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Die Farbenpracht beim Feuerwerk hat eine lange Tradition in der (Al-)Chemie
Feuerwerk
Mit Metallen und Schwarzpulver zu buntem Licht
Feuerwerkskörper bestehen meist aus einer Papphülle gefüllt mit einem Chemie-Cocktail. Sie enthalten das älteste Sprengmittel der Menschheit: Schwarzpulver.
Zusätze aus Barium- oder Strontiumsalz sorgen dafür, dass die bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnellen Raketen leuchtende Farben wie Grün oder Rot an den Himmel schreiben. Andere Zusätze erzeugen Funken-, Rauch-, Heul- und Knalleffekte.

Die Grundlage für die Pyrotechnik, das Schwarzpulver, wurde vor 1200 Jahren in China erfunden: eine Mischung aus Kohle, Schwefel und Salpeter. Auch heute noch ist China der weltweit größte Hersteller und Verbraucher von pyrotechnischen Artikeln. Dort gibt es unzählige, meist kleine Betriebe, die in Handarbeit Böller und Raketen herstellen. In den Hinterhoffabriken kommt es immer wieder zu Unfällen und Explosionen. Zu den wichtigsten Exportkunden gehören nach Japan, Deutschland, die USA und die Niederlande.

In Deutschland unterliegen Herstellung und Handel strengen Vorschriften. Für Prüfung und Zulassung ist nach dem Sprengstoffgesetz die Bundesanstalt für Materialforschung und - prüfung (BAM) in Berlin zuständig. Die Knallkörper werden in zwei Klassen eingeteilt: Die weniger gefährlichen Feuerwerkskörper der Klasse eins dürfen maximal drei Gramm Schwarzpulver enthalten. Sie dürfen das ganze Jahr auch an Kinder verkauft werden. Knallkörper der Klasse zwei dürfen höchstens 50 Gramm Schwarzpulver enthalten und nur an Silvester an Erwachsene verkauft werden.

Erstmals hatten arabische Reisende im 14. Jahrhundert das Feuerwerk nach Europa gebracht, das in den darauf folgenden Jahrhunderten oft Höhepunkt von höfischen pompösen Festen war. Und auch heutzutage schmücken sich Jahrmärkte, Open-Air-Konzerte und Party-Veranstaltungen gern mit knallenden, schmauchenden und leuchtenden Feuerwerken.

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Wissenschaft im Alltag
"Wie kommt ein Feuerwerk zu seinen Farben - und wer hat es erfunden?" (Frage von Matthias Leber, Basel) Mehr Wissenschaft im Alltag gibt es in unserer Rubrik "aha".
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