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Nanopartikel geraten zielgenau im Krebsgeschwür des Patienten in Schwingung
Mit heißen Nanopartikeln gegen Krebs
Keine Heilung, aber Besserung in klinischer Studie
Mediziner um Dr. Andreas Jordan haben in einer klinischen Studie bei 66 Patienten Nanopartikel gegen Hirntumoren erfolgreich gestestet.
"Auf Basis dieses Studienergebnisses wurde eine europäische Zulassung ausgegeben", so Jordan. "Jetzt wollen wir schauen, ob sich die Ergebnisse der Studie auch in den Kliniken bewähren." Allerdings kann die Therapie den Krebs nicht endgültig heilen.

Teilchen erhitzen Tumoren durch Wechselfelder
Die Ärzte bringen winzige Eisenoxid-Teilchen in die Tumoren ein und bringen sie über schnell wechselnde Magnetfelder zum Schwingen, so dass sie sich erhitzen. Bei mehr als 70 Grad sterben die Krebszellen an den Folgen der Überhitzung - das gesunde Gewebe bleibt von dem Angriff unberührt. Das Eisen wird in einer Hülle aus Zuckermolekülen gespritzt. Da der schnell wachsende Tumor im Gegensatz zum umgebenden Gewebe stetig neue Nahrung braucht, nimmt nur er sie auf.

Die Partikel sind 1000 Mal kleiner als ein rotes Blutkörperchen und 10.000 Mal kleiner als eine Krebszelle. Weil durch ein Wechselfeld 100.000 mal in der Sekunde Plus- und Minuspol vertauscht werden, verändern die eisenhaltigen Nanoteilchen im Tumor ständig ihre Ausrichtung.

Glossar
Gliome (Glioblastome)
Gliome liegen im Stützgewebe des Gehirns. Ihre bösartigste Form, das Glioblastom, führt bei 50 Prozent der Patienten in Jahresfrist zum Tod.
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