2050 zwölf Prozent der Energie Berlins von der Sonne
Derzeit liegt der Anteil von Strom und Wärme zusammen unter einem Prozent
Zwölf Prozent des für 2050 prognostizierten Wärmeenergiebedarfs Berlins könnte durch Solarenergie gedeckt werden, hat eine Studie im Auftrag des Berliner Senats gezeigt. Neun Prozent könnte die Sonne zur Stromversorgung beitragen. Derzeit liegt der Anteil von Strom und Wärme zusammen unter einem Prozent. Berlin hat 360.000 Häuser, auf die die Sonne 1600 Stunden im Jahr scheint. Für ihre Studien haben die Wissenschaftler nicht nur geprüft, wie das Dach zur Sonne ausgerichtet ist.
Sie mussten auch analysieren, wie die Schatten fallen oder ob ein Haus unter Denkmalschutz steht, sondern auch, ob Solaranlagen sich dort leicht installieren lassen. Viele Mietshäuser der Jahrhundertwende gehören Eigentümergemeinschaften. Dies bedeutete zähe Entscheidungsprozesse, so dass der Berliner Senat ihr Solarpotenzial als "niedrig" bewertet hat.
Viele Eigenheimbesitzer scheuen die hohen Investitionskosten für Solaranlagen, so dass sie nur die Einstufung "mittel" bekommen, obwohl ihre Dächer gut geeignet wären. Fernwärme versorgt dagegen viele Wohnhäuser aus den 1970er Jahren, so dass sich hier leicht Solarstromanlagen installieren ließen.
Der Berliner Senat sieht neue Gewerbebauten als gut geeignet an: Solarelemente werden in der Planung berücksichtigt, so dass ein Gebäude seinen gesamten Energiebedarf aus Solarenergie gewinnen könnte. Solarkollektoren produzieren Strom und Wärme, große Fenster und Wintergärten lassen ebenfalls Licht und Wärme hinein. Wärmepumpen und Techniken, Energie zurückzugewinnen, kommen in der Planung hinzu.

Neue Energien braucht das Land - den Mix
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"Solare Flächenpotenziale" von der Berliner Stadtentwicklung

05.03.2008 / mp
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