Brustkrebs im Fokus
Rettung und Verlust
Diagnose, Forschung und neue Therapien
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebsart bei Frauen: Jede zehnte erkrankt irgendwann im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.
Kälte gegen Tumoren
In einer kleinen Studie heilten US-amerikanischen Radiologen 13 Brustkrebspatientinnen mit einer Kältebehandlung.
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Brustkrebs-Therapie nach Maß mit ITIH5
Ein krebsrelevantes Gen kann möglicherweise vielen Frauen die Chemotherapie ersparen, hofft Prof. Edgar Dahl von der Uni Aachen.
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Ärzte planen zweite Stufe in der Behandlung
Eine zweistufige Therapie soll die Standardbehandlung bei Brustkrebs ablösen. Die bisherige fünfjährige Therapie mit dem Mittel Tamoxifen wird durch Anastrozol im Anschluss ergänzt. So wollen Ärzte die Rückfallquote und die Nebenwirkungen bei der Behandlung von Brustkrebserkrankten minimieren, die nur mit Tamoxifen behandelt werden. "Wenn der Körper Tamoxifen nicht chemisch umwandeln kann, profitiert der Patient nicht von der Behandlung", erklärt die Ärztin Dr. Freya Schnabel.
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Blaulicht in der Nacht erhöht Brustkrebsrisiko
Eine helle Umgebung in der Nacht fördert die Entstehung von Brustkrebs. Das ist das Ergebnis israelischer und US-amerikanischer Studien. "Inzwischen ist aus meiner Idee ein begründeter Verdacht geworden, dem nachgegangen werden muss", meint Richard Stevens von der Universität Connecticut. Blinde Frauen erkranken seltener an Brustkrebs als Sehende. Brustgewebe von Stadtbewohnerinnen ist im Vergleich zur Landbevölkerung dichter, also ist das Risiko für Mammakarzinome höher.
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Ärzte rekonstruieren Brust durch Teilen der anderen
Um eine Brust nach einer Amputation zu rekonstruieren, haben Mediziner der Universität München (LMU) Gewebe der noch verbliebenen Brust genutzt. "Bei einer 67 Jahre alten Patientin musste im Rahmen der Brustkrebsoperation die rechte Brust komplett entfernt werden", berichtet der leitende Arzt Darius Dian. "Durch die Teilung der linken Brust und den Transfer auf die andere Seite haben wir bei der Patientin erfolgreich die Rekonstruktion in einem Operationsschritt durchgeführt."
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Ärzte raten zur Magnetresonanz-Tomographie
Die teure Magnetresonanz-Tomographie kann mehr Brustkrebstumoren entdecken - doch die Kassen zahlen sie nicht, weiß die Bonner Radiologin Prof. Christiane Kuhl: "Ich kann keine flächendeckende Früherkennung mit Kernspin-Tomographie fordern, denn das ließe das Gesundheitssystem zusammenbrechen." Die Untersuchung über Kernspin müsse dann möglich sein, wenn "wir Mammographie oder Ultraschall Probleme haben, speziell dann, wenn eine brusterhaltende Behandlung geplant ist."
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Nachtschichten könnten das Risiko erhöhen
Forscher in Dänemark vermuten einen Zusammenhang zwischen Nachtarbeit von Krankenschwestern und Brustkrebs. "Langzeitstudien zeigen, dass sich die Chance um zehn Prozent erhöht, an Brustkrebs zu erkranken, wenn Frauen 15 bis 20 Jahre in Nachtschichten arbeitet", sagt der Arbeitsmediziner Jens Peter Johansen vom dänischen Aalberg-Hospital. Sind es mehr als 30 Jahre, steigt das Brustkrebs-Risiko auf bis zu 40 Prozent." Die Mediziner wollen die Ergebnisse ihrer Studie Ende 2008 vorstellen.
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Regierung will Brustscreening populärer machen
Frauen sollen mit Hilfe von bundesweiten Früherkennungs-Programmen bessere Überlebenschancen bei Brustkrebs erhalten. Bislang hätten mehr als 1,4 Millionen Frauen am Mammographie-Screening teilgenommen, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Wir werben dafür, dass möglichst alle Frauen die Angebote zur Vorsorge auch wahrnehmen." Dank der Mammographie kann die Zahl der Todesfälle Krankenkassenangaben zufolge bei 50- bis 69-Jährigen um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.
