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Andy Loslebens hypnotischer Blick reicht nicht aus, Menschen zu bannen
Man weiß nicht wie
Foscher streiten um den Mechanismus der Hypnose
Dass eine Hypnose funktioniert, hat nano-Reporterin Andy Losleben herausgefunden - nur nicht, warum und wie sie im Gehirn wirkt.
"Man kann Hypnose im Gehirn sehen", sagt Werner Eberwein von der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie. "Nur wie Hypnose funktioniert, ist hirnphysiologisch nicht erklärbar." Von Blitzhypnose hält er jedoch nichts. Eine Person "ist für meinen Begriff nicht hypnotisiert, sondern im Zustand der Überwältigungsstarre und dadurch in einen Zustand der Hilflosigkeit gebracht. Ich finde das entwürdigend."

"Gehört in die Hände qualifizierter Therapeuten"
Mediziner warnen vor Hypnose zu reinen Show-Zwecken. Bei sensiblen Menschen könne eine nicht sachgemäße Hypnose Depressionen und Ängste hervorrufen, teilte die Deutsche Gesellschaft für Hypnose 2003 mit. "Hypnose ist ein wirksames Behandlungsverfahren und als solches gehört sie nur in die Hände qualifizierter Therapeuten." Show-Magier schadeten dem Ansehen der medizinisch "hochwirksamen und seriösen" Methode und hielten Patienten von einer Hypnose ab, denen diese helfen könnte. Die Anwendung in der Medizin reicht von der Rauch-Entwöhnung über die Linderung von Schmerzen bis zur Therapie von Ängsten. "Es geht dabei nicht darum, den Patienten zu manipulieren", betont die Gesellschaft, "sondern ihm Möglichkeiten zu eröffnen, latente Fähigkeiten nutzbar zu machen."

Wenn die Hyponotisierten ihre Kindheit wieder erlebten, könnten im Trance-Zustand traumatisierende Erinnerungen - beispielsweise an eine Misshandlung - wach gerufen werden. Mit diesen Emotionen werde der Betroffene dann alleine gelassen, weil der Magier mangels Ausbildung nicht damit umzugehen wisse. Unseriös sei auch der rasche Wechsel zwischen Trance und Wachzustand per Fingerschnippen; Mediziner oder Psychologen wecken den Patienten über Minuten hinweg langsam auf.

Selbsthypnose vermindert die Schmerzen
Unter Hypnose ist der größte Teil des Gehirns abgeschaltet, hat Prof. Giselher Guttmann vom Allgemeinen Krankenhaus Wien 2000 gezeigt - auch die Bereiche, die Schmerz empfinden. Diesen Zustand könne man auch per Meditation erreichen. Patienten mit chronischen Schmerzen können ihre Leiden durch Selbsthypnose lindern und zugleich den Bedarf an Schmerzmitteln senken, hat der Göttinger Psychologe Stefan Jacobs 2003 bestätigt. Die Fähigkeit zur Selbsthypnose könnten sich die Patienten mit Hilfe geschulter Therapeuten aneignen.

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