Schwerpunkt
Auf der Suche nach der Formel unserer Welt
Forscher wollen das Universum genau ergründen
Wie lautet die Formel, die die Welt beschreibt? Physiker versuchen, dem dem Kosmos die letzten Geheimnisse zu entlocken - wenn es ihnen gelingt. Physiker unterscheiden im Universum nur vier fundamentale Kräfte.
Diese bilden gemeinsam das Standardmodell der Teilchenphysik. Darin vereint sind die Gravitation, die elektromagnetische Kraft, die Starke Kraft sowie die Schwache Kraft. Doch man weiß nicht genau, wie sie zusammen gehören wollen.
Ein Himmelsauge in allen drei Raumdimensionen
In allen drei Raumdimensionen zeigt "Das Auge 3D", wie Forscher in der unwirtlichen Atacama-Wüste Chiles mit dem "Very Large Telescope" (VLT) versuchen, dem All die Geheimnisse seines Ursprungs zu entlocken.
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Bonner werfen neues Licht auf Dunkle Materie
Entweder sind die bisherigen Annahmen über die Natur der dunklen Materie in einem wichtigen Punkt falsch oder es gibt sie nicht, sagen die Bonner Astronomen Dr. Benoit Famaey und Prof. Pavel Kroupa.
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Größtes Spiegelteleskop nimmt seinen Betrieb auf
Auf der Kanaren-Insel La Palma geht am 24. Juli 2009 das derzeit größte Spiegelteleskop der Welt offiziell in Betrieb. Das Gran Telescopio Canarias (Grantecan) ist so stark wie vier Millionen menschliche Pupillen.
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"Herschel" erspäht die ersten Sonnen
"Mit dem 'Herschel'-Satellit wollen die Geschichte der Sternentstehung im Universum aufrollen", sagt Astrophysiker Daniel Schaerer vom Observatorium der Genfer Universität: "Wir wollen verstehen, wann wo wie viel und in welcher Art die Galaxien und Sterne entstanden sind im Laufe der Geschichte des Universums. Wir hoffen, mit dem 'Herschel'-Satelliten zehn Milliarden Jahre zurück in die Vergangenheit schauen zu können und damit bis fast drei Milliarden Jahre nach dem Urknall."
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"Planck" hört das "Echo des Urknalls"
"'Planck' könnte entdecken, dass das Universum nicht flach ist, sondern eine kleine Krümmung hat", sagt die theoretische Physikerin Prof. Ruth Durrer von der Uni Genf. "Das wäre etwas, was unsere Modelle eines inflationären Universums nicht vorhersagen." Nach gegenwärtiger Vorstellung soll das Weltall kurz nach dem Urknall durch eine kurze Phase rasanter Expansion gegangen sein. Mit "Planck" wollen die Forscher unter anderem die Theorie dieser Inflation testen.
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Zwei "magische" Teleskope suchen den Ursprung
Seit Anfang 2009 suchen auf La Palma zwei Teleskope nach dem Ursprung des Universums: Das "Major Atmospheric Gamma-ray Imaging Cherenkov" (Magic) findet Gammastrahlen. Wenn die Strahlen auf die Erdatmosphäre treffen, lösen sie eine Art Teilchenlawine aus. Diese Teilchen kann Magic "sehen", weil sie für die Dauer von wenigen Nanosekunden eine blaue Strahlung aussenden; aus der Gestalt der Lawine können die Wissenschaftler den Ursprung der Gammastrahlen errechnen.
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Kosmologen und Astrophysiker stehen vor Rätseln
"Der Urknall findet heute noch statt", sagt Günther Hasinger vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. "Wir müssen das Konzept ändern, dass es am Anfang eine Explosion gegeben hat und alles seitdem auseinander fliegt wie Silversterraketen. Es ist in Wirklichkeit ein langsames Schieben, das schon seit Milliarden Jahren andauert." Um das zu erklären, haben Physiker das Konzept der Dunklen Energie entwickelt, die die Massen im Universum auseinander treibt.
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"Das Universum hat uns aus der Bahn geworfen"
Astronomen um Alan Kogut von der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben im Weltall ein "lautes Radiowellen-Rauschen" entdeckt, dessen Ursprung sie sich nicht erklären können. Die Sonde "Absolute Radiometer for Cosmology, Astrophysics, and Diffuse Emission" (Arcade) hatte das Signal im Juli 2006 bei einem Flug an der Grenze zum Weltraumvakuum in 36,5 Kilometern Höhe erfasst. "Das Universum hat uns aus der Bahn geworfen", so Kogut.
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Scheibe aus dunkler Materie in unserer Milchstraße
Forscher der Uni Zürich sagen: In unserer Galaxie existiert eine Scheibe aus dunkler Materie. "Die dunkle Scheibe hat ungefähr eine halb so große Dichte wie das dunkle Halo", sagt Dr. Justin Read. "Daher wurde sie bisher nicht entdeckt. Trotz ihrer geringen Dichte hat sie jedoch wegen ihrer eigenen Rotation einschneidende Auswirkungen auf die Detektion von dunkler Materie hier auf der Erde." Anders als die "gewöhnliche" Materie, aus der Gas und Sterne bestehen, ist dunkle Materie unsichtbar.
