Exoplaneten
Planeten, die um eine entfernte Sonne kreisen
Astronomen entdecken mehr und mehr Welten
Die Sensation schlug vor einem Jahrzehnt ein: Die Astrophysiker Michel Mayor und Didier Queloz vom Genfer Observatorium verkündeten, den ersten Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt zu haben.
Jeder sechste Stern hat ein Planetensystem
Jeder sechste Stern in der Milchstraße hat wohl ein Planetensystem, das mit unserem vergleichbar ist. Das schließt ein Team um den Astronomen Scott Gaudi der "Ohio State University"aus den Beobachtungen von vier Jahren.
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Gliese 581: ein bisschen Erde, nur mehr Masse
"Dass wir den ersten erdähnlichen Exoplaneten gefunden haben, hätten wir uns sicher nie träumen lassen", sagt der Genfer Astrophysiker Michel Mayor. Der Heimatstern der "Super-Erde" ist der Rote Zwerg Gliese 581.
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Forscher suchen im All nach einer zweiten Erde
"Wir können bis jetzt sagen, dass wir noch keine zweite Erde gefunden haben", sagt Norbert Junkers vom Team des Radioteleskops Effelsberg. "Es mag sein, dass man mit verbesserter Messtechnik entdeckt, doch wird das in Entfernungen sein, in die wir nicht einfach fahren können." Astronomen haben bisher 300 Exoplaneten entdeckt. Einer davon hat die anderthalbfache Größe der Erde und könnte durchaus erträgliche Temperaturen besitzen - wenn auch die fünffache Masse.
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"Ich glaube an Leben auf anderen Planeten"
"Ich glaube, dass es auf anderen Planeten Leben gibt, wenn auch eher als einfache Einzeller wie die Archaea, die wir von der Erde kennen", sagt Elke Rabbow vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
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"Wir erwarten, dass viele Planeten Leben tragen"
"Die Erde ist nur ein Planet von vielen, so dass man erwarten kann, dass auch auf anderen Planeten Bedingungen wie auf der Erde herrschen", meint Dr. Christine Bounama vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Zusammen mit Prof. Siegfried Franck hat sie simuliert, was Leben um eine andere Sonne erlaubt. Landmassen, Ozeane und Atmosphäre des virtuellen Planeten wechselwirken; so setzen verwitterndes Gestein und Vulkane Kohlendioxid frei, was das Klima stabilisiert.
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Weltraumteleskop Kepler sucht nach zweiter Erde
"Unsere Mission ist der erste Schritt in Richtung einer Antwort auf die Frage, die sich bereits die alten Griechen stellten", beschreibt die US-Weltraumbehörde Nasa die "Kepler"-Mission, "gibt es andere Welten als unsere - oder sind wir allein?" Mindestens dreieinhalb Jahr lang soll die Sonde in unserer Milchstraße 100.000 Sterne, die unserer Sonne ähnlich sind, ins technische Auge fassen und nach in deren Umfeld nach Planeten absuchen, die Ähnlichkeit mit der Erde haben könnten.
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Die Armbrust simuliert, wie Staub Planeten formt
"Mit einer Armbrust bekommt man es hin" - so beschreibt der Münsteraner Physiker Gerhard Wurm seine Forschung danach, wie Planeten entstehen. "Wir bringen über Laborexperimen ein wenig Realität in die Computersimulationen. Die Ergebnisse kann man wieder in die Modelle einbringen und diese realistischer gestalten." Sie schießen Staubprojektile in einer Vakuumkammer mit bis zu 100 Metern pro Sekunde auf einen größeren Staubklumpen und beobachten, ob und wie ein Wachstum des Staubaggregats stattfindet.
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Astronomen zeigen Pionieraufnahmen von Planeten
Dem Astronomenteam um Christian Marois vom kanadischen Forschungsrat ist es im November 2008 gelungen, erstmals ein System mehrerer Planeten bei einem anderen Stern abzulichten. Drei Exoplaneten fand es auf seiner Infrarot-Aufnahme bei der 130 Lichtjahre entfernten Sonne HR 8799 im Sternbild Pegasus. Mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop schossen Astronomen um Paul Kalas von der Universität von Kalifornien im gleichen Zeitraum das erste Foto eines Exoplaneten im sichtbaren Licht.
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Es gibt mehr Planeten im All als angenommen
Es gibt im Weltraum mehr Planeten, als Forscher bisher dachten. Bis zu 60 Prozent der Sterne werden von Planeten umkreist, vermutet Michael Meyer, Astronom an der "University of Arizona". Scott Gaudi hat mit seinem Team von der "Ohio State University" sogar ein kleines Abbild unseres eigenen Sonnensystems gefunden - mit kleineren Versionen von Jupiter und Saturn. Nasa-Astronomen vermuten in den Tiefen unseres Planetensystems dutzende Gesteinsbrocken von der Größe eines Planeten.
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07.10.2005, zuletzt aktualisiert am 10.07.2009 / mp