Streit um Elektrosmog: Sind die Auswirkungen real?
Studien belegen Gefahren - oder haben genau diese nicht feststellen können
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Noch fühlen sich die Europäer von der Strahlenangst um das Mobilfunktelefon nicht bedroht. In den USA legen die eiligen Profis von der Börse und Yuppies aber die handlichen Piepser beiseite. Bei der Telekom sind tödliche Folgen oder Gesundheitsschädigungen durch den Mobilfunk allerdings noch nicht bekannt: Weder bei der seit 50 Jahren funkenden Feuerwehr, Polizei noch bei Taxiunternehmen habe es Krankheitskfälle durch Strahlen gegeben, teilte das Unternehmen mit.
Schnurlose-Telefone und Handys sorgen für Elektrosmog
Handys, ihre Basisstationen sowie Schnurlostelefone sind die Hauptverursacher von Elektrosmog, zeigen erste Ergebnisse der "Qualifex"-Studie der Uni Bern. W-Lan falle dagegen kaum ins Gewicht, so Studienleiter Martin Röösli: "Der Sender ist nicht so stark, weil er nur wenige Meter weit senden muss. Anders ist es beim Handy, das mehrere Kilometer weit senden muss." Die Ergebnisse sagten nichts, wie Elektrosmog auf die Gesundheit wirkt: Das soll die folgende Qualifex-Schlafstudie zeigen.
Keinen Hinweis auf Krebsrisiko durch Handy gefunden
Die Untersuchung des Bundesamts für Strahlenschutz, die am Dienstag, 17. Juni 2008 vorgestellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass sich durch das Telefonieren mit dem Handy keine Tumorgefahr nachweisen lässt. Auch durch schnurlose Telefone oder deren Basisstationen nach DECT-Standard in der Nähe des Bettes steige das Risiko für Hirntumore nicht. Ein Zusammenhang zwischen den Geräten und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei Erwachsenen sei nicht beobachtet worden.
Streit um gesundheitlichen Schaden von Handynutzung
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Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach einer großen Studie über Handystrahlung keine erhöhten Gesundheitsgefahren sieht, warnt die Europäische Umweltagentur (EEA) ausdrücklich vor Gesundheitsgefahren durch Handys. Laut BfS wurde die Studie geprüft. "Nach der ersten Prüfung weist sie klare wissenschaftliche Schwächen auf", sagte Bundesamtssprecher Florian Emrich. Der Bioinitiative-Report eines Forscherverbundes war in "Report Mainz" vorgestellt worden.
Handys strahlen in Deutschland und der Schweiz gleich
"Die Strahlenbelastung durch elektromagnetische Felder ist in der Schweiz mehr oder minder identisch mit der in Deutschland", sagt Rudolf Boll von der Bundesnetzagentur. Das ist nicht selbstverständlich: In der Alpenrepublik gilt ein 100-fach geringerer Höchstwert für die Strahlenbelastung. Hier fehlt der deutsche Antennenwald, dafür füllen Mikro-Antennen in Leuchtschildern, Telefonzellen-Dächern und Innenräumen die Lücken, die sich sonst für den Empfang ergäben.
Experten gehen dem Phänomen Elektrosensibilität nach
Eine wissenschaftliche Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mensch elektromagnetische Felder nicht wahrnehmen kann. Dabei haben Psychologen und Physiker in einem Blindversuch 48 "Elektrosensible" auf ihre Elektrosensibilität getestet. Normalerweise verändert sich beim Menschen bei jeder Reizung der Handschweiß und die Leitfähigkeit der Haut. Doch bei den Testpersonen gab es keinerlei Anzeichen dafür.
Keine erhöhte Krebsgefahr durch Nutzung von Handys
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Das Telefonieren mit dem Handy führt nicht zu einem höheren Risiko, an Krebs zu erkranken. Dies geht aus einer breit angelegten Studie aus Dänemark hervor, in der mehr als 400.000 Nutzer von Mobiltelefonen über mehrere Jahre untersucht wurden. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass der kurz- oder langfristige Gebrauch von Handys das Entstehen von Tumoren fördere, erklärten die Forscher vom Dänischen Institut für Krebs und Epidemiologie in Kopenhagen.
