Die Firma Merck stoppt Erprobung ihres HIV-Impfstoffes
Prognosen für die Wirksamkeit des Impfstoffes seien schlecht gewesen, so Merck
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Das US-Pharmaunternehmen Merck hat die Erprobung eines erfolgversprechenden Impfstoffes gegen HIV gestoppt. Die Prognosen für die Wirksamkeit des Impfstoffes seien schlecht gewesen, teilte das Unternehmen mit. In Südafrika, wo 5,5 Millionen Menschen HIV-positiv sind, löste der Teststopp Enttäuschung aus. Eine an 1500 Freiwilligen vorgenommene vorläufige Effizienzanalyse habe gezeigt, dass die Impfung nicht vor der Ansteckung mit dem HI-Virus schütze.
Von den 741 geimpften Probanden hätten sich 24 mit HIV infiziert. 21 Ansteckungen habe es unter den 762 Probanden gegeben, die eine Placebo-Impfung erhalten hätten. Der Wirkstoff war in Krankenhäusern in Afrika, den USA, Australien, Peru, Brasilien und Puerto Rico getestet worden.
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Der Impfstoff mit der Bezeichnung V520 war von Merck als vielversprechend angekündigt worden. Merck-Forschungsdirektor Peter Kim sagte, sein Unternehmen sei genauso enttäuscht wie die Forschergemeinde und die Betroffenen. "Leider bleibt die Entwicklung eines Aids-Impfstoffes eine der größten Herausforderungen in der modernen Medizin." Das Unternehmen kündigte an, seine Forschungen auf diesem Gebiet fortzusetzen.
"Für uns ist es enttäuschend, aber wir müssen unsere Fortschritte weiter vorantreiben", sagte die südafrikanische Ärztin Gray. Sie leitet eine Aids-Forschungseinrichtung am Chris-Hani-Krankenhaus in Soweto, südwestlich von Johannisburg. Gray betonte, dass der Impfstoff für die Probanden ungefährlich gewesen sei und keinerlei Auswirkungen auf ihre Gesundheit gehabt habe.
Derzeit werden in Südafrika noch zwei weitere Impfstoffe gegen HIV in einem kleineren Rahmen erprobt. Südafrika ist eines der am stärksten betroffenen Länder. 2006 waren nach UN-Schätzungen 18,4 Prozent der Bevölkerung infiziert. Weltweit infizierten sich im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, wie aus einem Bericht des Aids-Koordinierungsprogramms der Vereinten Nationen (Unaids) hervorgeht. Insgesamt waren 2006 39,5 Millionen Menschen HIV-positiv. 2,9 Millionen starben allein 2006 an der Immunschwächekrankheit.

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24.09.2007 / afp / db
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