Spielzeuge nehmen spätere Geschlechterrollen vorweg
Die Kinder erwerben auch bevorzugt die Fähigkeiten, die mit damit verbunden sind
Die Erziehung sorgt für das typische Rollenverhalten von Jungs und Mädchen: In ihrer Umfrage konnte das Team um Becky Francis von der britischen Roehampton-Universität zeigen: Auch Erwachsenenbevorzugen geschlechtertypisches Spielzeug - und viele gaben zu, eine feste Vorstellung davon zu haben, womit Jungs und Mädchen spielen sollten. Die Forscher zeigten, dass die Kinder auch bevorzugt die Fähigkeiten erwarben, die mit diesem Spielzeugen verbunden sind.
"Es ist bedauerlich, dass Spielzeuge, die auf Mädchen abzielen, nicht die Fähigkeiten trainieren, wie sie es bei Jungs-Spielzeug tun", so Francis. Die "toys for boys" sollen "Action" beinhalten und etwas mit Maschinen und Konstruieren zu tun haben. Den Mädchen wollten die meisten hingegen Puppen geben und Spielzeuge, die etwas mit Frisieren oder dem Aufziehen von Kindern zu tun haben. Dafür sollten sie bei den Mädchen aber auch eher die Kreativität anregen.
"Heutzutage glauben viele, dass Spielzeuge geschlechtsneutraler als früher seien", schildert Francis, "aber jedes, das wir untersucht haben, konnte als geschlechtsspezifisch gedeutet werden. Zudem sind die meisten in Spielzeugläden spezifisch in ausgewiesenen Jungen- und Mädchenbereichen zu finden oder zielen über ihre Verpackung klar auf nur ein Geschlecht ab."
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Mädchen auf Bestellung

19.12.2008 / mp mit Material der Roehampton-Universität
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