In der "Villa Störtebeker" gegen die Sucht nach Alkohol
Kneipenwirte werben ihre Jugendlichen Kunden mit "Saufen bis der Arzt kommt"
In der Berliner "Villa Störtebeker" leben suchtgefährdete und alkoholkranke Jugendliche zwischen 14 und 21. Viele Bewohner dort sind aufgrund ihrer Süchte bereits mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Meist kommen sie nicht freiwillig in die Villa Störtebeker, sondern haben nur noch die Wahl zwischen Gefängnis oder begleitetem Entzug. Die Bedingung für eine Therapie in der Villa ist, dass die Jugendlichen bereit sein müssen, auf den Konsum von Suchtmitteln zu verzichten.
Zudem müssen sie ihre schulischen und beruflichen Perspektive verändern wollen. In der therapeutischen Einrichtung herrscht Strenge und Betreuung rund um die Uhr. Nur wer die Probezeit von einem Monat ohne Rückfall besteht, darf die Villa unbegleitet verlassen.
Wie auch die Erfahrungen gezeigt haben, sind die Flatrate-Partys für die Jugendlichen besonders gefährlich. Einmal pauschal zu zahlen und dafür so viel wie möglich zu trinken, ist besonders für Jugendliche verführerisch, die knapp bei Kasse sind.

C2H5OH: Alkohol macht froh, aber wird bald zum Gift

13.06.2007, zuletzt aktualisiert am 13.06.2008 / mm
zurück Seitenanfang Druckversion Artikel versenden 3sat / nano [E-Mail]