"Sputnik" und "Spirit"
Moskau schockte mit dem erstem Satellitenstart
Mit dem Start des Satelliten "Sputnik" am 4. Oktober 1957 überraschte die als technisch rückständig geltende Sowjetunion den US-amerikanisch geprägten Westen.
Sein ununterbrochen gefunktes "Bip-Bip-Bip" aus dem Orbit löste in den USA bisher nie gekannte Ängste aus: Mitten im Kalten Krieg schien klar, dass Moskau Atomsprengköpfe bis in die Vereinigten Staaten schicken konnte. Die wichtigsten Stationen der Raumfahrt:

  • 1957: Oktober: Die Sowjetunion schickt Sputnik 1 als ersten Satelliten ins All und ruft Bestürzung bei der US-Konkurrenz hervor.
    November: Mit Laika gelingt es den Sowjets auch, das erste lebende Tier ins All zu bringen - die Hündin stirbt an Bord von Sputnik 2.
  • 1958: Januar: Den USA gelingt der Start des Satelliten Explorer 1.
    Oktober: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wird gegründet.
  • 1959: Oktober: Der sowjetische Satellit Luna 3 übermittelt erste Bilder von der abgewandten Seite des Mondes.
  • 1961: April: Die UdSSR bringen mit Juri Gagarin den ersten Mann ins All.
    Mai: US-Präsident John F. Kennedy kündigt das Apollo-Programm an, wonach vor Ende des Jahrzehnts ein Mensch auf dem Mond landen soll.
  • 1962: Februar: John Glenn fliegt als erster US-Astronaut ins All.
  • 1965: Der sowjetische Kosmonaut Aleksej Leonow unternimmt den ersten Weltraumspaziergang.
  • 1967: Januar: An Bord der Apollo 1 sterben alle drei Astronauten.
    April: Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow stirbt, als der Fallschirm der Sojus 1 versagt.
  • 1968: Mit Apollo 8 gelingt es den Amerikanern, erstmals in einer bemannten Mission den Mond zu umkreisen.
  • 1969: Apollo 11 landet auf dem Mond. Als erster Mensch setzt US-Astronaut Neil Armstrong einen Fuß auf den Erd-Trabanten.
  • 1971: April: Die UdSSR startet ihre erste Raumstation Saljut 1, die in eine ständige Umlaufbahn gebracht wird.

  • 1973: Die Nasa installiert mit Skylab 1 ihre erste Raumstation im Orbit.
  • 1975: Mai: Die Europäische Raumagentur ESA wird gegründet.
    Juli: Bei der ersten internationalen Kooperation in der Raumfahrt dockt eine Apollo der USA in der Erdumlaufbahn an eine sowjetische Sojus an.
  • 1978 Der DDR-Bürger Sigmund Jähn fliegt als erster Deutscher an Bord von Sojus 31 ins All.
  • 1981: Start des ersten wiederverwendbaren Raumschiffs, der US-Raumfähre Columbia.
  • 1983: Eine US-Raumfähre bringt das europäische Raumlabor Spacelab und den Westdeutschen Ulf Merbold als ersten Nicht-Amerikaner ins All.
  • 1986: Nur 73 Sekunden nach dem Start explodiert das US-Space-Shuttle Challenger. Bei der Katastrophe sterben alle sieben Astronauten.
  • 2000: Zwei Russen und ein Amerikaner werden die erste Besatzung der Internationalen Raumstation ISS.
  • 2001: März: Nach 15 Jahren im Dienst wird die russische Raumstation Mir zerstört.
    April: US-Multimillionär Dennis Tito startet als erster Weltraumtourist ins All.
  • 2003: Februar: Kurz vor der Landung in den USA explodiert die Columbia-Raumfähre, alle sieben Astronauten sterben.
    Oktober: Als dritte Raumfahrt-Nation schickt China erstmals einen Menschen ins All.
  • 2004: Januar: Das US-Marsmobil Spirit landet auf dem Roten Planeten. Die europäische Sonde "Beagle-2", die dort zu Weihnachten 2003 ebenfalls landen sollte, bleibt zunächst verschollen.
    Juni: Das erste privat finanzierte Raumschiff "SpaceShipOne" fliegt ins All.

  • 2006: Die US-Geschäftsfrau Anousheh Ansari wird die erste Weltraumtouristin.

Mond
Sowjetunion und USA waren lange Zeit Rivalen
Die Funksignale des sowjetischen Weltraumsatelliten "Sputnik" versetzten am 4. Oktober 1957 die Weltöffentlichkeit in helle Aufregung.