Grafik Vulkanausbruch Video
Vulkan ist nicht gleich Vulkan - bei den Feuerbergen ist das eine Typfrage
Die Radioaktivität der Erde treibt Vulkane an
Die meisten Vulkane liegen im Pazifischen Feuerring
Ursache von Vulkanausbrüchen und Erdbeben ist schlussendlich die natürliche Radioaktivität der Erde, zusammen mit Restwärme.
Die treibt die Gesteinsströme im Erdinnern an, die wiederum bewegen die Kontinentalplatten. An deren Rändern steigt Magma auf. "Wir haben ein grundlegendes Verständnis entwickelt, wie Konvektionsströmungen und Plattentektonik zusammenwirken, aber erst nur ein sehr grundlegendes", sagt der Münsteraner Geophysiker Ulrich Hansen.

Gleiche Ursache haben auch Magmablasen, die den zweiten Vulkantyp antreiben. Fast 90 Prozent der weltweit 1500 aktiven Vulkane sind Teil des Pazifischen Feuerrings. 90 Prozent der Erdbeben weltweit ereignen sich innerhalb des Feuerrings. Der Vulkangürtel umgibt den Pazifischen Ozean und umschließt nahezu die gesamte Pazifische Platte. Seine Länge beträgt 40.000 Kilometer. Dieser Feuergürtel besteht größtenteils aus einer Reihe von Inselbögen wie den Aleuten, den Kurilen und dem indonesischen Archipel. Er verläuft von Chile über Nord-Alaska und Japan bis Südostasien und zu den Pazifischen Inseln.

Einige Großstädte liegen in Gefahrzonen
Die meisten Vulkane liegen im Pazifischen Feuerring
In der Region befinden sich vierzig Prozent aller noch aktiven Vulkane. Nach Angaben des "United States Geological Survey" wurden seit 1900 entlang des Pazifischen Feuerrings im Jahresdurchschnitt knapp 20 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 7,0 auf der Richter-Skala gemessen. "Schwere Erdbeben wie dieses gibt es hier immer wieder - verheerend sind sie nur, wenn sie in dicht besiedelten Regionen Asiens auftreten", sagt Gary Gibson von der RMIT-Universität in Melbourne. Einige der am dichtesten Städte Asiens liegen in besonders gefährdeten Gebieten.





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Vulkane sind "Charaktertypen"
Der Charakter der Vulkane hängt entscheidend von der Zusammensetzung des Magmas ab, des glutheißen Flüssigen im Erdinnern. Ist die Lava dünnflüssig, strömt sie langsam und lässt den Anwohnern Zeit für eine Flucht. Zu den Vulkanen dieses Typs gehören die großen auf Hawaii, aber auch der Ätna in Italien. Viele Vulkane lassen sich jedoch nicht klar diesen Kategorien zuordnen. Ebenso fällt es Geologen schwer, eine klare Grenze zwischen tätigen und erloschenen Vulkanen zu ziehen. In Feuerbergen, die seit Menschengedenken ein friedliches Bild boten, kann es plötzlich wieder rumoren.


Hawaiianische Eruptionen: heiße Lava, flacher Kegel
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Hawaii
Bei dieser Form der Eruption bildet sich später ein sehr stark abgeflachter Kegel (Schildvulkan), weil die Austretende basaltische Lava sehr heiß (ca. 1100 Grad Celsius) ist und von daher sehr flüssig. Die Lava schießt oft als enorme Säule in die Luft; sie kann mehrere Hundert Meter erreichen. Als Variante gibt es auch Spalteneruptionen, bei denen die Lava durch Risse der Erdrinde austritt, die mehrere Kilometer lang sein können.

Plinianische Eruption hatte historischen Beschreiber
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Vesuv
Die Plinianischen Eruptionen wurden vermutlich zuerst von Plinius dem Jüngeren beschrieben, als der Vesuv ausbrach und erhielten auch den Namen "Vulcanische Eruptionen" nach dem Vulkan Vulcano auf den Liparischen Inseln. Das Magma ist hier sehr dickflüssig und dringt nur schwer an die Oberfläche, sondern bildet im Vulkan einen Dom, der wie ein Korken wirkt und die ausperlenden Gase blockiert. Sofern der Druck zu hoch wird, kommt es zur Explosion, bei der Asche, Schlacken und Steine ("Bomben") in die Luft geschleudert werden. Anschließend wiederholt sich der Kreislauf, bis das Magmareservoir erschöpft ist.

Strombolianisch - der Musterfall ist atypisch
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Stromboli
Bei dieser Eruptionsform gibt es explosive Phasen und solche mit Ausfluss-Phase (effusiv). Die bekannten rhythmischen Auswürfe treten hier auf. Gelegentlich fließt die Lava auch als Strom aus dem Krater aus, was bis zu mehreren Jahren dauern kann. Der namensgebende Stromboli ist allerdings seit 2500 Jahren tätig und damit ein atypischer Fall. Durch die alternierende Flussphase bilden sich Schichten aus mit Asche oder Steinen ("Bomben"), darum wird der Typ als "Stratovulkan" bezeichnet.

Peleanische Eruptionen: mit Hochgeschwindigkeit
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Mont Pelé
Bei der Peleanische Eruption kommt es wie bei der Plinianischen Eruption zur Bildung eines Propfes, doch staut sich hier die Lava und bildet einen Dom, bei dessen gigantischer Explosion eine Glutwolke hervorschießt. Die heraus geschleuderten Gesteinsbrocken können dabei Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern in der Stunde erreichen; außerdem geht ihr dabei eine Druckwelle voran.

Vulkane unter Wasser und unter Gletschern
Je nach Ort des Vulkans kann man hier noch unterscheiden:

  • Unterseeische Eruptionen: Auf dem Ozeanboden wirkt die darüber liegende Wassersäule einen so großen Druck auf den Vulkan aus, dass es zu keiner Explosion kommt, sondern die Lava sich kissenförmig auf den Boden ergießt.
  • Phreatomagmatische Eruptionen: Oberflächennahe Vulkanausbrüche unter Wasser sorgen durch den Kontakt mit dem Wasser für heftige Explosionen. Erreicht der Kegel die Oberfläche, wird er zum hawaiianischen oder strombolianischen Typ.
  • Untergletschertafelvulkane: Ist den Phreatomagmatischen Eruptionen ähnlich; hier kommt es oft zu Schlammlawinen durch Gletscherbrüche am Rand.

Erdumfang
Für zu groß befunden
Die Erde ist kleiner als gedacht - wenn auch nur einige wenige Millimeter, haben Forscher um den Bonner Geodäten Dr. Axel Nothnagel herausgefunden.
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