Jeder vierte Unfall auf deutschen Straßen geht nach Einschätzung von Experten auf Sekundenschlaf zurück. Gefährdet sind vor allem Berufskraftfahrer, Autofahrer nach langem Dienst und Pendler, junge Erwachsene nach durchwachter Nacht und Menschen mit krankheitsbedingter Schläfrigkeit. Beim Sekundenschlaf wird die Gehirnaktivität in Sekunden-Bruchteilen heruntergefahren und das Auto ist bis zu fünf Sekunden führerlos. Begleitet wird er von starren Augen, Kopfnicken, verlängertem Lidschluss und Tunnelblick. Gefährlich ist dieses Phänomen vor allem, weil der Autofahrer mit fortschreitender Müdigkeit seine Tauglichkeit zum Fortsetzen der Fahrt immer schlechter beurteilen kann.