 |
|
Pädagoge: "mehr Lehrer mit ausländischen Wurzeln"
|
 |
|
An den Berliner Schulen gibt es nach Expertenmeinung zu wenig Lehrer mit ausländischen Wurzeln. "Leider ist es noch lange nicht so, dass an jeder Schule mit einer hohen Zahl von Migrantenkinder genügend viele Lehrer mit einem Einwandererhintergrund unterrichten", sagte der Abteilungsleiter der operativen Schulaufsicht in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Erhard Laube.
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
|
"Schulabbrecher durch Integration verhindern"
|
 |
|
Besonders an Schulen in sozialen Brennpunkten hätten Lehrer mit dem gleichen Hintergrund eine ganz hohe Bedeutung. "Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Integration und der Vermeidung von Schulabbrechern." Ganz wichtig sei ihre Vorbildfunktion. "Die Kinder und Jugendlichen sehen, dass sie auch mit einem Migrationshintergrund und den damit verbundenen Problemen Lehrer werden können. Das motiviert." Darüber hinaus seien Lehrer mit ausländischen Wurzeln in der Lage, bewusster bei Sprachproblemen zu helfen, die viele Kinder bei der Einschulung hätten. "Sie können auf die Unterschiede in den Sprachen hinweisen."
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
|
Im Kindergarten Deutsch über das Türkische lernen
|
 |
|
Im Städtischen Kindergarten Heinrich-Will-Straße in Gießen sprechen die Erzieherinnen mit den Kindern sowohl deutsch als auch türkisch, denn Studien haben erwiesen, dass die Beherrschung ihrer Muttersprache Voraussetzung ist, wenn Migrantenkinder auch richtig Deutsch lernen sollen.
|
 |
|
 |
|  |



 |
 |
 Ausländerkinder in Deutschland haben beim Pisa-Test drastisch schlechter abgeschnitten als die Kinder deutscher Eltern. Sie lagen 73 Punkte schlechter im Schwerpunktbereich Naturwissenschaften. Der Leiter des Berliner OECD-Büros, Heino von Meyer, erklärte, dieses Leistungsdefizit entspreche etwa zwei Schuljahren. Mit diesem Ergebnis ist Deutschland das Land mit den stärksten migrationsbedingten Unterschieden unter den 30 OECD-Industriestaaten. |  |
|  |
 |



|