Wissenschaftler wollen Roboter das Lernen lehren
Maschinen sollen von den Industriehallen in kleine und mittlere Betriebe kommen
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Seit 2005 arbeiten in "SMErobot" europäische Roboterhersteller, Systemintegratoren, Forschungsinstitute und Partner aus der Industrie-Informationstechnik daran, Roboter in kleine und mittelständische Unternehmen einzuführen. Module sollen erreichen, dass die Roboter leicht erlernbare Befehle verstehen, so sicher arbeiten, dass sie ihren Arbeitsplatz mit menschlichen Kollegen teilen und in drei Tagen installiert werden können. Dazu müssen sie sehr flexibel sein, so Dr. Eberhard Kroth von "Reis Robotics".
Ein Roboter kann bereits ein handgefertigtes Muster erkennen und lernt so es herzustellen. Die Roboter haben "Schutzräume" - sobald etwas in diese hineingerät, stoppen sie mit ihrer Arbeit. "Das wird keine Arbeitsplätze vernichten", meint Stahl- und Maschinenbauer Paul Treffler, "es wird im Gegenteil Arbeitsplätze schaffen. Er wird auch junge Leute beflügeln, in die Metallbranche einzusteigen."
Roboter passen auf, einen Menschen nicht zu verletzen
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"Ziel der aktuellen Entwicklung ist es, den dummen Industrieroboter so sensibel zu machen, dass er mit Menschen zusammenarbeiten kann." sagt der Bayreuther Robotiker Prof. Dominik Henrich. "Wir mussten versuchen, den Maschinen Rücksichtnahme beizubringen." Kommt ein Mensch den Maschinen zu nahe, verlangsamen sie ihre Arbeit, ist er allzu dicht, stoppen sie mit ihrer Arbeit, um den Menschen nicht zu verletzen. "Die Modelle von übermorgen werden fragen, ob Sie mitarbeiten wollen", scherzt er.
"Und die werden wissen, wie unberechenbar Menschen sich verhalten können und sich darauf einstellen." Eine Batterie von Kameras gibt der Maschine ein dreidimensionales Sichtfeld. "Derzeit sind Automatikanteile strikt getrennt von den manuellen Anteilen", schildert Henrich.
"Einerseits ist dadurch die Sicherheit gewährleistet, andererseits können Mensch und Roboter ihre Vorteile nicht ausspielen: Der Roboter ist stark, präzise, ausdauernd und relativ unempfindlich; der Mensch hat Überblick und kann auf Fehlersituationen reagieren. Um diese Vorteile zu vereinen, müssen Mensch und Roboter näher zusammenrücken." Informatiker der Uni Darmstadt und Biologen der Universität des Saarlands haben einen Arbeitsroboter mit flexiblem, bionischen Arm entwickelt, der nachgibt, wenn ein Mensch ihn berührt. "Der Arm weicht einfach zurück und setzt danach seine Arbeit fort", schildert Prof. Bernhard Möhl von der Universität des Saarlands.
"Trotzdem kann das System genau so präzise arbeiten wie ein herkömmlicher Roboter." Eine spezielle Steuerungssoftware verhindert, dass der Arm schwingt, wenn die Maschine arbeitet. "Man kann das nicht für schwere Sachen gebrauchen, aber für leichte Manipulationen ist so etwas sehr gut geeignet."


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Künstliche Menschen:
zu Lande
zu Wasser
in der Luft
im Weltraum
beim Fußball
am Bau und in der Fabrik

Das Bayreuther Projekt "Simero"
"Bionische Manipulatoren zur Erschließung neuer Anwendungen der Automatisierungstechnik" im Verbundprojekt "Biorob"

21.01.2008, zuletzt aktualisiert am 07.01.2009 / mp
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