Dokumente unverändert, aber ohne Kratzer und Risse
Bei der Deutschen Presse-Agentur wird das Archiv in Nullen und Einsen überführt
"Filmmaterial ist sehr, sehr empfindlich." Archivarin Ellen Hansmann weiß, wovon sie spricht: Im Archiv der Deutschen Presse-Agentur (dpa) lagern die drei Millionen Bilder, die ihre Fotografen seit 1948 geschossen haben. "Sie müssen das Filmmaterial trocken und lichtgeschützt aufbewahren, um Schäden an den Negativen zu vermeiden. Genauso die Dias. Die Prints, wenn sie dem Licht ausgesetzt werden, können verblassen und die Farbe verändern." Für die dpa heißt die Lösung: Digitalisieren.
Dabei werden noch Farbfehler, Risse, Staub und Kratzer im Computer entfernt. "Wir retuschieren lediglich Schmutz, Dreck und Zerstörungen", unterstreicht Dietmar Heinitz. "Von der Aussage des Bildes her dürfen wir nichts verändern."
Doch auch CD-ROMs halten maximal 30 Jahre - für Edith Thompson vom dpa-Bilderdienst ist das kein Problem: "Darum haben wir uns rechtzeitig gekümmert, dass wir die entsprechenden Technologien anschaffen werden: Wir haben uns 1995 ja schon dem digitalen Zeitalter gestellt, indem wir angefangen haben unsere Fotos zu digitalisieren und wir würden natürlich auch dafür Sorge tragen, uns zukünftigen Technologien zu stellen."
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11.02.2002, zuletzt aktualisiert am 20.01.2010 / mp
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