Internationale Studie gibt Entwarnung für Handy-Nutzer
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Selbst bei unsachgemäßem Gebrauch gefährden Handys nicht die Gesundheit. Auch in der Nähe von Mobilfunkbasisstationen und Antennenmasten ist kein erhöhtes Krankheitsrisiko erkennbar. Das ergab eine internationale Studie, über die die Mainzer Wissenschaftlerin Maria Blettner. Gleichwohl gebe es Menschen, die an scheinbar durch elektromagnetische Felder ausgelösten Beschwerden litten. Die Studie wurde laut Blettner in 13 Ländern nach genau festgelegten Kriterien durchgeführt.
Strahlung von UMTS-Antennen stört Wohlbefinden nicht
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Die Strahlung von Mobilfunkantennen der neuen Generation (UMTS) hat nach einer Schweizer Universitätsstudie keinen direkten negativen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden. Das berichteten die Universitäten Zürich und Bern. Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zu einer niederländischen Erhebung von 2003, die eine Verminderung des Wohlbefindens durch UMTS- Sendeantennen ergeben hatte. Daraufhin wurde auch in der Schweiz über die Höhe der Strahlengrenzwerte diskutiert.
Handystrahlung löst keine Gliom-Hirntumore aus
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Telefonieren mit einem Handy erhöht nicht das Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken. Mediziner der britischen Universität Leeds haben die Handy-Gewohnheiten von rund 1000 Patienten mit einem Gliom-Hirntumor analysiert.
Elektrosmog-Info für Laien in gut verständlicher Sprache
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Aachener Wissenschaftler haben eine Internet-Plattform zum Thema "Elektrosmog" mit laienverständlichen Informationen entwickelt. Kernstück ist eine Sammlung von 8000 Veröffentlichungen aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Bisher seien davon mehr als 1000 in allgemein verständliche Sprache "übersetzt", teilte die RWTH Aachen mit. Nicht-Fachleute sollen sich so ein eigenes Bild machen, ob die Angst vor gesundheitlichen Schäden berechtigt ist.
Aufregung um Studie zu Leukämierisiko durch Strom
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Eine Untersuchung eines möglichen Leukämierisikos für Kinder in der Nähe von Hochspannungsleitungen hat für Wirbel in den britischen Medien gesorgt. Forscher um Gerald Draper von der Universität Oxford hatten in Großbritannien 64 Fälle von Leukämie bei Kindern gezählt, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt näher als 200 Meter an einer Freileitung gemeldet waren. In einer entsprechenden Kontrollgruppe lebten 39 Kinder innerhalb derselben Distanz zu Hochspannungsleitungen.
Zusammenhang zwischen Hochspannung und Leukämie
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Wenn Kinder in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, dann könnte das wahrscheinlich doch ein erhöhtes Blutkrebsrisiko für sie bedeuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Studie von Wissenschaftlern der Universität Oxford. Sie haben die statistischen Angaben von 29.000 krebskranken Kindern über einen Zeitraum von 30 Jahren ausgewertet.
EU-Studie belegt Zell-Schäden durch Handy-Strahlung
Eine überwiegend von der Europäischen Union finanzierte Studie belegt nach Angaben der Forscher erstmals im Labor Schäden und Veränderungen von Genen durch Handystrahlung. "Im Laufe der Untersuchung stellte sich heraus, dass elektromagnetische Felder bei einer Reihe von Zellen Schädigungen bewirken", sagte der Koordinator der Studie, Prof. Franz Adlkofer. "Mit anderen Worten: Elekromagnetische Felder sind gentoxisch." Was dies für den Menschen bedeute, sei noch offen.
Studie: kein Anhaltspunkt für Elektrosensibilität
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Das Phänomen der Elektrosensibilität bleibt ein ungelöstes medizinisches Problem: Eine Studie der Universität Witten/Herdecke stellte mit einem neuen Verfahren keinen Einfluss von Magnetfeldern auf die Mikrozirkulation der Haut fest. Das Zentrum für Elektropathologie wollte mit der Untersuchung die Ursache von Problemen wie Kribbelgefühlen, Müdigkeit oder Schlafstörungen ergründen, die viele Menschen dem Einfluss elektrischer und magnetischer Felder zuschreiben.
Handys verursachen keine Krebstumore
Handy-Nutzer haben einer deutsch-dänischen Studie zufolge kein gesteigertes Risiko für gutartige Tumore am Hörnerv. Wie die Kopenhagener Gesellschaft zur Krebsbekämpfung mitteilte, wurden 106 an Akustikusneurinom erkrankte Menschen über zwei Jahre beobachtet und nach ihrer Nutzung von Mobiltelefonen befragt.
