| Natur gegen Heuschnupfen | |||
| Heuschnupfen (2) | |||
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| Update vom 10.05.2006: Das Produkt ist nicht mehr auf dem Markt erhältlich. | |||
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Zumindest nicht mehr unter den Nebenwirkungen ihrer Medikamente sollen Heuschnupfen-Patienten leiden. Die neue Generation von Antihistaminika soll nicht mehr müde machen. Im Oktober kommt der High-tech-Wirkstoff E25 auf den Markt, der den Amoklauf des Immunsystems bereits im Ansatz stoppt. | ||
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Den Pollenalarm im Frühling hat Jörn Backhaus hinter sich: Nach vier Jahren Heuschnupfen kann er jetzt unbeschwert über jede Wiese laufen. Sein Geheimrezept ist ganz einfach: Ein neues Heuschnupfengel wird im Naseneingang verteilt. Das fängt die Pollen ganz ohne Nebenwirkungen ab.
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"Ich habe das Medikament ausprobiert", schildert er. "Das hat sofort gewirkt, ich hatte keine Beschwerden mehr, weder lief die Nase noch tränten die Augen. Wenn ich andere Medikamente nehme, helfen die eine Zeit auch. Allerdings werde ich nach einer guten halben Stunde sehr müde und würde lieber schlafen, als anderes zu machen." | ||
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Mit dem neuen Gel bleibt Jörn Backhaus fit - dafür hat Professor Rüdiger Gröning von der Uni Münster gesorgt. Für ihn keine leichte Aufgabe, denn damit das Gel die Pollen wirklich abfängt, muss seine Konsistenz exakt stimmen. Bisher brauchte man dazu Vaseline, doch die enthält Mineralöl und schadet dem Körper. Das neue Gel enthält statt dessen pflanzliche Stoffe wie Palm- und Kokosfett, denn schließlich nimmt der Körper alle Inhaltsstoffe über die Nasenschleimhaut auf.
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Rüdiger Gröning vom Institut für Pharmazeutische Technologie in Münster schildert das Problem: "Mineralöle werden im Körper dauerhaft eingelagert in den Zellen und können so langfristig Schäden hervorrufen." Das sei nicht der Fall bei den von ihm verwendeten Stoffen. "Wir haben Grundstoffe genommen für das Gel, die bioabbaubar sind, also die im Körper abgebaut werden können. Stoffe, wie sie auch bei der künstlichen Ernährung auch eingesetzt werden - Stoffe pflanzlichen Ursprungs." | ||
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Mit gel-beschichteten Papierstreifen testete Gröning, was das neue Mittel wirklich kann. Atmet der Proband Pollen ein, soll der Großteil am Naseneingang haften bleiben, also am Anfang des Teststreifens. Unter dem Mikroskop sieht der Wissenschaftler das Ergebnis: Die Pollen gelangen nicht bis zu den Schleimhäuten, sondern werden vorher aus der Atemluft gefiltert. Schon im Naseneingang bleiben sie auf dem Gel des Teststreifens haften und sammeln sich dort. Je tiefer der Streifen in die Nase reicht, desto weniger Pollen sind sichtbar.
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"Wir können bis zu 80 Prozent der Pollen herausfiltern", so Gröning. "Das Gel funktioniert so, dass sich im vorderen Bereich der Nase, in dem die Pollen herumgewirbelt werden, eine Schutzschicht befindet." Diese Schicht halte die Pollen fest und verhindert so den Weitertransport in die Nase - und damit die allergische Reaktion. | ||
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Allergien mit verträglichen pflanzlichen Mitteln will auch Dr. Uwe Juergens von der Uniklinik Bonn verhindern. Bei der Suche nach Behandlungsmethoden für Asthma-Patienten hat er ein altes Hausmittel neu entdeckt, das Eukalyptusöl. Das Öl aus den Blättern des Eukalyptusbaumes besteht zum Großteil aus dem Wirkstoff Cineol. Dieser Wirkstoff hemmt Atemwegsentzündungen und kann allergische Reaktionen der Schleimhäute unterdrücken. Bei Heuschnupfen ist er genauso wirksam wie bei Asthma.
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Auch Pollenallergiker können von starken Medikamenten auf das pflanzliche Mittel umsteigen, meint Jürgens. Das haben seine Testreihen mit Asthma-Patienten gezeigt. Dank der neuen Anwendung des Cineol konnten die Mediziner das Cortison immer weiter reduzieren. | ||
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Statt schwerer Nebenwirkungen wie Diabetes oder Gewichtszunahme, zwickt die Patienten nach dem Einnehmen der Eukalyptuskapseln höchstens mal der Magen. Ob Kapseln oder Gel - von den neuen Heuschnupfenmitteln könnten in Zukunft viele profitieren.
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Wie Jörn Backhaus sollte man sie aber erst einmal gewissenhaft testen, meint Rüdiger Gröning: "Wenn sie wirkliche schwere Allergien haben, und ihr Arzt hat ihnen Medikamente verschrieben, dann sollten Allergiker die auch weiter nehmen. Aber ich habe von einer ganzen Reihe von Patienten gehört, die auf ihre Medikamente verzichten konnten oder mit weniger ausgekommen sind." | ||
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01.06.2001, zuletzt aktualisiert am 10.05.2006
nano onlinemp |
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