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Der Zustand des Atommülls in Asse soll überprüft und Fässer entfernt werden
Schwierige Prognosen
Geologen berechnen Unwägbarkeiten des Gesteins
Exakte Prognosen für Endlager seien schwierig zu treffen, meint der Geologe Dr. Detlef Appel von der Uni Hannover.
Es handele sich jedoch nicht um exakte Prognosen, sondern um eine Art "Wettervorhersage". Diese beziehe sich auf einem längeren Zeitmaßstab. "Ein Prognosezeitraum von einer Million Jahre ist gemessen an einer Entwicklungsgeschichte von bis zu 250 Millionen Jahren relativ kurz."


"Für Endlager ist kein Gestein besonders geeignet"
Brennstäbe Video
Angst vor geologischen Unwägbarkeiten
Für die Endlagerung von Atommüll gibt es nach einem Abschlussgutachten des Bundesamtes für Strahlenschutz von 2005 kein besonders geeignetes Gestein. Nach Angaben des Bundesamtes ist wichtigstes Ergebnis des zwölf Einzelstudien zusammenfassenden "Syntheseberichts", dass kein zur Endlagerung geeignetes Gestein wie Salz, Ton und Granit dem anderen vorzuziehen sei. Der bestmögliche Endlagerstandort sei daher nur auf Grundlage eines Vergleichs konkreter Standorte mit unterschiedlichen Wirtsgesteinen zu ermitteln. Salz habe etwa in einigen Teilaspekten leichte Vorteile, so bei der Berechnung geochemischer Prozesse im Endlager und der Vermeidung atomarer Kettenreaktionen.




Deutschland setzt auf Salz und untersucht Gorleben
Männer mit Helm
Forscher beobachten Gorleben nach wie vor
In Deutschland setzte man bislang vor allem auf Salz. Doch gerade das Salz, das den Atommüll sichern sollte, wurde dem radioaktiven Abfall in Asse zum Verhängnis. Eine künstliche Salzmischung soll ein Endlager verschließen, indem es steinhart wird wie das Salz drumerhum. Doch das Salz ist wasserlöslich - und Wasser drang in Asse ein. Jetzt ist die Asse einsturzgefährdet. Auf seine Eignung als Endlager für hochaktiven Atommüll wird seit 1979 der Salzstock in Gorleben erkundet. Wegen Zweifeln an seiner Tauglichkeit verhängte die damalige rot-grüne Bundesregierung aber 2000 ein Moratorium. Die schwarz-gelbe Regierung hat im September 2010 die Wiederaufnahme der Erkundung vereinbart, sie soll zum 1. Oktober 2010 starten. Im Zuge der weiteren Erkundung wird mit einer Erhöhung der Kosten auf drei Milliarden Euro gerechnet.



Die Schweiz prüft Endlagermöglichkeiten in Ton
Tonwand
Die Schweiz will in Ton Atommüll lagern
In der Schweiz gibt es dagegen gar keine Salzvorkommen. "Man muss damit leben, was man hat", sagt der Schweizer Physiker Michael Aebersold. Letztendlich seien Eigenschaften wie die Standfestigkeit der Deckgebirge wichtiger als die Gesteinsart. Im Schweizer Felslabor Mont Terri forschen Wissenschaftler an einem Endlager aus Ton, da die Schweiz keine geeigneten Salz- oder Granitvorkommen hat. Ton ist zwar nicht wasserlöslich, aber auch nicht so dicht wie Salz. "Das größte Risiko ist meiner Ansicht nach der Mensch", sagt Paul Bossart vom Mont-Terri-Projekt.


Asse
Ein paar Fässer zu viel
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Endlager Gorleben
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