Künstlerische Darstellung eines fremden Planeten Video
Primitive Lebensformen sollten im All nicht allzu selten sein, sagen Forscher
Irgendwo muss es sein
Wissenschaftler hoffen ernsthaft auf Außerirdische
"Die Erde ist nur ein Planet von vielen", so Dr. Christine Bounama, also könne es günstige Bedingungen für Leben auch andernorts geben.
Zusammen mit Prof. Siegfried Franck hat die Forscherin vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung simuliert, was Leben um eine andere Sonne erlaubt. Landmassen, Ozeane und Atmosphäre des virtuellen Planeten wechselwirken; so setzen verwitterndes Gestein und Vulkane Kohlendioxid frei, was das Klima stabilisiert.

Forscher der Uni Jena demonstrierten, wie aus Staub in der Schwerelosigkeit ein Planet entsteht. Dadurch ist auch bewiesen: Überall, wo Staub einen Stern umkreist, können Planeten entstehen. Es könnte also viele Planeten geben und darunter auch einige, die wie die Erde bewohnbar sind.


Leben braucht definierte Voraussetzungen
  • Man braucht einen Zentralstern, der ungefähr die Masse der Sonne hat´.
  • Dazu kommt eine bestimmte Masse - ist sie zu groß, wird alles Leben erdrückt oder ist die Temperatur zu hoch; ist sie zu klein, kann der Planet keine Atmosphäre halten.
  • Zudem eine bestimmte Temperatur: Wasser darf nicht gefrieren und nicht kochen - der Planet muss also eine bestimmte Entfernung von der Sonne haben (bewohnbare Zone) und er muss ausgekühlt sein, also eine feste Oberfläche haben.
  • Er braucht einen benachbarten Gasriesen, ähnlich dem Jupiter oder Saturn.
  • Dieser Planet darf nicht zu nah sein, so dass er den Planeten nicht aus seiner Bahn wirft. Aber er muss nah genug sein, um Asteroiden und Meteoriten durch seine Schwerkraft anzuziehen und von dem bewohnbaren Planeten abzulenken.
  • Er braucht eine konzentrische Bewegung um die Sonne (keine elliptische) und er muss mit einer gewissen Geschwindigkeit rotieren - so bleibt er stabil in der Bahn, und keine Seite ist auf Dauer extremen Temperaturen ausgesetzt.
  • Er braucht Plattentektonik und Konvektionsströme, damit laufend Nährstoffe aus der Tiefe an die Oberfläche gelangen.
  • Er braucht genügend CO2, damit Pflanzen auf ihm siedeln können, die wiederum die Atmosphäre mit Sauerstoff anreichern.

Forscher suchen mit drei Methoden nach Planeten
  • Messen des "Taumelns" eines Sterns - verursacht durch Gravitation eines Planeten
  • Messen der Lichtveränderung eines Sterns - verursacht durch Linsen-Wirkung eines Planeten
  • In Zukunft: Infrarot-Teleskopie mit Teleskopen, die im Weltraum schweben und zusammengeschaltet sind.

Schwerpunkt
Planeten, die um eine weit entfernte Sonne kreisen
Bakterium GFAJ-1
Ein Leben mit Arsen
Nicht alles Leben braucht Phosphor - ein Bakterium nutzt stattdessen Arsen und hat Wissenschaftler damit nachhaltig überrascht.
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