Schwerpunkt Wale
Nach wie vor werden Wale und Delfine gefangen - zu "Forschungszwecken"
Weiter unter Beschuss
Internationale Walfangkommission nicht für Schutz
Der kommerzielle Walfang bleibt verboten. Die Internationale Walfangkommission (IWC) verwarf einen Kompromiss zu Fangquoten.
Leviathan melvillei
- Wal mit Riesenzähnen
In der Wüste Perus haben Forscher die Überreste eines riesigen, bislang unbekannten Wals aus der Urzeit ausgegraben.
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Wale - Fast immer bedroht
Viele der 80 Walarten sind bedroht. Exakte Zahlen zu den Beständen fehlen, aber es liegen Schätzungen von Umweltschützern vor.
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Eine Schweizerin am Tummelplatz der Wale
Lange war die Straße von Gibraltar für Biologen kein Thema - bis eine Modedesignerin kam. Katharina Heyer machte den Walschutz zum Lebenszweck und bringt Touristen die Tiere beim"Whalewatching" näher.
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Oliver Boisseau lauscht dem Gesang der Wale
Der Meeresbiologe Oliver Boisseau belauscht Wale, um mehr über ihr Verhalten zu erforschen, ohne sie in ihrem Lebensraum zu stören. Darum segelt sein Forschungsschiff oft, damit kein Motorengeräusch stört.
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Ein Schleier aus Blasen schützt Wale vor Lärm
Die "Blasenschleiertechnik" hat am Dienstag, 17. Februar 2009 die vom Aussterben bedrohten Schweinswale vor Sprengungslärm geschützt. Der ist beim Sprengen von Munition in der Ostsee entstanden.
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140 Wale sind auf einer australischen Insel verendet
An der australischen Küste sind 140 Wale verendet, die auf dem Strand einer kleinen Insel bei Tasmanien gestrandet waren. Freiwilligen und Wildschützern gelang es am Montag, 2. März 2009 auf der King-Insel lediglich, 48 Grindwale zurück ins Meer zu schieben, teilte die Umweltbehörde Tasmaniens mit. Die Inselbewohner hatten am Sonntagabend 194 Tiere am Naracoopa-Strand entdeckt und die Behörden alarmiert. Unter den Gestrandeten waren auch einige Delfine.
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Orcas jagen koordiniert und unterrichten Jungtiere
Orcas (
Orcinus orca
) gehen bei der gemeinsamen Jagd koordiniert vor, hat die Meeresbiologin Ingrid Visser von der University of Auckland beobachtet: "Das ist eine erstaunliche Koordinationsleistung, die jahrelanges Training erfordert: Ein Orka bleibt zurück und hält die Eisscholle in Position, die anderen schwimmen davon, machen eine große Welle, spülen sie von der Scholle und ziehen sie sie unter Wasser." Später schubsen sie die Robbe auf eine andere Scholle: "Eine Trainingsstunde für junge Orcas."
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Auf den Azoren jagen Delfine und Vögel gemeinsam
Wissenschaftler haben auf den Azoren ein ungewöhnliches Zusammenspiel verschiedenster Tierarten nachgewiesen: Delfine treiben Makrelen zusammen, der dichte Vorhand aus Luftblasen drängt sie an die Oberfläche, wo Gelbschnabel-Sturmtaucher leichter Zugriff auf sie haben. Die Biologin Monica Silva von der Universität der Azoren vermutet, dass die Vögel die Makrelen von ihrer erhöhten Warte entdecken. Indem sie in eine Richtung losfliegen, könnten sie den Delfinen den Weg weisen.
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Lebensgroßes Blauwal-Modell im Ozeaneum
Das Ozeaneum in Stralsund hat eine Tagesbesucherkapazität von 8000 bis 10.000 Gästen, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke. Das Becken in dem künftig ein Schwarm von 2000 Heringen seine Bahnen ziehen soll, ist mit 2,6 Millionen Litern Wasser das größte der insgesamt 39 Aquarien. "Wir werden in jedem Raum Ausstellungen haben", sagte Benke. Das lebensgroße Modell eines 26 Meter langen Blauwals wurde per Tieflader antransportiert.
