Makaken liefern Hinweise, um das menschlichen Gehirn zu erforschen
Die seit zehn Jahren laufenden Tierexperimente Kreiters seien reine Grundlagenforschung ohne praktische Ergebnisse für Medizin und Therapie, kritisierte der Münchner Biologe Roman Kolar bei einer Veranstaltung des Deutschen Tierschutzbundes 2008. Damit sei diese Forschung ethisch nicht vertretbar. "Die Frage, die wir zu prüfen haben, ist, ob vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Gewichtigkeit der Fragestellung das Leid, das den Tieren dabei zugefügt wird, im Rahmen des Versuchsaufbaus vertretbar ist oder nicht", erklärt Hermann Schulte-Sasse vom Bremer Staatsrat. "Wir kommen zu dem Ergebnis, dass die Belastung der Tiere vor dem Hintergrund der Fragestellung zu hoch ist." Die Universität betonte, dass alle Anforderungen nach dem Tierschutzgesetz erfüllt seien. "Wir versuchen, die Belastung für die Tiere so gering wie möglich zu halten", erklärte hingegen der Hirnforscher Andreas Kreiter.