Spitzbergen erinnert die Forscher an den Roten Planeten
Im Gestein auf der Insel gibt es Kohlenstoff-Einschlüsse, die an den Mars erinnern
Die Geochemikerin Marilyn Fogel, der Astrobiologe Andrew Steele und mehr als 30 weitere Wissenschaftler versuchen im Projekt "Amase" auf Spitzbergen Hinweise auf Leben auf dem Mars zu finden. Kugelförmige Kohlenstoff-Einschlüsse im Gestein dort ähneln denen, wie man sie vom Mars kennt - auf Erden allerdings sind sie sicher vulkanischen Ursprungs. Steele hofft, mit dem Gestein vom Mars den Ursprung des Lebens auch auf unserem Planeten klären zu können.
"Die einzigen Felsen, die alt genug sind, dass sie Informationen über die frühe Entwicklung unseres Sonnensystems enthalten können, gibt es wahrscheinlich auf dem Mars. Die Felsen dort sind sehr viel älter als auf der Erde." Auch die Oldenburger Mikrobiologin Anna Gorbushina meint: Wenn wir außerirdisches Leben entdecken, dann werden es wohl Mikroben sein."
Die wahrscheinlichste Form außerirdischen Lebens sieht so aus wie die wahrscheinlichste Form irdischen Daseins: Mikroben können in den heißesten und kältesten Wüsten existieren. "Ihre Anwesenheit macht uns Mut, dass die Suche nach dem Leben auch auf den anderen Planeten auf der mikroskopischen Ebene weitergeführt werden kann."
Mikroben stellen 90 Prozent der irdischen Biomasse. "Man muss aber dabei beachten, dass man das Leben nicht in der Größe eines Elefanten sucht, sondern in der Größe eines Bakteriums oder einer Archaee, die wirklich sehr klein sind und auf der Erde in unwirtlichen Habitaten sehr zahlreich und vielfältig vorkommen."

Samstag, 8. Dezember 2007, 17.20 Uhr



"wissen aktuell": neue Projekte zur Mars-Erforschung


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21.12.2006, zuletzt aktualisiert am 23.08.2007 / mp
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