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Baulärm gefährdet Wale mehr als angenommen
Der Lärm künftiger Baustellen für große Windparks in der Nord- und Ostsee gefährdet Schweinswale. Zwar empfehlen Wissenschaftler erstmals einen Grenzwert für die Lärmbelastung, dieser ist aber nicht rechtsverbindlich. Die Fundamente der großen Anlagen müssen mit großer Kraft in den Boden gerammt werden. Der dabei entstehende Krach gefährdet die Tiere vom ersten Schlag an, berichtet der Meeresbiologe Klaus Lucke vom Büsumer Forschungs- und Technologiezentrum.
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Spanische Biologen wollen Belugagesang verstehen
Biologen um Manolo Morales von Aquarium in Valencia haben zehn der 69 verschiedenen Laute der Belugawale entschlüsselt und sie bestimmten Verhaltensweisen wie Ärger, Freude oder Partnersuche zugeordnet. "Mit Hilfe unserer Ergebnisse können wir Ingenieuren verständlich machen, welche Geräusche und Frequenzen die Kommunikation der Belugas am stärksten beeinflussen", so Morales. "Vielleicht hilft das, Motoren so zu verbessern, dass sie für die Tiere weniger problematisch sind."
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Der Klimawandel setzt bedrohten Grauwalen zu
Der Klimawandel und die Überfischung des Pazifik behindern einer Studie zufolge die Vermehrung des lange Zeit vom Aussterben bedrohten Grauwals. Trotz des Fangverbots hat die Population des Meeressäugers nur etwa ein Viertel des früheren Umfangs erreicht. Derzeit sind etwa 22.000 Grauwale im Pazifik unterwegs, schreiben die US-Wissenschaftler. Sie gehen davon aus, dass die Population des Tieres vor Beginn der massenhaften Jagd Mitte des 19. Jahrhunderts bei etwa 96.000 gelegen hat.
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Blauwal-Dialekte zeigen Populationsgrenzen
"Die Blauwale im südlichen Ozean leben um die ganze Antarktis herum mit dem gleichen Gesang", sagt Walforscher John Hildebrand vom kalifornischen Scripps-Institut, dem ältesten Ozeanografieinstitut der Welt. "Das steht ganz und gar im Gegensatz zur Bestandsstruktur der Internationalen Walfangkommission. Sie behauptet, es gebe sechs verschiedene Populationen in der Antarktis. Um es den Walfängern bequem zu machen, teilt sie die Bestände nach den Längengraden ein."
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Im Mittelmeer leben noch Hunderte von Pottwalen
Akustische Messungen der im Meer vor Catania installierten Station "Nemo 1" haben ergeben, dass allein im zentralen Mittelmeer rund um Sizilien wahrscheinlich mehrere hundert Exemplare der riesigen Pottwale leben, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". "Vor Sizilien liegt das Paradies der Pottwale", titelte das Blatt. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass es in dem Gebiet höchstens noch einige Dutzend Pottwale gibt. Artenschützer reagierten allerdings zurückhaltend.
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Island kündigt an, wieder Wale fangen zu wollen
Nach Norwegen will auch Island wieder kommerziell Wale jagen. Das hat Fischereiminister Einar Kristinn Gudfinnsson am Dienstag, 17. Oktober 2006 im isländischen Parlament angekündigt. Schon bald könnten die ersten Walfänger auslaufen, sagte Regierungsberater Björn Bringolfsson. Die kommerzielle Fangquote werde 30 Zwergwale und 9 Finnwale betragen. Diese Tiere könnten zusätzlich zum als wissenschaftlich deklarierten Fangprogramm erlegt werden.
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Schuppen-Gentest soll Walen das Leben retten
Australische Forscher entwickeln eine Art Schuppen-Gentest, der zahlreichen Walen das Leben retten könnte. Wie die britische Wissenschaftszeitschrift "Nature" berichtet, soll das Alter der Meeressäuger künftig mit Hilfe von Hautschuppen bestimmt werden, welche Wale in der See abschütteln. Erweist sich diese Methode als erfolgreich, fiele einer der wesentlichen Gründe für das Töten von Walen beim so genannten wissenschaftlichen Walfang weg.
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Glossar
Die Wale - 90 Arten der schlauen Meeressäuger
Weltweit leben 90 Walarten in zwei Unterordnungen - die Bartenwale (Blauwal, Finnwal, Buckelwal) und die Zahnwale (Pottwal, Narwal, Delfine). Die Säugetiere werden zwischen einem und 33 Metern lang.
Bericht in Bildern
Gesang weißer Wale - Einige Äußerungen entschlüsselt
Infografik
Grafik: Internationale Schutzgebiete für Wale
Infografik
Grafik: Zahl der Walfänge
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