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3D-Bilder ermöglichen punktgenaue Untersuchungen
Die Ausgründung der Bremer Universität " MeVis Research" hat eine medizinische Spezialsoftware entwickelt, die aus Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT)-Untersuchungsergebnissen Dreidimensionale Bilder erzeugt. "Die Spezialsoftware des Forschungszentrums bietet eine Diagnose- und Operationsmethode für Brustkrebs. Anhand der Ein- und Auswaschung eines Kontrastmittels berechnet der Computer ein dreidimensionales Bild.
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"Chef-Gen" steuert Bildung von Metastasen
Eine Art "oberstes Kontroll-Gen" fördert bei Brustkrebs die Bildung von Metastasen. SATB1 verändert die Aktivität von mehr als 1000 anderen Genen in der Zelle und bringt den Tumor dazu, Krebszellen zu streuen. Indem sie das Gen ausschalteten, konnten die Wissenschaftler um Hye-Jung Han von der University of California in Berkely bei Mäusen das Tumorwachstum und die Bildung von Metastasen stoppen. Sie zeigten zunächst, dass das SATB1-Gen nur in Tumoren zu finden ist, die Metastasen bilden.
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Forscher erkennen Krebs durch Haaruntersuchung
Eine Haarprobe könnte künftig bei der Früherkennung von Brustkrebs helfen, hoffen australische Forscher. Die Wissenschaftler hatten 15 brustkrebskranke Frauen untersucht und bei zwölf von ihnen die Krebsdiagnose per Haaranalyse bestätigen können. Für den Test lenkten die Forscher Röntgenstrahlen auf Haarproben der Kranken.
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Entwarnung für Brustkrebs-Gene BRCA1 and BRCA2
Die Brustkrebs-Gene BRCA1 and BRCA2 erhöhen das Risiko zu erkranken weniger als gedacht. Forscher aus New York haben bestätigt: Nur in fünf bis zehn Prozent der untersuchten Brustkrebs-Fälle lag eine genetische Veranlagung vor. Zusätzlich variierte das Risiko in den betroffenen Familien stark. Ein Ausbruch der Krankheit werde also von weiteren Faktoren beeinflusst. Um ein individuelles Risiko abzuschätzen, müsse man künftig einberechnen, wie viele Verwandte in welchem Alter zuvor an Krebs erkrankt waren.
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Gen PTEN als möglicher Auslöser von Brustkrebs
Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein weiteres Gen entdeckt, das bei einer Mutation Brustkrebs auslösen könnte. Bekannt war bereits, dass Frauen mit einem im Erbgut beschädigten BRCA1-Gen einem hohen Risiko für eine Erkrankung ausgesetzt sind. Nun wurde eine ähnlich hohe Bedeutung des Gens PTEN festgestellt, wie aus einer am Sonntag, den 9. Dezember 2007 in New York veröffentlichte Studie hervorgeht.
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"Sport könnte Rückfälle verhindern"
Der Kölner Sportwissenschaftler Freerk Baumann schont Krebspatienten nach der Chemotherapie nicht, sondern setzt im Gegenteil auf Sport: "Erste große wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Widerauftreten der Krebserkrankung durch regelmäßige körperliche Aktivitäten gesenkt werden kann." Bei Brustkrebs handele es sich um ein 20 bis 40, bei Darmkrebs um ein bis zu 50 Prozent geringeres Risiko. Den Grund dafür kennen die Forscher bisher nicht, vermuten aber, dass es am Immunsystem liege.
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Die Zellen von Föten schützen Mütter vor Brustkrebs
Im Körper von Frauen finden sich manchmal auch lange nach einer Geburt noch Zellen des Fötus. Diese Zellen können das Immunsystem der Mutter unterstützen und sie so vor bösartigen Zellen schützen. Den Grund dafür konnten Wissenschaftler des Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrums in Seattle nachweisen: Die Wissenschaftler hatten das Blut von Frauen auf die Fötalzellen untersucht.
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Immer mehr Frauen gegen eine Hormontherapie
In Deutschland entscheiden sich weniger Frauen als zuvor für eine Hormontherapie während der oder nach den Wechseljahren, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Griffen im Jahr 1998 noch 16,9 Prozent der befragten Frauen zu solchen Präparaten, waren es 2004 nur noch 10,1 Prozent. Grundlage dieser Aussage sind Daten aus zwei Untersuchungen (Gesundheitssurveys) der Bundesregierung. In den vergangenen Jahren war vermehrt über Gesundheitsrisiken nach Hormontherapien berichtet worden.
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