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Sie wird als "die größte Entdeckung der Biologie" bezeichnet: Die Aufklärung der DNA-Struktur durch Watson und Crick - mit Beiträgen anderer, eher vergessener Forscher. | ||
| Die zweifache Helix | |||
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"Wir lernen, uns besser zu verstehen"
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"nano" sprach mit James Watson, einem der Entdecker der DNA-Struktur, anlässlich seines Besuchs bei der Eröffnung des Wissenschaftszentrums "Biocity" in Leizig.
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Förderer der DNA und seiner selbst
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Ein paar Pappschnipsel, ein wenig Draht und ein Geistesblitz am Samstagmorgen machten James Dewey Watson zu einem der renommiertesten Forscher der Gegenwart. Nach langem Grübeln und Diskutieren entdeckte er zusammen mit seinem Kollegen Francis Crick am 28. April 1953, wie das Erbmolekül DNA aufgebaut ist.
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Der Code des Lebens
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Die DNA liegt in der Form einer Doppelhelix vor: Ein Rückgrat aus Phosphat und dem namensgebenden Zucker Desoxyribose reiht die Basen auf, denen komplementäre gegenüber liegen - A passt zu T, G passt zu C -, so dass sich zwei "Strickleitern" ergeben, die zudem in sich spiralig, helikal, gewunden ist.
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"Praktisch funktioniert es"
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"Ich nenne für den Start der Gentherapie immer sieben Jahre - aber die Zahl ist aus der Luft gegriffen", meint Prof. Klaus Cichutek, Vorsitzender der Kommision für somatische Gentherapie. Denn die Heilungsmethode hat Erfolge und Rückschläge gleichermaßen hinzunehmen gehabt - tödliche Rückschläge.
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| Der Verräter in uns | |||
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DNA verrät die Verwandtschaft
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Bei einem Vaterschaftstest werden insgesamt 16 verschiedene DNA-Abschnitte auf Ähnlichkeit verglichen. Es handelt sich um die Längen bestimmter Bereiche, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden - sofern man nicht das gleiche Erbgut teilt.
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Saddam ist keine Eva
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Saddam Husseins Halbbruder könnte zum Verräter werden - unfreiwillig vielleicht, aber dafür umso eindeutiger: Denn da die beiden die gleiche Mutter haben, ist die DNA in bestimmten Zellorganellen, den Mitochondrien, die gleiche.
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Speicheltest - der durchschaute Mensch
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Ob Versuchstier oder Mensch, der Blick in das Innere des Erbguts ist noch immer verschwommen. Aber so, wie ein Adressaufkleber jedes Paket identifiziert, besitzt jeder Mensch genetische Merkmale, die ihn einzigartig und wiedererkennbar machen. Die Adresse des Menschen ist sein genetischer Fingerabdruck.
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| Ein Doppelstrang voller Überraschungen | |||
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DNA: Immer für eine Überraschung gut
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"DNA macht RNA macht Protein", so lautete lange das Credo der Genetiker. Doch die Forschung hat ergeben: Ganz so einfach ist es nicht, die DNA hat noch so manche Überraschung parat.
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Epigenetik
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"Es zeigt sich, dass die Gesamtheit der Gene, die Sequenz der DNA, alleine nicht genügen, um einen Organismus auszubilden und um Merkmale in die nächste Generation weiterzugeben. Es braucht mehr als nur die DNA", schildert Prof. Renato Paro vom Zentrum für Molekulare Biologie in Heidelberg.
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Der Methyl-Faktor
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"Es gibt genetische Erkrankungen, bei denen die DNA-Sequenz ganz normal ist, wo wir aber feststellen, dass an der Regulation der Gene etwas nicht stimmt", schildert Prof. Bernhard Horsthemke, Humangenetiker an der Uniklinik Essen. Nicht immer entscheiden nur die Gene, manchmal auch ihre chemischen Merkmale. Doch diese "Epigenetik" mündet erst langsam in klinische Therapien.
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| Die Geschichte einer Entdeckung | |||
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"Das Geheimnis des Lebens entdeckt"
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Es war der 28. Februar 1953, als Francis Crick in einen Pub im englischen Cambridge marschierte und die dortigen Biertrinker mit seinem angeberischen Gerede amüsierte. Er uns sein Freund hätten gerade "das Geheimnis des Lebens entdeckt", verkündete der 36-Jährige selbstbewusst.
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Die Entdeckung des 20. Jahrhunderts
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Mehr als 18 Monate lang hatte Watson gemeinsam mit seinem Kollegen Francis Crick versucht, die dreidimensionale Struktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA) zu entschlüsseln. Zu dieser Zeit waren Wissenschaftler weltweit noch nicht völlig davon überzeugt, dass dieses Molekül Träger der genetischen Information des Menschen ist.
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Es begann im Klostergarten
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Als der Augustinermönch Gregor Mendel im 19. Jahrhundert Vorgänge bei der Vererbung studierte, schloss er aus äußerlich wahrnehmbaren Eigenschaften von Pflanzen auf Erbgesetze. Erst im 20. Jahrhundert wurden die chemischen Bausteine untersucht, mit denen die Vererbung gesteuert wird.
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Unnoble Wissenschaft
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Geschichte schreiben meist die Sieger. 1962 werden James Watson, Francis Crick und Maurice Wilkins mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt. Sie nehmen den Preis entgegen für die Entdeckung der Doppelhelix - die Grundstruktur menschlichen Seins. Ein Geistesblitz Watsons soll es gewesen sein - so jedenfalls erzählt er es selbst, und so wird es seitdem überliefert. Aber so war es nicht.
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Die Suppe zum Leben
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Die Zeitungen überschlugen sich, als die Sensation am 15. Mai 1953 bekannt wurde. Der amerikanische Student Stanley Miller hatte eine "Ursuppe" aus einfachen, anorganischen Verbindungen zusammengekocht und darin einige Bausteine des Lebens erzeugt.
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| Gespräch und Literatur | |||
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"Am Anfang war die Doppelhelix"
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Zum Thema "Entdeckung der DNA-Struktur" sprachen wir mit dem Wissenschaftshistoriker und Autoren Ernst Peter Fischer, der das Buch "Am Anfang war die Doppelhelix - James D. Watson und die neue Wissenschaft vom Leben" verfasst hat. Wir erfuhren mehr über vergessene Forscher, Varianten des Lebens und die Entdeckung der DNA-Struktur.
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25.04.2003, zuletzt aktualisiert am 22.05.2003
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