Internationaler Studiengang in Stuttgart rund um Wasser
Viele Absolventen kehren in ihre Heimatländer zurück oder zu global tätigen Firmen
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"Wir können nicht von Stuttgart die weltweite Wasserproblematik lösen, aber wir können einen Beitrag leisten", sagt Heidrun Steinmetz von Universität Stuttgart über den internationalen Studiengang "Water Resources Engineering and Management" (Warem). "Wir können auch ein gutes Grundgerüst vermitteln." So könnten die ausländischen Studenten in ihre Heimatländer zurückkehren, und dafür sorgen, "dass Lösungen gefunden werden, die an die Länder angepasst sind."
In dem internationalen Studiengang lernen ausländische und auch deutsche Studenten Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz oder Abwasserreinigung. Die angehenden Ingenieure studieren Fächer rund um die Wasserwirtschaft und sollen die hohen Standards später in ihrer Heimat umsetzen.
Studenten aus 44 Ländern haben einen Abschluss gemacht
Kooperation in Sachen Wasser
Studenten aus 44 Ländern haben den Studiengang bereits besucht, im Wintersemester 2008 hatten 20 Personenn aus 14 verschiedenen Ländern begonnen. "In Wirklichkeit wächst das Wasserproblem nicht nur in der Türkei, sondern weltweit jeden Tag", sagt der türkische Student Sercan. "Der Grund ist, dass es eine Unausgewogenheit zwischen Wasserbedarf und Wasserzufuhr gibt. Dazu kommt, dass es in der Türkei an Fachwissen mangelt und Versorgungsprobleme auftreten. Ich denke, das ist das größte Problem im Umgang mit Wasser in der Türkei."
Zwei Jahre dauert das Studium, an dem durchschnittlich 25 Studenten pro Jahrgang teilnehmen, und führt zu dem Abschluss "Master of Science". Ziel des Studiengangs ist es, deutsche Studenten auf die globalen Herausforderungen vorzubereiten und ausländische Studenten mit dem hohen Stand der Wasserwirtschaft in Deutschland vertraut zu machen. Im Rahmen des Studiengangs, dessen Kosten sich auf 600 Euro pro Semester belaufen, soll jeder deutsche Student mindestens ein Semester im Ausland verbringen.
Viele der Abgänger schließen eine Doktorarbeit an. Andere arbeiten als Dozenten in Universitäten ihrer Heimatländer oder bei internationalen Unternehmen. Außerdem eröffne der Studiengang viele Möglichkeiten zur Kooperation mit Forschungseinrichtungen im Ausland. Mitarbeiter des Studiengangs freuen sich darüber, wenn die Studenten aus dem Ausland sich in Deutschland die Universität zu schätzen lernen, so auch Matthias Schneider, der den Studiengang organisiert.
1997 hat die Universität den Studiengang ins Leben gerufen. Internationalität sei eines der Grundelemente in der Wissenschaft, hieß es von der Universität. In einer Zeit rascher technologischer Innovationen mit weitreichenden Auswirkungen, durch politische Umbrüche und globale ökologische Probleme, entstünden auch neue Herausforderungen für die weltweite Zusammenarbeit. Diesen müsse sich auch das Ausbildungssystem stellen.


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16.03.2009 / jus mit Material des idw
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