Die Spiegeltherapie setzt auf eine starke visuelle Stimulation zur Bewegungsförderung: Der Patient erledigt mit dem gesunden Arm Aufgaben an einem Tisch, wie etwa Murmeln von einem Gefäß ins andere legen. Dabei betrachtet er sich in einem Spiegel, der direkt vor seinem Oberkörper steht. So entsteht eine optische Täuschung: Der Patient gewinnt den Eindruck, er bewege seinen gelähmten Arm. Diese Illusion scheint bestimmte Hirnareale zu aktivieren, die einen positiven Einfluss auf die Rehabilitation haben. Selbst zehn bis 15 Jahre nach einem Schlaganfall konnte in Untersuchungen gezeigt werden, dass sich Hirngebiete aktivieren lassen.