Das Biosiegel für Fische stellt hohe Anforderungen an Betriebe
Nachhaltiger Fisch
Aufzucht in Biofarmen und geregelter Fang
Das Siegel des "Marine Stewardship Council" (MSC) für fairen Fisch setzt sich durch, obwohl es hohe Anforderungen an Fischzüchter stellt.


Pflanzen machen Fisch aus Bio-Fischfarmen teuer
Jeder dritte Fisch kommt aus einer Fischfarm
30 Prozent des verkauften Speisefisches kommt heute bereits aus Fischfarmen. Da die Aufzucht auch mehr Raum benötigt, ist ein Fisch aus der Biofarm so teuer wie echter Wildlachs. Dafür belastet seine Aufzucht die Gewässer nicht und bedroht auch nicht die Bestände. Pflanzenprodukte aus ökologischem Anbau sind das - teure - Futter. Wird der Fisch nach MSC gefangen, so geschieht das mit der Langleinen-Fischerei, die dem Meer nicht mehr Fische entnimmt, als nachwachsen. Auch müssen die Kapitäne anhand des Logbuchs und per Stichproben-Kontrollen nachweisen, dass sie nicht in bedrohten Beständen gefischt haben. Allerdings kann man den Fisch noch nicht so zurückverfolgen wie Fleisch, weil er nicht sein ganzes Leben in Betrieben zugebracht hat und auch keine Markierung trägt wie Kühe.

  • Das Ökosiegel MSC bekommen Fische, die vom "Marine Stewardship Council" zertifiziert wurden. Dieser Rat hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fischbestände weltweit zu sichern.
  • Fischereibiologen vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel haben zudem ein Lineal entwickelt, auf dem die Mindestgrößen - und damit das Alter - für beliebte Speisefische eingetragen ist. Es wird über die Hamburger Verbraucherzentrale vertrieben.
  • Zusätzlich können Kunden die Fangmethode im Internet sehen. Hier steht, welcher Fisch gefangen wurde, ohne den Bestand zu gefährden. Dabei wird zwischen Fanggebieten unterschieden.

Info
Das "Fisch-O-Meter" ist kostenlos, die Versandkosten betragen zwei Euro: Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg
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