Biomasse im Fokus
Organische Substanzen werden in Biomasseanlagen zu Strom verbrannt
Energie aus Gülle und Co
Mit Biomasse lässt sich Wärme und Strom gewinnen
Biomasse ist umstritten: Sie kann Krankheiten etwa der Atemwege verursachen, ihre Nutzung wird aber auch als Zukunftstechnik geschätzt.
Strom aus Holz lohnt sich
Biomasse und damit Energie aus Holz lohnen sich, wenn der Boden keine Lebensmittel hervorbringen kann und die Transportwege kurz sind.
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Methan aus Gülle macht aus Mist elektrischen Strom
Peter Vergossen und Jörg Stegemann verwandeln Gülle in Strom. Dazu trennt ein perforiertes Kunststoffband Kot und Urin, so dass der Kot vergleichsweise unaufwändig zu Brennpellets getrocknet werden kann. Eine Entgasungsanlage gewinnt aus der Biomasse Methan, das innerhalb der Anlage verbrannt wird. Das entstehende Rauchgas hat eine Temperatur von 1100 Grad Celsius. Damit enthält die Abluft keine gefährlichen Schadstoffe. Das Rauchgas treibt einen Stirling-Motor.
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Mülldeponien sollen die Umwelt entlasten
"Setzte man Abfall optimal ein, um Energie zu erzeugen, könnten fünf Prozent des deutschen Strombedarfs aus Abfall gedeckt werden", sagt Umweltingenieurin Doris Schüler vom Ökoinstitut Darmstadt. "Deutschland hat sich im Kyoto-Protokoll der Abfallwirtschaft einen Beitrag von zehn Prozent der Kohlendioxid-Reduktion zugeordnet." Bis 2020 will die Bundesrepublik deshalb die Deponien schließen und möglichst alle Abfälle wiederverwerten und energetisch nutzen.
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Gerste liefert in Österreich Fernwärme
Die kleine Gemeinde Nappersdorf-Kammersdorf im Weinviertel im nördlichen Niederösterreich deckt ihren Energiebedarf, indem sie Gerste verheizt und die Fernwärme den Bewohnern zukommen lässt. In Deutschland braucht man dafür bisher noch eine Ausnahmegenehmigung, weil Getreide als Regelbrennstoff nicht zugelassen ist. Und die haben Experten zufolge zum großen Teil nur Landwirte. Umweltfreundlich sei Getreide zudem in der Regel, sagen die Experten.
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Biogas könnte russisches Erdgas komplett ersetzen
Biogas könnte die russischen Erdgasimporte vollständig ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine bisher unveröffentlichte Studie des Leipziger Instituts für Energetik und Umwelt, die dem ZDF-Magazin "Frontal 21" vorliegt. Der europäische Erdgasverbrauch könne bis 2020 mit Biogas gedeckt werden, berichtete das Magazin. Die Forscher schlagen vor, spezielle Mais-Züchtungen mit viel Biomasse entlang europäischer Erdgas-Pipelines anzubauen, so dass das Gas ohne großen Aufwand eingespeist werden könnte.
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Markus Antonietti kocht Kohle aus organischem Müll
Markus Antonietti, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, hat ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich pflanzliche Biomasse ohne Umwege und komplizierte Zwischenschritte weitgehend vollständig in Kohlenstoff und Wasser umarbeiten lässt. Die hydrothermale Karbonisierung könnte eine einfache Lösung zum Umgang mit dem Kohlendioxid-Problem darstellen. Der Professor brauchte drei Jahre, um der Natur ihr Geheimnis zu entlocken.
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Strom und Wärme aus Holz, Laub, Gülle und mehr
Die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2000 mehr als verfünffacht. Nach Angaben des Leipziger Instituts für Energetik und Umwelt (IE) waren 2005 in Deutschland 3500 Biomassen-Anlagen in Betrieb, 44 Prozent mehr als 2004. Sie produzierten elf Terawattstunden Strom. Das entspricht zwei Prozent der deutschen Stromerzeugung. Die Strom- und Wärmegewinnung aus Biomasse ruht auf drei Säulen.
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Erstes deutsches Dorf versorgt sich mit Energie
Das Dorf Jühnde in Südniedersachsen produziert als erster Ort in Deutschland seine gesamte Energie selbst aus Biomasse. Angesichts der hohen Preise für Öl und Gas können sich die Jühnder freuen: Ihre Heizkosten orientieren sich am Heizölpreis von 2002: Pro Liter 35 Cent. Den Anstieg der Energiepreise nimmt Bürgermeister August Brandenburg gelassen zur Kenntnis: "Das war abzusehen", sagt der 75-Jährige. Dennoch bestätigen die hohen Preise die Entscheidung, sich selbst mit Energie zu versorgen.
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Neue Energie fürs Land
Die einen verheißen der Atomenergie nach wie vor eine Zukunft, andere propagieren Strom aus Wind, Solarenergie oder Geothermie.
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