sich ein Test dafür entwickeln lässt
Doping - Betrug im Sport
Wissenschaftler müssen schnell Tests entwickeln
Weltrekorde, Höchstleistungen, Erfolgsdruck - mancher Sportler greift da zu verbotenen Mitteln. Forscher erfinden Methoden zum Nachweis.
Doping - Test gegen Hormon
Dr. Martin Bidlingmaier von der Uni München hat einen Doping-Test entwickelt, der ein künstliches Wachstumshormon nachweisen kann.
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Gewichtheben - Mentales Doping möglich
Ein Gewichtheber in Trance könnte maximal 630 Kilogramm heben, denn dadurch wird der Zugriff auf sonst ungenutzte Muskelfasern möglich.
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Claudia Pechstein bleibt für zwei Jahre gesperrt
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am 25. November 2009 kurz vor 15.00 Uhr das Urteil über die Zwei-Jahres-Sperre von der Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Claudia Pechstein, offiziell bestätigt.
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"Lauf um mein Leben": Gendoping als Thriller
In seinem Gendoping-Thriller "Lauf um mein Leben" erzählt der Schweizer Wissenschaftsjournalist Beat Glogger die Geschichte des Sprinterstars Jesse Brown. Doch er ist gentechnisch verändert, und so will die Dopingmafia sein Erbmaterial. "Die Realität ist so spannend, dass man nur wenig übertreiben muss", sagt der Autor, der selbst einst im Nationalkader der Hürdenläufer lief und gelernter Mikrobiologe ist. Zudem ließ sich der Autor von renommierten Fachleuten beraten und begleiten.
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Ein Dopingtest kann künstliches Insulin nachweisen
"Ich glaube, dass die Welt-Antidoping-Agentur (Wada) gar nicht möchte, dass Tests zur Anwendung kommen, die flächendeckende Dopingnachweise ermöglichen", sagt der Dopingexperte Horst Pagel von der Universität Lübeck. Das sei die Situation der Dopingpolitik kurz vor den olympischen Spielen in China. Es gehe darum, einzelne Sportler des Dopings zu überführen und diese als die Bösen darzustellen, damit alle anderen weitermachen könnten wie bisher.
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"Gegen Doping helfen nur Aufklärung und Kontrolle"
Die Wissenschaftler um Prof. Gerhard Treutlein vom Heidelberger Zentrum für Dopingprävention setzen auf Aufklärung gegen Doping: "Am Anfang kommen Jugendliche ohne Kontakt mit Medizinern in den Sport", schildert er. "Nach und nach geraten sie in eine Karriere, die mit legalen Mitteln wie Kreatin, Vitaminen und Mineralstoffen beginnt. Dann kommt ein Punkt, an dem sie mental schwach sind wie nach einer Verletzung, wo die Versuchung groß wird, zu illegalen Mitteln und Methoden zu greifen."
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Eine breite Palette von Dopingmitteln im Radsport
Doping im Radsport habe "massiv zugenommen", meint Dr. Wolfgang Stockhausen, ehemaliger Mannschaftsarzt des Bunds Deutscher Radfahrer 2004. "Die Mittel sind wirkungsvoller geworden." Die Palette umspanne Erythropoietin, Wachstumshormone wie "Human Growth Hormon" und den "Insulin-like Growth Factor". Ein neuer Trend sei das Blutdoping: Transfusionen erhöhen die Anzahl der roten Blutkörperchen und die Sauerstoff-Versorgung, bringen aber fremde Proteine mit sich - und die Gefahr von Allergien.
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Seit den 1940er Jahren steigern Radler die Leistung
In ihrer zweiten Woche hat die 95. Tour de France ihren ersten Dopingfall. Der bei als Doping-Sünder entlarvte spanische Radprofi Manuel Beltran fordert "Rücksicht und die Unschuldsvermutung, bis das Ergebnis der B-Probe vorliegt". Er wolle nicht, dass auch die Sponsoren und die anderen Teammitglieder durch die Ereignisse Schaden davontragen, sagte er in einer Erklärung, aus der die Sportzeitung "As" zitierte. "Deswegen erwarte ich, dass keine Entscheidungen gegen sie getroffen werden."
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Forscher sind manipulierten Genen auf der Spur
An der Technischen Universität München und dem Kölner Zentrum für Präventive Dopingforschung entwickeln Forscher Doping-Screenings. Sie stellen nicht die einzelnen Dopingsubstanzen fest, sondern erkennen grundsätzliche Unregelmäßigkeiten im Körper der Athleten. "Normalerweise produziert jeder Sportler unter gewissen Bedingungen ein sehr stabiles Proteinprofil, was in den Urin ausgeschieden wird", sagt Mario Thevis, Anti-Doping-Forscher der Sporthochschule Köln.
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Schweizer Forscher weisen Doping im Atem nach
Forscher um Prof. Renato Zenobi von der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben eine Methode entwickelt, mit der sie Doping in der Atemluft von Sportlern nachzuweisen hoffen. "Wir befinden uns aber noch in der Forschungsphase", sagt der Analytische Chemiker. "In der Atemluft befinden sich hunderte, wenn nicht tausende Substanzen." Von daher sei nicht klar, ob sie daraus ein handliches Gerät für den Einsatz vor Ort herstellen könnten.
