Schwerpunkt Alkohol
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OH: Alkohol kann schnell zur Sucht führen
Ethanol wirkt am Belohnungszentrum
Die erste Reaktion ist angenehm: Unsere Gefäße erweitern sich, der Kreislauf wird angeregt, wir fühlen uns fit. Doch irgendwann schlägt Ethanol in das Gegenteil um.
Schaden für das Kind
"Alkohol schädigt das Gehirn von der ersten Woche bis zur Geburt", betont der Kinderarzt Prof. Hans-Ludwig Spohr von der Berliner Charité.
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Alkohol schadet jährlich 10.000 deutschen Babys
Alkohol schädigt jedes Jahr 10.000 Neugeborene in Deutschland. 4000 davon leiden unter voll ausgebildetem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung des Kindes.
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Mitmach-Parcours gegen Alkohol
Im Mitmachparcours "Volle Pulle Leben - auch ohne Alkohol" treten Schülerteams in einem spielerischen Wettkampf gegeneinander an, beantworten Wissensfragen, sprechen über eigene Erfahrungen und lernen dabei viel über Risiko, Suchtgefahren und Wirkungen von Alkoholkonsum. "Wir wollen einen vernünftigen Umgang mit Alkohol erzeugen ohne Abschreckung, sondern mit Aufklärung, die die Jugendlichen da abholt, wo sie sind", sagt Holger Hönck vom Berliner Verein "Karuna".
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Alarmierend hoher Alkoholkonsum bei Jugendlichen
Koma-Trinken gehört bei immer mehr Jugendlichen in Deutschland zum Alltag. Mehr als 23.000 Kinder wurden vergangenes Jahr teils bewusstlos betrunken ins Krankenhaus gebracht - so viele wie nie zuvor, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) am 4. Mai 2009 in Berlin bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts. Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen seien 2008 mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen, berichtete Bätzing weiter.
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Mannheimer testen Mittel gegen Alkoholsucht
Forscher um Prof. Rainer Spanagel vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit erproben eine neue Substanz, um die Rückfallquote bei Alkoholsucht zu verringern: "Wir haben in unserem Tiermodell festgestellt, dass dieses Medikament den Alkoholrückfall sehr wirkungsvoll verhindern kann. Das Besondere an dieser Substanz ist, dass wir eigentlich diese Substanz ein bis zwei Tage lang geben müssen und dann einen langanhaltenden Effekt haben." Dies kenne man von anderen Substanzen nicht.
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Alkohol aktiviert bei Abhängigen andere Areale
Wenn Alkoholiker Wein oder Bier riechen, werden in ihrem Gehirn ganz andere Regionen aktiviert als bei gesunden Menschen. Dies erklärt den "Suchtdruck", unter dem selbst trockene Alkoholiker auch nach langwierigen Entzugsbehandlungen noch leiden, wie Forscher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde herausfanden. Eine zusätzliche Verhaltenstherapie könne hier Abhilfe schaffen, so die Wissenschaftler.
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Therapie für suchtkranke Mütter und deren Kinder
Die Klinik Tiefental in Saarbrücken bietet ein Therapieprogramm für suchtkranke Mütter, die einen Entzug hinter sich haben, und deren Kinder. Die Ärzte wollen vor allem die Frauen im Umgang mit ihren Kinder psychisch stabilisieren: Viele Suchtkranke kümmen sich während einer Suchtphase kaum oder gar nicht mehr um ihre Kinder, um sie danach mit übersteigerter Zuwendung zu überschütten. Schwangerschaften bei drogenabhängigen Frauen sind oft ungewollt oder werden lange nicht bemerkt.
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Laute Kneipenmusik regt Gäste an, mehr zu trinken
Laute Musik in Kneipen und Bars regt Gäste laut einer Studie an, mehr und schneller zu trinken. In früheren Studien sei bereits erwiesen worden, dass schnelle Rhythmen zu schnellem Trinken animierten und dass Musik in Kneipen dazu führe, dass Gäste länger blieben als in volkommen stillen Bars, sagte Verhaltensforscher Nicolas Gueguen von der Universität Bretagne-Süd. Jetzt sei es jedoch erstmals gelungen, einen direkten Zusammenhang zwischen lauter Musik und Alkoholkonsum in Experimenten nachzuweisen.
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Auf "Flatrate-Partys" gilt das Jugendschutzgesetz
In der Berliner "Villa Störtebeker" leben suchtgefährdete und alkoholkranke Jugendliche zwischen 14 und 21. Viele Bewohner dort sind aufgrund ihrer Süchte bereits mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Meist kommen sie nicht freiwillig in die Villa Störtebeker, sondern haben nur noch die Wahl zwischen Gefängnis oder begleitetem Entzug. Die Bedingung für eine Therapie in der Villa ist, dass die Jugendlichen bereit sein müssen, auf den Konsum von Suchtmitteln zu verzichten.
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Am Absinth berauscht Alkohol, nicht das Nervengift
"Die psychoaktive Wirkung des Absinths war ein Märchen", schildert Dirk Lachenmeier von vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe das Ergebnis seiner Forschungen an dem wieder beliebten Getränk. Nur der Alkohol berausche. Bislang seien Forscher davon ausgegangen, dass Absinth große Mengen des Nervengifts Thujon besitze. "Das stimmt aber nicht", betont der Experte, der mit Kollegen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien zu diesem Ergebnis kam.
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Mediathek
Wir sprachen mit dem Geburts- und Suchtmediziner Jan-Peter Siedentopf von der Berliner Charité über die Therapie suchtkranker Mütter.
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