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"Cern" startet "Large Hadron Collider"
Beim Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik ("Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire", Cern) in Genf ist am Mittwoch, 10. September 2008 die größte Forschungsmaschine der Welt in Betrieb gegangen. In dem seit Jahren im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich gebauten Teilchenbeschleuniger ("Large Hadron Collider", LHC) ist erstmals ein Strahl aus Atomkernteilchen durch den gesamten knapp 27 Kilometer langen Forschungs-Ringtunnel gekreist.
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Natürliche Lupe enthüllt Galaxien des jungen Alls
"Hubble" hat mit einer natürlichen Lupe das Licht von zehn Galaxien aufgefangen, das fast so alt ist wie das Universum selbst. Die Strahlung war rund 13 Milliarden Jahre unterwegs, bis sie auf das Teleskop traf, wie das europäische "Hubble"-Zentrum in Garching bei München mitteilte. Das Universum entstand im Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren. Die Entdeckung der 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Welteninseln gelang nur, weil das Weltraumteleskop die natürliche Lupe zu Hilfe nehmen konnte.
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"Glast" blickt in den "Hexenkessel des Universums"
Am 6. Juni 2008 startet die Nasa den Röntgensatelliten "Gamma-ray Large Area Space Telescope" ("Glast"). "Wir hoffen, Erkenntnisse vom hochenergetischen Universum zu bekommen", schildert der Astrophysiker Dr. Andreas von Kienlin vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Das sind die kosmischen Hexenkessel wie Supernovae und die Zentren galaktischer Kerne. Dort könnte es supermassive Schwarze Löcher mit Massen von einer Million bis einer Milliarde Sonnenmassen geben."
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Körniges Weltall lässt den Quantenschaum brodeln
Max Planck fand heraus, wie die Wärmestrahlung von Körpern funktioniert, die Licht vollständig absorbieren und "schwarze Hohlräume" genannt werden. Die Plancksche Strahlungsformel machte es möglich, die etwa von einem Ofen ausgehende Wärme, aber auch die Sonnenstrahlung exakt zu berechnen. Vor allem aber bedeuteten die von Planck ermittelten "Quantensprünge" eine wissenschaftliche Revolution, denn bisher hatte man immer angenommen, dass die Natur in einer Art gleichmäßigem Gleiten arbeite.
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Das Universum ist von Dunkler Materie durchzogen
Das Universum ist von Dunkler Materie durchzogen wie von einem Spinnennetz. Astronomen der Universität Pierre und Marie Curie in Paris haben zwei Millionen Galaxien in sieben Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde beobachtet und die Dunkle Materie anhand verzerrter Lichtmuster dahinter liegender Galaxien identifiziert. Die Suche nach der Dunklen Materie ist eine der drängendsten Fragen der Astrophysik, sagt Prof. Karl Mannheim von der Universität Würzburg.
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Preiswürdige B-Mesonen suchen unsere Existenz
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 11. Februar 2008 elf Wissenschaftler mit den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preisen 2008 ausgezeichnet. Neun Preisträger erhalten eine Fördersumme von 2,5 Millionen Euro. Zwei Biologinnen teilen sich das Preisgeld. Die Ausgezeichneten können das Geld in den kommenden sieben Jahren für Projekte verwenden. Einer von ihnen ist der Physiker Martin Beneke (41 Jahre) von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen.
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Sparen der Nasa gefährdet Grundlagenforschung
Durch den verzögerten Shuttlestart von Dezember 2007 startet eine internationale Antimaterie-Forschungsmission frühestens 2009. Ursprünglich hatte die Nasa sie ganz gestrichen; erst Proteste bei US-Senat und -Kongress führten dazu, dass die Nasa sie überhaupt wieder in Betracht gezogen hat. Nach der Shuttle-Katastrophe vom 1. Februar 2003 strichen die Vereinigten Staaten das Shuttleprogramm zusammen, das ihr Beitrag zum "Alpha Magnetic Spectrometer"-Experiment (AMS) gewesen wäre.
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Defekte in der Struktur können Rätsel im All erklären
Ein Defekt in der Weltraumstruktur könnte besonders kalte Stellen innerhalb der kosmischen Strahlung erklären. Das meint ein Team britischer und spanischer Forscher: Wenn sich diese Vermutung bestätige, könnte das zu einem völlig neuen Blick auf die Anfangsphase des Universums führen.
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Milliarden Lichtjahre alter Weltraum-Staub entdeckt
Forscher sind der Antwort, woraus Planeten entstanden sind, ein Stück näher gekommen: Dass ihr Grundstoff Staub ist, der zumeist von sterbenden Sternen stammt, war bekannt. Nicht aber, woher der Staub kommt, aus dem diese Sterne selbst entstanden sind. Mit Hilfe eines Teleskops der US-Raumfahrtbehörde Nasa fanden Astronomen heraus, dass er aus Schwarzen Löchern ausgeworfen wird. Das Spitzer Space Teleskop machte in einem acht Milliarden Lichtjahre entfernten Quasar Unmengen aus.