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Perikles Simon entwickelt einen Test auf Gendoping
Perikles Simon hat als Leiter des Molekularbiologischen Labors der Tübinger Sportmedizin nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich geringste Spuren transgener DNA beispielsweise im Blut nachweisen lassen. Nun entwickeln die Tübinger Forscher ein Testverfahren auf Gendoping und untersuchen es auf seine Praxistauglichkeit. "Dabei ist die Spezifität beim Einsatz am Athleten besonders kritisch zu beleuchten", erklärte Simon.
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Ex-Telekom-Radprofis geben Doping zu
Die Doping-Affäre im deutschen Radsport weitet sich immer weiter aus. Die Ex-Telekom-Profis Bert Dietz und Christian Henn haben gestanden, früher leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. In einem Trainingslager 1995 auf Mallorca habe er von den Team-Ärzten aus der Freiburger Uniklinik, Lothar Heinrich und Andreas Schmid, eine Anleitung zum Blut-Doping mit Epo erhalten, sagte Dietz am Montag, 21. Mai 2007. Henn gestand, der Missbrauch habe sich bei ihm von 1995 bis zum Karriere-Ende 1999 erstreckt.
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Viele Hobby-Bodybuilder dopen sich mit Anabolika
Der Arzt Luitpold Kistler hat in seiner Dissertation herausgefunden, dass im Bodybuilding-Leistungssport 100 Prozent, im Breitensport zwischen 20 und 30 Prozent bei den Männern und zwischen fünf und acht Prozent bei den Frauen mit Anabolika gedopt sein sollen. Von zehn Hobbysportlern haben drei Dopingmittel genommen. Für seine Dissertation hat er tote Bodybilder obduziert. Besonders bei jungen Bodybuildern führen Unerfahrenheit und Sorglosigkeit häufiger zum Tode.
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Sport und Staat im "Schulterschluss" gegen Doping
"Der Sport kann am besten die Athleten schnell und international durchsetzbar bestrafen", sagt Thomas Bach, Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) zur Verfolgung von Doping. "Der Staat kann sich am besten gegen die Hintermänner des Dopings wenden. Das ist das Konzept, dass wir im Kampf gegen Doping Sport und Staat jeweils das zuarbeiten lassen wollen, was sie am besten können." Bislang hat sich der Staat trotz bestehender Gesetze zurückgehalten.
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DNA kann Sportler beim Blutdoping entlasten
Eine DNA-Analyse der verdächtigen Blutproben aus einer Madrider Praxis kann den unter Doping-Verdacht stehenden Radprofi Jan Ullrich entlasten - aber auch überführen. Die entscheidende Frage ist, ob die DNA der Proben mit Ullrichs Erbsubstanz übereinstimmt. Ist das der Fall, wäre bewiesen, dass der T-Mobile-Profi mit dem Labor zusammengearbeitet hat - und mutmaßlich sein Blut zur Anreicherung mit roten Blutkörperchen "gespendet" hat. Ist das nicht der Fall, läge kein Hinweis auf Eigenblutdoping vor.
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Blutdoping - Leistungssteigerung per Erythropoietin
Blutdoping steht auf der Liste der verbotenen Methoden des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das seit 1988 gentechnisch hergestellte Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO), durch das die Zahl der roten Blutkörperchen vermehrt wird, kommt vor allem bei Ausdauerleistern zum Einsatz.
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Spritzen und Medikamente bei Team Austria
Nach dem Fund zahlreicher Spritzen und Medikamente bei einer Doping-Razzia ist die österreichische Olympiamannschaft weiter unter Druck geraten. Die Polizei habe mehr als 100 Spritzen und 30 Medikamenten-Packungen bei der Durchsuchung des Quartiers der Biathleten und Langläufer in der Nacht auf Samstag entdeckt, zitierte der ORF den italienischen Staatsanwalt Raffaele Guariniello. Jede Infusionstherapie in die Venen aus nicht-medizinischen Gründen gilt als Doping-Vergehen.
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Doping-Experte: Tricksen mit menschlichem EPO
Für den Heidelberger Doping-Experten Professor Werner Franke ist klar, warum in Turin seit Öffnung des Olympischen Dorfes Tagen trotz mehrerer hundert Kontrollen kein einziger Dopingtest positiv war. "Zwei bis drei Wochen vorher mussten Ausdauersportler, die dopen wollen, die künstliche EPO-Zufuhr stoppen. Seitdem überbrücken sie das mit menschlichem EPO, das aus körpereigenem Urin gewonnen wurde, den Effekt wahrt und bei Kontrollen kein Problem darstellt", sagt der Experte.
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Trainer wird des Gendopings verdächtigt
Der wegen Minderjährigen-Dopings in Magdeburg vor Gericht stehende ehemalige Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein sieht sich dem Verdacht des Gendopings ausgesetzt. In einer E-Mail von Springsteins Computer, die bei einer Hausdurchsuchung im September 2004 sichergestellt worden war, wurde das Produkt Repoxygen erwähnt. "Das neue Repoxygen ist schwer erhältlich. Bitte gib mir bald neue Instruktionen, so dass ich die Produkte vor Weihnachten bestellen kann", soll es dort heißen.
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Infografik
Interaktive Infografik: "Was Sie schon immer über Doping wissen wollten" vom ZDF
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