Achtung Strahlung!
Neue Untersuchungen beweisen, dass Handy-Strahlen mehr Wirkung auf unser Gehirn haben, als bisher angenommen. Forscher haben nachgewiesen, dass Handy-Strahlen die Blutströme im Gehirn beeinflussen. Weshalb, und ob dies gesundheitliche Risiken mit sich bringt, weiß man allerdings noch nicht. Laut der jüngsten Studie können Strahlungen der neuen UMTS-Handygeneration gesundheitliche Folgen haben.
Mobilfunkantennen: Erst planen, dann bauen
Johannes Kamp hat für die bayrische Gemeinde Gräfelfing ein maßgeschneidertes Mobilfunk-Konzept entwickelt: Per eines Funkausbreitungsmodell auf 3D-Basis kann er je nach Standort und Stärke der Antennen die sich ausbreitenden elektromagnetischen Felder visualisieren. Sein Ziel ist es, die Antennen aus den Wohnzonen zu entfernen.
Sende- und Funkanlagen per Internet abrufbar
Wer sich Sorgen um mögliche Gefahren durch Elektrosmog macht, kann nun Standorte und Messwerte von Mobilfunkmasten und Rundfunkanlagen im Internet abfragen. Bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikatin und Post (RegTP) ist eine Datenbank mit mehr als 52.000 Sende- und Funkanlagen sowie 4500 Messstationen für die elektromagnetische Strahlung abrufbar. Zum Auftakt jedoch war die Seite gleich überlastet - nach Auskunft der RegTP wegen Überlastung.
"Keine Strahlengefahr durch Mobilfunksender"
Die Strahlung von Mobilfunksendemasten bleibt einer neuen Studie des TÜV Nord zufolge weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Die Messwerte unterschritten in der Regel die von der Verbraucherzentrale NRW empfohlenen Vorsorgewerte, wie das von den Handynetzbetreibern gegründete Informationszentrum Mobilfunk mitteilte.
Angst schädlicher als Strahlung
Die Angst vor Mobilfunkantennen ist nach Expertenansicht gesundheitsschädlicher als die tatsächliche Strahlung. Das meint der Leiter des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltunverträglichkeit (FEMU) der Uniklinik Aachen. "Als eine Antenne auf dem Dach aufgestellt wurde, hatten Bewohner plötzlich Kopfschmerzen und konnten nicht schlafen. Aber da war die Antenne noch gar nicht angeschaltet", berichtet er.
Handystrahlung lässt Chromosomen brechen
"Wir haben in der Nähe eines Kurzwellensenders Chromosomenbrüche festgestellt, die durch einen Faraday-Käfig abgeschirmt werden konnten", so Prof. Michael Kundi, Umwelthygieniker an der Uni Wien. UKW-Strahlung kann also das Erbgut beschädigen.
Handys und Sender ohne messbaren Einfluss
Handys und Mobilfunkmasten haben einer französischen Studie zufolge zwar keinen messbaren Einfluss auf die Gesundheit, trotzdem sollten Handy-Nutzer nach Ansicht der Pariser Umweltgesundheits-Behörde AFSSE Vorsicht walten lassen.
Starkstrom lässt Weizen langsam wachsen
Direkt unter Strommasten ist der Ertrag von Weizen im Durchschnitt sieben Prozent geringer als üblich. Das haben österreichische Wissenschaftler aus Seibersdorf in einer Feldstudie herausgefunden. Fünf Jahre lang beobachteten sie Versuchsflächen mit einheitlicher Bodenqualität.
Mit der Elektrode in den Schlaf
Für die Wissenschaft - und für ihre Gesundheit - tun Ostfriesen wirklich viel. Einige von ihnen gingen jetzt sogar mit Elektroden ins Bett, um die Auswirkungen von Elektrosmog an sich messen zu lassen.
Untersuchung auf Elektrosmog-Wirkungen
Strahlung bei neuen Handys unnötig hoch
Anfälligkeit für Elektrosmog ist real
Smog aus der Steckdose
Natur hält Funkstrahlung ab
Holz gegen Handystrahlung
Augenkrebs durch Handy-Benutzung?

24.04.2003, zuletzt aktualisiert am 11.02.2009 / mp
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