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Loch im Weltraum gibt Wissenschaftlern Rätsel auf
Astronomen haben ein gigantisches Loch im Weltraum entdeckt - und rätseln, wie es entstehen konnte. In dem kosmischen Leerraum gibt es buchstäblich nichts: keine Sterne, keine Galaxien, keine schwarzen Löcher, selbst von der mysteriösen dunklen Materie gibt es keine Spur. In einem Bereich von einer Milliarde Lichtjahren ist einfach nichts, wie Forscher der Universität von Minnesota am Donnerstag, den 23. August 2007 erklärten. Bereiche im Weltraum, in denen nichts zu finden ist, sind schon länger bekannt. Das jetzt entdeckte Loch übersteigt die Vorstellungskraft der Forscher und bringt sie in Erklärungsnot.
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Erstmals kompletter Ausblick auf das All in Infrarot
Japanische und europäische Astronomen der Britischen "Royal Society" haben zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten den Sternenhimmel bei infraroten Wellenlängen kartiert. Die neue mit dem Akari-Satelliten abgemessene Karte ist wesentlich exakter als die 1984 mit Hilfe des Vorgängersatelliten "Iras" hergestellte Version. Die Forscher konstruierten die hochauflösende Karte aus tausenden Einzelbildern, die Akari auf seiner Bahn um die komplette Erde aufgenommen hat.
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Hubble kartiert mysteriöse Dunkle Materie im Weltall
Das Weltraumteleskop "Hubble" hat einen der bislang stärksten Beweise für die Existenz der mysteriösen Dunklen Materie im All geliefert. In einem fünf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxienhaufen entdeckten Forscher mit dem Teleskop einen Ring aus der rätselhaften Substanz. Dunkle Materie, deren Zusammensetzung völlig unbekannt ist, findet sich im Universum mindestens fünf mal häufiger als gewöhnliche Materie, aus der Sterne und Planeten aufgebaut sind.
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Stern HE 1523-0901 entstand kurz nach dem Urknall
Astronomen haben in unserer Galaxie einen Stern entdeckt, der kurz nach dem Urknall entstanden ist. Das galaktische Fossil ist 13,2 Milliarden Jahre alt, berichten Forscher der Universität von Texas in Austin. Das Universum entstand, im Vergleich, vor 13,7 Milliarden Jahren. "Der Stern HE 1523-0901 wurde eindeutig zu Beginn der Zeit geboren", schreibt die Europäische Südsternwarte (ESO) in Garching bei München. Die Entdeckung gelang mit Hilfe des Very Large Telescopes der Eso in Chile.
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Forscher kartieren dunkle Materie des Universums
Europäische und US-amerikanische Forscher haben eine zusammhängende Weltraumkarte mit der Verteilung der Dunklen Materie erstellt. Die Daten stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Die Karte zeigt in einem Ausschnitt des Universums sowohl die Verteilung dunkler als auch gewöhnlicher, baryonischer Materie. Dieser Ausschnitt umfasst 500.000 Galaxien und ist der bislang größte, den Astrophysiker auf diese Weise kartografiert haben.
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Mediathek
Sehen Sie das "'nano extra': 'Ein körniges Weltall lässt den Quantenschaum brodeln'" in unserer Mediathek
Schwerpunkt
Selbst seine "größte Eselei" feiert Renaissance: Albert Einstein gilt nicht umsonst als einer der brillantesten Physiker der Neuzeit.
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Vom Observatorium Gornergrat die Sterne schauen
Forschungssatellit beobachtet kosmische Explosion
Esa beobachtet Durchgänge eines Pulsars durch Gas
Die kosmische Strahlung ist sehr ungleich verteilt
"Damit die Eisenbahn nicht mehr stehen bleibt"
Astronomen beobachten den Schimmer der ersten Sterne
Riesige Explosion am Rande des sichtbaren Universums
Max-Planck-Forschungspreis 2005 an zwei Astrophysiker
Ein Quadratkilometer für die Tiefen des Universums
Physiker suchen den Ursprung der Welt
Einsteins Relativitätstheorie wird getestet
Es gibt kein Davor und kein Daneben
Hubble zeigt die Kinderstube des Universums
Was ist Zeit?
Universum existiert noch 30 Milliarden Jahre
Astronomen entdecken entfernteste Galaxie im Universum
2003 brachte Licht in das Dunkel des Universums
"Weißt du, wie viel Universen stehen?"
"Magische" Blicke auf den Urspung
Urknall war ein Urbrummen
Staub verschlingt das Licht
Galaxien ohne Dunkle Materie
Im Universum geht das Licht aus
Wir sind nicht normal
22.04.2003, zuletzt aktualisiert am 20.01.2009 / mp