Gehirn: Regeneration und Medikation
Eingriffe in ein kompliziertes Geflecht
Schon früh wussten Mediziner um den Aufbau des Gehirns und teilten es in verschiedene Bereiche ein. Doch was die Funktion angeht, tappte man lange im Dunkeln - und tappt im gewissem Sinne immer noch: Manches Areal ist einer Funktion zugeordnet - manche Funktion bleibt unerklärlich.
Gute Ernährung ist gut fürs Gehirn
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"Die Ernährung ist neben der geistigen Betätigung und der körperlichen Aktivität eine der drei wichtigen Säulen in der Demenzvorbeugung", meint Prof. Johannes Pantel vom Uniklinikum Frankfurt. Die Lebensweise beeinflusst den Verlauf einer Demenzerkrankung nach Forschungen des Gerontopsychiaters Johannes Pantel mindestens so stark wie die Einnahme von Medikamenten.

Placebos wirken im Gehirn wie Arznei
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Scheinmedikamente aktivieren dieselbe Gehirnregion wie echte Arzneien, weiß der Tübinger Psychologe Paul Enck, das Cingulum Anterioris Cingulum. Diejenigen Probanden, die auf Placebos ansprechen, "zeigen eine Schmerzhemmung, die ungefähr so stark ist wie unter einem Opiod." Auch einige Parkinsonpatienten sprechen auf die Behandlung an.

Das menschliche Gehirn altert bereits in der Jugend
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Der Alterungsprozess des menschlichen Gehirns beginnt bereits ab dem 18. Lebensjahr. Ein Rückgang des Gehirnvolumens tritt unmittelbar nach Abschluss der Pubertät ein, wie eine Studie am Universitätsklinikum in Aachen ergab. Die Forscher untersuchten junge Männer zwischen 18 und 51 Jahren. Mit einer eigens entwickelten Software sei es erstmals gelungen, das Gehirn Millimeter für Millimeter in Form von "Hirn-Scheiben" abzubilden und Unterschiede messbar zu machen.

Studie: Fetter Fisch bei älteren Menschen gut fürs Gehirn
Fetter Fisch wie Lachs und Makrele ist einer Studie zufolge gut für das Gehirn älterer Menschen und kann Schlaganfällen vorbeugen. Wer mindestens dreimal pro Woche fettreichen Fisch esse, bei dem sinke die Gefahr unbemerkter Gehirnschäden mit nachfolgendem Gedächtnisverlust sowie von Schlaganfällen um ein Viertel, so finnische Forscher. Wer nur einmal in der Woche Fisch mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren zu sich nehme, habe immer noch ein 13 Prozent geringeres Risiko.

Bei Mäusen wurde das Langzeit-Gedächtnis repariert
US-Forscher haben bei Mäusen Erinnerungslücken im Langzeitgedächtnis trotz schwerer Hirnschädigung beseitigen können. Wissenschaftler des MIT-Instituts in Cambridge, Massachusetts, setzten genveränderte Tiere ein, bei denen ein hirnzerstörendes Protein an- und ausgeschaltet werden konnte.

Die Simulation der Gehirnflüssigkeit gibt Sicherheit
Mit ihrer Simulation der cerebrospinalen Flüssigkeit (CSF) im Gehirn hoffen Forscher von Eidgenössisch-Technischer Hochschule (ETH), der Uni sowie des Uniklinkums Zürich und der Uni Oxford, die Therapie von bestimmten Krankheiten wie dem Hydrocephalus - umgangssprachlich als "Wasserkopf" bekannt - zu verbessern. Auch die Diagnose von Krankheiten wird so besser, hoffen die Ärzte.

Hirn produziert neue Nervenzellen nach Schlaganfall
Das menschliche Hirn produziert nach einem Schlaganfall neue Nervenzellen, ganz so, als wollte es den Verlust von Neuronen durch das traumatische Ereignis ausgleichen. Das hat ein Forscherteam um David Greenberg vom Buck-Institut für Altersforschung im kalifornischen Novato nachgewiesen. Bisher war dieses Phänomen nur bei Versuchstieren beobachtet worden. Die Wissenschaftler haben nun die "Geburt" neuer Nervenzellen in Folge eines Schlaganfalls auch bei Menschen belegt.

Infografik
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16.09.2003, zuletzt aktualisiert am 26.05.2009 / mp